Bachelorarbeit, 2012
55 Seiten, Note: 2,0
1 EINLEITUNG
1.1 Problemstellung
1.2 Ziele der Arbeit
2 AKTUELLER STAND DER FORSCHUNG
2.1 Motorische Entwicklung
2.2 Exekutive Funktionen
2.3 Motorische Fertigkeiten
2.3.1 Das Werfen
2.3.1.1 Der einhändige Schlagwurf
2.3.1.2 Alters – und Geschlechtsspezifische Unterschiede beim Werfen
2.3.2 Das Fangen
2.3.2.1 Die Fangbewegung
3 METHODEN
3.1 Stichprobe
3.2 Hypothesen
3.3 Untersuchungsmethoden
3.3.1 Untersuchung der motorischen Fertigkeiten
3.3.2 Untersuchung der kognitiven Fähigkeiten
3.3.3 Untersuchung der anthropometrischen Merkmal
3.4 Ablauf der Untersuchung
3.5 Statistik
4 ERGEBNISSE
4.1 Anthropometrische Merkmale der Stichprobe
4.2 Statistische Daten des Werfens
4.3 Statistische Daten den Fangens
4.4 Statistische Daten des Flanker-Task-Tests
4.5 Korrelationsergebnisse der motorischen Fertigkeiten Fangen und Werfen und des Flanker-Task-Tests
5 DISKUSSION
5.1 Methodendiskussion
5.2 Ergebnisdiskussion
6 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht mittels einer Querschnittsstudie an Grundschulkindern den Zusammenhang zwischen motorischen Fertigkeiten (Werfen und Fangen) und kognitiven Fähigkeiten, insbesondere den exekutiven Funktionen, um deren wechselseitige Abhängigkeit wissenschaftlich zu beleuchten.
2.3.1.1 Der einhändige Schlagwurf
Der in der Wissenschaft am häufigsten untersuchte Wurf ist der einhändige Schlagwurf (overarm throw), der zudem im Sport und im Alltag ebenfalls der am häufigsten verwendete Wurf ist(Haywood & Getchell, 2009).
Betrachtet man die Wurfbewegung etwas genauer lässt sie sich in drei Phasen unterteilen. Der Schlagwurf (beschrieben für Rechtshänder) beginnt mit der Vorbereitungsphase, bei der die Bewegung entgegengesetzt der beabsichtigten Wurfrichtung ausgeführt wird. Es wird eine leichte Schrittstellung eingenommen, wobei der linke Fuß etwas vor dem Rechten steht. Das Gewicht wird auf den hinteren Fuß verlagert und der Ball in der rechten Hand schräg nach hinten oben Richtung Wurfarmschulter geführt. Darauf folgt die Ausführungsphase, bei der die Bewegung in Richtung der beabsichtigten Wurfrichtung ausgeführt wird. Um die Bewegungsamplitude, in der der Werfer Kraft auf den Ball überträgt zu vergrößern, werden Schulter, Oberkörper und Hüfte der Wurfarmseite nach hinten- und die Gegenschulter nach vorne genommen (Oberkörperverwringung). Der linke Fuß wird in Laufrichtung nach vorne eingestemmt. Um das Objekt zu beschleunigen wird die Bogenspannung in umgekehrter Reihenfolge (Hüfte – Oberkörper – Schulter – Ellenbogen – Hand) gelöst. Beim Vorwärtsschwung bleibt der rechte Winkel im Oberarm erhalten. Kurz vor dem Loslassen des Balles findet im Ellenbogengelenk eine peitschenartige Streckung statt, welche den Radius des Wurfbogens vergrößert und eine zusätzliche Beschleunigung bewirkt. Während des gesamten geradlinigen Beschleunigungsweges bleibt die Hand hinter dem Ball. Durch Druck mit den Fingern kann am Ende der Wurfbewegung der Ball in eine gewünschte Richtung gelenkt werden. Anschließend kommt die Fol-
1 EINLEITUNG: Diese Einleitung thematisiert den Rückgang körperlicher Aktivität bei Kindern und dessen negative Folgen für Gesundheit und kognitive Entwicklung, was die Relevanz der vorliegenden Studie begründet.
