Examensarbeit, 2012
49 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Begriffserklärung – Duales Lernen
2.1. Die besonderen Organisationsformen des Dualen Lernens
2.2. Bezug zum Rahmenlehrplan
2.3. Rechtliche Grundlagen
2.3.1. Auftrag der Schule – Das Schulgesetz
2.3.2. Bestimmungen zum Schutz des Schülers
3. Gegebenheiten vor Ort
3.1. Die Schule
3.2. Die Lerngruppe
4. Theoretische Gedanken zur Entwicklung von Lerneinstellung
4.1. Warum ausgerechnet ein Sozialpraktikum?
4.2. Lerneinstellung
4.2.1. Abgrenzung zur Motivation
4.2.2. Was ist Lerneinstellung?
4.3. Wie können sich die vom Schüler während des Sozialpraktikums erworbenen Fähigkeiten positiv auf die Lerneinstellung auswirken?
4.4. Auswertung der Zielerfüllung
5. Zur Durchführung des Sozialpraktikums
5.1. Didaktisch-methodische Vorüberlegungen
5.2. Vorbereitungen
5.3. Praktische Umsetzung
5.4. Ausgewählte Ergebnisse
5.4.1. Auszüge aus den Praktikumsheftern
5.4.2. Beobachtungsbögen
5.5. Auswertung
6. Gesamtreflexion und Ausblick
Die Arbeit untersucht, ob die Durchführung eines Sozialpraktikums als besondere Organisationsform des Dualen Lernens einen messbaren Beitrag zur positiven Entwicklung der Lerneinstellung bei Schülern einer 9. Klasse an einer Integrierten Sekundarschule leisten kann.
4.1. Warum ausgerechnet ein Sozialpraktikum?
Bei einem Sozialpraktikum geht es weniger darum, einen Beruf oder eine spezielle Arbeit zu erlernen, als vielmehr darum, Menschen in anderen Lebenssituationen zu erleben, die Scheu im Umgang mit ihnen zu verlieren und einen offeneren Blick für eine bisher fremde Welt zu bekommen. Viele Schüler berichten, dass das Sozialpraktikum für sie eine der prägendsten Erfahrungen in ihrer Schulzeit war. Sie erzählen, dass vor allem die Dankbarkeit der hilfsbedürftigen Menschen ihnen viel bedeutet habe. Sie seien auch froh gewesen, wieder in den „behüteten“ Schulalltag zurückkehren zu dürfen. Insofern dürfte ein Sozialpraktikum in vielerlei Hinsicht positiv auf die Schüler wirken.
In diesem Halbjahr bot das Thema „Soziale Arbeit in Haushalt und Beruf“ ein Sozialpraktikum geradezu an. „Viele Kinder und Jugendliche haben keine oder falsche Vorstellungen, was es heißt, mit hilfsbedürftigen Menschen umzugehen. Kaum ein Kind erlebt alte oder behinderte Menschen zu Hause. Großeltern, ältere Tanten oder Onkel leben nicht in der Familie, sondern irgendwo allein, oft weit entfernt. Wenn sie sich nicht mehr selbst helfen können, sind es meist Fremde, die ambulant oder stationär die Pflege berufsmäßig übernehmen. Kinder und Jugendliche erfahren so nur noch selten aus persönlicher Anschauung, dass alte und kranke Menschen nicht nur Unterstützung brauchen, sondern im Alltag auch viel geben können, wenn man sich mit ihnen beschäftigt. Und je weniger hilfsbedürftige Menschen sie im Umgang erleben, desto seltener wird ihnen bewusst, dass sie selbst irgendwann einmal auf Hilfe angewiesen sein werden.“
1. Einleitung: Die Autorin beschreibt die Problemlage einer unmotivierten 9. Klasse und führt das Pilotprojekt Sozialpraktikum als Mittel zur Förderung von Verantwortungsbewusstsein und Lerneinstellung ein.
2. Begriffserklärung – Duales Lernen: Dieses Kapitel erläutert den theoretischen Rahmen des Dualen Lernens, dessen Organisationsformen sowie die rechtlichen Verankerungen im Berliner Schulgesetz.
3. Gegebenheiten vor Ort: Hier werden die spezifischen Rahmenbedingungen der Integrierten Sekundarschule in Lichtenberg sowie die problematische Lern- und Arbeitshaltung der betroffenen Lerngruppe skizziert.
4. Theoretische Gedanken zur Entwicklung von Lerneinstellung: Es erfolgt eine theoretische Abgrenzung der Lerneinstellung von der Motivation und die Darlegung, wie reale Praxiserfahrungen durch Soft Skills das Selbstbild und den Habitus von Schülern beeinflussen können.
5. Zur Durchführung des Sozialpraktikums: Dieser Teil dokumentiert die methodische Planung, die Vorbereitung der Schüler, die Durchführung in den sozialen Einrichtungen und die Analyse der Ergebnisse anhand von Berichten und Beobachtungsbögen.
6. Gesamtreflexion und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion der Ergebnisse, der Einsicht in die Grenzen des kurzen Zeitrahmens und einem Plädoyer für ein langfristiges, unterrichtsbegleitendes Sozialpraktikum.
Duales Lernen, Sozialpraktikum, Lerneinstellung, Schulpädagogik, Integrierte Sekundarschule, Arbeitslehre, Praxislernen, Soft Skills, Persönlichkeitsentwicklung, Motivation, Schülerverhalten, Berufsorientierung, Handlungsfähigkeit, Habitus, Schulentwicklung
Die Arbeit untersucht den Nutzen eines siebenwöchigen Sozialpraktikums als Instrument zur positiven Beeinflussung der Lerneinstellung von Schülern einer 9. Klasse.
Zentrale Themen sind das Konzept des Dualen Lernens, die theoretische Herleitung der Lerneinstellung, die Bedeutung von Sozialpraktika für Jugendliche sowie die pädagogische Reflexion über die eigene Unterrichtspraxis.
Die Forschungsfrage lautet, ob durch ein Sozialpraktikum Voraussetzungen geschaffen werden können, die sich positiv auf die Lerneinstellung und das Selbstbild der Schüler auswirken.
Die Arbeit nutzt einen praxisorientierten Ansatz mit der Auswertung von Schülerdokumenten (Praktikumshefter, Protokolle) und einer begleitenden Beobachtung durch Kompetenzraster.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Einbettung, die Beschreibung des Pilotprojekts, die detaillierte Ausgestaltung der Arbeitsaufträge für die Schüler sowie die Auswertung der beobachteten Verhaltensänderungen.
Wichtige Begriffe sind Sozialpraktikum, Lerneinstellung, Duales Lernen, Praxislernen, Soft Skills und Persönlichkeitsentwicklung.
Da die Schüler deutliche Defizite im theoretischen Unterricht zeigten und abwehrend reagierten, sollte das Praktikum als reales, handlungsorientiertes Lernfeld dienen, um neue Motivation und Selbstvertrauen zu gewinnen.
Die Autorin resümiert, dass ein kurzer Zeitraum von sieben Wochen als "Tropfen auf den heißen Stein" nur einen geringen Effekt hat und plädiert daher für eine langfristige, unterrichtsbegleitende Integration solcher Praktika.
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