Masterarbeit, 2013
119 Seiten
1 Einleitung
2 Klinisches Reasoning
2.1 Begriffsdefinition
2.2 Entwicklung des Klinischen Reasonings
2.3 Ziele des Klinischen Reasonings
2.4 Ethnographie als Forschungsmethode
2.5 Klinisches Reasoning im Therapieprozess
2.5.1 Kognition, Metakognition und Wissen
2.6 Strategien im Klinischen Reasoning Prozess
2.6.1 Hypothetisch-deduktiver Prozess
2.6.2 Mustererkennung
2.7 Entwicklung von Klinischen Reasoning Fertigkeiten
2.8 Von dem/der AnfängerIn zu dem/der ExpertIn
2.9 Die verschiedenen Formen des Klinischen Reasonings
2.9.1 Scientific Reasoning
2.9.2. Interaktives Reasoning
2.9.3 Konditionales Reasoning
2.9.4 Narratives Reasoning
2.9.5 Pragmatisches Reasoning
2.9.6 Ethisches Reasoning
3 Instrumente der Diaetologie
3.1 Berufsbild
3.2 Der diaetologische Prozess
3.2.1 Hintergrund und Ziele
3.2.2 Prozessschritte
3.3 Das ernährungsmedizinische Beratungsgespräch
3.3.1 Definition der ernährungsmedizinischen Beratung
3.3.2 Ziele der ernährungsmedizinischen Beratung
3.3.3 Gesprächsführung
3.3.4 Beratungshaltung
3.3.5 Phasen des ernährungsmedizinischen Beratungsgespräches
3.4 Nutrition Care Process (=NCP)
3.4.1 Hintergrund und Ziele
3.5 Der diaetologische Prozess und der Nutrition Care Process
4 Klinisches Reasoning im Kontext der Diaetologie
4.1 Stellenwert des Klinisches Reasonings in der Diaetologie
4.2 Praktisches Beispiel des hypothetisch-deduktiven Prozesses in der Diaetologie
5 Empirische Untersuchung
5.1 Ausgangssituation der empirischen Untersuchung
5.2 Fragestellung der Untersuchung
5.3 Erhebungsmethode – Teilstrukturiertes Interview
5.4 Auswahl der InterviewpartnerInnen
5.6 Interviewsituation
5.7 Auswertungsmethode
5.7.1 Kurzbeschreibung eines Interviews nach Flick (2007)
5.8 Kategorienerstellung
5.8.1 Induktive Auswertungsmethode
5.8.2 Deduktive Auswertungsmethode
6 Darstellung der Ergebnisse
6.1 Kurzbeschreibung der einzelnen Interviews
6.1.1 Interview 1
6.1.2 Interview 2
6.1.3 Interview 3
6.1.4 Interview 4
6.1.5 Interview 5
6.1.6 Interview 6
6.1.7 Interview 7
6.1.8 Interview 8
6.2 Ergebnisse zu den einzelnen Fragestellungen
6.2.1 Gefallen am Beruf
6.2.2 Erfolg einer Beratung
6.2.3 Zielerarbeitung
6.2.4 Berufserfahrung und Intuition
6.2.5 Problemlösung
6.2.6 Hilfreiche Fähigkeiten
6.2.7 Weitere Überlegungen
6.3 Ergebnisse zu den genutzten Klinischen Reasoning Formen
6.3.1 Scientific Reasoning
6.3.2 Interaktives Reasoning
6.3.3 Konditionales Reasoning
6.3.4 Narratives Reasoning
6.3.5 Pragmatisches Reasoning
6.3.6 Ethisches Reasoning
6.3.7 Kombinationen der Klinischen Reasoning Formen
7 Diskussion
8 Zusammenfassung und Ausblick
Diese Masterarbeit untersucht explorativ das Klinische Reasoning von Diätologinnen im intramuralen Bereich während ernährungsmedizinischer Beratungsgespräche, um herauszufinden, wie Entscheidungsprozesse und Problemlösungsstrategien strukturiert sind und welche Reasoning-Formen dabei Anwendung finden.
2.6.1 Hypothetisch-deduktiver Prozess
Rogers (1983) behandelte als eine der Ersten den Klinischen Reasoning Prozess in der Ergotherapie und wies darauf hin, dass dieser im Rahmen des diagnostischen Reasonings auch in anderen Professionen abläuft. Der klinische Reasoning Prozess ist ein hypothetisch-deduktiver Prozess, in dem durch das Sammeln von Informationen Hypothesen generiert werden. Im Anschluss werden diese getestet, evaluiert und diejenige, die am genauesten zutrifft, wird ausgewählt. Dies stellt die Basis zur Diagnosebildung dar und beinhaltet als nächsten Schritt die Behandlungsplanung.
