Bachelorarbeit, 2012
52 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Demografische Entwicklung
2.1 Geburtenverhalten
2.2 Lebenserwartung
2.3 Wanderungen
3. Das deutsche Rentensystem
3.1 Leistungen
3.2 Finanzierung
3.3 Die Anhebung des Renteneintrittsalters
3.3.1 Ökonomische Betrachtung
3.3.2 Konsequenzen für Arbeitnehmer und Unternehmen
4. Altern und Arbeit – Arbeitsbelastungen älterer Arbeitnehmer
4.1 Altern und die Bedeutung von Humankapital
4.2 Psychische Arbeitsbelastungen und die Auswirkungen
4.3 Physische Arbeitsbelastungen und die Auswirkungen
5. Betriebliche Gesundheitsförderung
5.1 Maßnahmen zur Förderung der allgemeinen Gesundheit
5.2 Maßnahmen zur Prävention von psychischen Erkrankungen
5.3 Maßnahmen zur Prävention von physischen Erkrankungen
5.4 Verbreitung betrieblicher Gesundheitsförderung
5.5 Kosten und Nutzen betrieblicher Gesundheitsförderung
6. Handlungsempfehlungen für Unternehmen
6.1 Personalpolitische Ansätze
6.2 Organisatorische Ansätze
6.3 Zusammenfassung konkreter Handlungsempfehlungen
7. Fazit
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der demografischen Entwicklung und der Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters auf Unternehmen sowie die Möglichkeiten zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit älterer Beschäftigter durch betriebliche Gesundheitsförderung.
4.1 Altern und die Bedeutung von Humankapital
In den 1970er bis 1990er Jahren wurde sowohl in der Gesellschaft als auch in der Wissenschaft mittels dem sogenannten Defizitmodell behauptet, dass die physiologische und kognitive Leistungsfähigkeit mit zunehmendem Alter kontinuierlich abnimmt (vgl. Langhoff (2009) S. 33). So wurde zum Beispiel davon ausgegangen, dass Männer im 30. Lebensjahr noch 95 Prozent ihrer Muskelhöchstkraft besitzen; 60-jährige Frauen haben die Wissenschaftler eine Verminderung der Muskelkraft um 20 Prozent berechnet. Außerdem wurden u. a. folgende körperliche Leistungsdefizite im Alter festgestellt (vgl. Langhoff (2009) S. 33ff.):
• Abnahme der Erregbarkeit, Kontraktionsgeschwindigkeit und Elastizität der Muskeln
• Abnutzung von Knorpeln ab dem 40. Lebensjahr
• Zunahme von Körperfett
• Abnahme der Sehschärfe und der Akkomodationsfähigkeit der Augen ab dem 42. Lebensjahr usw.
1. Einleitung: Darstellung der demografischen Ausgangslage in Deutschland und Einführung in die Fragestellung zur Erhaltung der Erwerbsfähigkeit bis zum Renteneintrittsalter von 67 Jahren.
2. Demografische Entwicklung: Analyse der Einflussfaktoren Geburtenverhalten, Lebenserwartung und Wanderungen auf die Bevölkerungsstruktur.
3. Das deutsche Rentensystem: Beleuchtung des Rentensystems, seiner Finanzierung und die Notwendigkeit der Anhebung des Renteneintrittsalters aus ökonomischer Sicht.
4. Altern und Arbeit – Arbeitsbelastungen älterer Arbeitnehmer: Untersuchung des Alterns im Kontext von Arbeitsbelastungen, des Humankapitalbegriffs sowie der Auswirkungen physischer und psychischer Belastungen.
5. Betriebliche Gesundheitsförderung: Beschreibung von Maßnahmen zur Gesundheitsförderung, deren Präventionspotenziale sowie Diskussion von Kosten und Nutzen für Unternehmen.
6. Handlungsempfehlungen für Unternehmen: Ableitung von konkreten personalpolitischen und organisatorischen Empfehlungen zur Gestaltung alternsgerechter Arbeitsplätze.
7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Herausforderungen und Notwendigkeit proaktiven unternehmerischen Handelns zur Bewältigung der demografischen Folgen.
Demografischer Wandel, Rentensystem, Renteneintrittsalter, betriebliche Gesundheitsförderung, Arbeitsfähigkeit, Humankapital, Arbeitsbelastung, Prävention, psychische Gesundheit, physische Gesundheit, Personalstrategie, Leistungsfähigkeit, Altern, Unternehmenskultur, Gesundheitsmanagement.
Die Arbeit analysiert die Herausforderungen für deutsche Unternehmen, die sich aus der demografischen Entwicklung und der stufenweisen Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre ergeben.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse demografischer Daten, der Belastungssituation älterer Beschäftigter sowie der Implementierung betrieblicher Gesundheitsförderungsmaßnahmen.
Das Ziel ist es, Möglichkeiten und Handlungsempfehlungen für Unternehmen aufzuzeigen, wie die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter erhalten werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der Auswertung aktueller Studien und Berichte zur demografischen Lage und zum betrieblichen Gesundheitsmanagement.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Rentenfinanzierung, die Untersuchung arbeitsbedingter psychischer und physischer Belastungen und die Bewertung von Maßnahmen zur Gesundheitsförderung.
Zu den Kernbegriffen gehören demografischer Wandel, betriebliche Gesundheitsförderung, Renteneintrittsalter, Arbeitsfähigkeit und Prävention.
Neuere Studien belegen, dass Leistungsfähigkeit im Alter stark durch Faktoren wie private Lebensführung, Sozialisation und optimale Arbeits- und Lernbedingungen beeinflusst wird, anstatt nur durch einen biologischen Abbau bestimmt zu sein.
Eine positive Unternehmenskultur, geprägt durch Wertschätzung, Kooperationsbereitschaft und offene Kommunikation, reduziert Stressfaktoren und fördert die psychische Gesundheit und Motivation der Mitarbeitenden.
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