2 AKTUELLER STAND DER FORSCHUNG: Dieses Kapitel liefert die theoretischen Grundlagen zur motorischen Entwicklung, definiert exekutive Funktionen und erläutert die motorischen Fertigkeiten Werfen und Fangen.
3 METHODEN: Hier werden das Untersuchungsdesign, die Stichprobenzusammensetzung der 146 Grundschüler sowie die eingesetzten Testverfahren für Motorik und Kognition detailliert beschrieben.
4 ERGEBNISSE: In diesem Kapitel werden die erhobenen Daten zu anthropometrischen Merkmalen, Wurfbewegungen, Fangfähigkeiten und den Ergebnissen des Flanker-Task-Tests dargestellt und statistisch ausgewertet.
5 DISKUSSION: Dieses Kapitel reflektiert kritisch die methodische Vorgehensweise und diskutiert die erzielten Ergebnisse im Kontext der bestehenden sportwissenschaftlichen Fachliteratur.
6 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Das letzte Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse über den Zusammenhang von motorischer Leistungsfähigkeit und kognitiven Fähigkeiten zusammen und gibt Anstöße für weiterführende Forschung.
Motorische Entwicklung, Exekutive Funktionen, Grundschulalter, Werfen, Fangen, Flanker-Task-Test, Körperliche Aktivität, Objektkontrolle, Sportmotorik, Kognitive Fähigkeiten, Bewegungsanalyse, Wurfgeschwindigkeit, Kindesentwicklung, motorische Fertigkeiten, Leistungsfähigkeit
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Entwicklung motorischer Fertigkeiten wie Werfen und Fangen und der kognitiven Leistungsfähigkeit (speziell exekutive Funktionen) bei Grundschulkindern.
Die Arbeit verknüpft sportmotorische Aspekte der kindlichen Entwicklung mit kognitionspsychologischen Modellen, um die Bedeutung von körperlicher Aktivität für schulische Lernprozesse und Hirnfunktionen zu beleuchten.
Das Ziel ist es, durch eine Querschnittsstudie festzustellen, ob ein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen der Qualität motorischer Grundfertigkeiten und der Ausprägung exekutiver Funktionen im Grundschulalter existiert.
Es wurde eine quantitative Querschnittsstudie mit 146 Grundschulkindern durchgeführt, wobei motorische Leistungen videobasiert (qualitativ) und mittels Radarmessung (quantitativ) sowie kognitive Leistungen via computergestütztem Flanker-Task-Test erhoben wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Fachliteratur sowie einen empirischen Teil, der die Datenerhebung, die Darstellung der Ergebnisse der motorischen und kognitiven Tests und deren statistische Korrelation umfasst.
Die zentralen Begriffe sind motorische Entwicklung, exekutive Funktionen, Werfen, Fangen, der Flanker-Task-Test sowie der Zusammenhang zwischen Sport und Kognition im Grundschulalter.
Der einhändige Schlagwurf gilt in der Wissenschaft als der am häufigsten untersuchte und im Sport am weitesten verbreitete Wurf, was ihn zu einem idealen Untersuchungsobjekt für die motorische Analyse macht.
Die kognitive Leistung wurde mit dem Flanker-Task-Test erhoben, der die Aufmerksamkeitsfokussierung und die Fähigkeit zur Reizunterdrückung (Inhibition) testet, indem die Kinder Fische auf einem Bildschirm analysieren mussten.
Die produktorientierte Methode konzentriert sich auf das Ergebnis (z.B. Wurfgeschwindigkeit oder Anzahl gefangener Bälle), während die prozessorientierte Methode die Qualität der Bewegungsausführung selbst (z.B. Körperhaltung, Bogenspannung) bewertet.
Der Autor stellt deskriptiv positive Zusammenhänge zwischen motorischer Fangleistung, Wurfgeschwindigkeit und der Reaktionszeit im Flanker-Task-Test fest, wenngleich die statistischen Korrelationen je nach Altersgruppe und Geschlecht variieren.
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