Es handelt sich dabei um einen fortlaufenden, dynamischen Prozess, da der/die TherapeutIn während des gesamten Therapieprozesses Informationen sammelt, interpretiert, in Beziehung zu früheren Informationen setzt und neue Schlüsse daraus zieht. Dabei kann es durch die ständige Reflexion und Evaluation der Maßnahmen zur Revidierung anfänglich gestellter Hypothesen kommen bzw. können verworfene Hypothesen wieder an Wertigkeit gewinnen. Jones (1997, 1998) siehe Abb. 2 beschreibt in seinem Modell, dass der hypothetisch-deduktive Reasoning-Prozess einem fortlaufenden Rückkopplungsmechanismus unterliegt. (vgl. Klemme/Siegmann 2006: 26f)
1 Einleitung: Die Einleitung motiviert die Relevanz des Klinischen Reasonings als integralen Bestandteil der Qualitätssicherung in Gesundheitsberufen und formuliert das Ziel der Arbeit, dieses für Diätologinnen transparenter zu machen.
2 Klinisches Reasoning: Dieses Kapitel definiert und theoretisiert den Begriff des Klinischen Reasonings, erläutert die Kognition, Metakognition und verschiedene Prozessstrategien sowie die sechs zentralen Reasoning-Formen.
3 Instrumente der Diaetologie: Hier werden das Berufsbild, der Diätologische Prozess und der Nutrition Care Process (NCP) als methodische Instrumente vorgestellt, um die berufliche Praxis und Qualitätssicherung zu strukturieren.
4 Klinisches Reasoning im Kontext der Diaetologie: Dieses Kapitel verknüpft die theoretischen Modelle des Reasonings mit der diätologischen Praxis und liefert ein konkretes Anwendungsbeispiel des hypothetisch-deduktiven Prozesses.
5 Empirische Untersuchung: Der Abschnitt beschreibt das methodische Design der explorativen Studie, inklusive der Auswahl der Probandinnen (Berufsanfängerinnen vs. Expertinnen) und der Durchführung der teilstrukturierten Interviews.
6 Darstellung der Ergebnisse: Dieses umfangreiche Kapitel präsentiert die inhaltliche Zusammenfassung der acht Interviews und analysiert die Ergebnisse deduktiv und induktiv anhand der definierten Kategorien.
7 Diskussion: Die Ergebnisse werden im Kontext der Fachliteratur kritisch diskutiert, Unterschiede zwischen Berufsjahren werden herausgearbeitet und die Bedeutung der Reasoning-Formen für die Praxis interpretiert.
8 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, Klinisches Reasoning verstärkt in die Ausbildung und Weiterbildung von Diätologinnen zu integrieren.
Klinisches Reasoning, Diätologie, Ernährungstherapie, Nutrition Care Process, ernährungsmedizinische Beratung, Entscheidungsprozesse, Berufserfahrung, Intuition, Reflexion, Gesprächsführung, Qualitätssicherung, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Beratungstechnik, Problemlösung, Diätologinnen.
Die Arbeit untersucht das Klinische Reasoning (den klinischen Denk- und Entscheidungsprozess) im Berufsalltag von Diätologinnen während ernährungsmedizinischer Beratungen im intramuralen Bereich.
Neben der theoretischen Fundierung des Klinischen Reasonings behandelt die Arbeit den Diätologischen Prozess, den Nutrition Care Process und die Anwendung verschiedener Denkstrategien in der Patientenbetreuung.
Das Ziel ist es, herauszufinden, woran Diätologinnen während der Beratung denken, wie sie ihre Entscheidungen fällen und welche der sechs klassischen Formen des Klinischen Reasonings sie dabei tatsächlich nutzen.
Die Autorin führte eine explorative Pilotstudie mit acht Diätologinnen mittels teilstrukturierter Interviews durch, die anschließend induktiv und deduktiv ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Rahmen zu den Formen des Reasonings und eine empirische Ergebnisdarstellung, in der die Aussagen der Interviewpartnerinnen analysiert und mit der Literatur verknüpft werden.
Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Klinisches Reasoning, Diätologie, Ernährungsberatung, Entscheidungsprozess, Reflexion und die sechs spezifischen Reasoning-Formen wie Scientific, Interaktives oder Narratives Reasoning.
Expertinnen nutzen häufiger intuitive Prozesse und Erfahrungswissen, während Anfängerinnen stärker von erlernten Theorien, strikteren Regeln und externer Supervision abhängig sind.
Berufserfahrene Diätologinnen stützen sich oft auf ihre Intuition als verinnerlichten Prozess, der auf jahrelangem Erfahrungswissen basiert, was den Reasoning-Prozess effizienter gestaltet.
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