Masterarbeit, 2013
73 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Geschichte der Tonträger
2.1 Erfindung der Tonaufzeichnung
2.2 Ära der Schallplatte
2.2.1 Schallplatte
2.2.2 Exkurs: Rundfunk
2.3 Ära des Tonbands
2.3.1 Compact-Cassette
2.3.2 Exkurs: Walkman
2.4 Ära der Digitalisierung
2.4.1 Compact-Disc
2.4.2 Digitalisierung
2.5 Ära des Computers
2.5.1 MP3-Format
2.5.2 Exkurs: Internet
2.6 Fazit
3 Technische Reproduzierbarkeit
3.1 Kunsttheoretische Folgen
3.2 Medientheoretische Folgen
3.3 Zusammenfassung
4 Begriff der Subjektivierung
4.1 Medienkausale Subjektivierung
4.1.1 Tragödie der Kultur
4.1.2 Prometheisches Gefälle
4.1.3 Kulturindustrie
4.2 Medienimmanente Subjektivierung
4.2.1 Mediale Gouvernementalität
4.2.2 Technisch-mediales Apriori
4.3 Mediale Subjektivierung
5 Schlussbetrachtung
Diese Masterarbeit untersucht die persönlichkeitsbildende Funktion von Musikmedien und analysiert, inwiefern Tonträger auf den Einzelnen subjektivierend wirken. Ziel ist es, ein Verständnis für das durch medientechnologische Eigenschaften verursachte Machtpotenzial von Tonträgern im Kontext der Subjektivierung zu entwickeln.
2.1 Erfindung der Tonaufzeichnung
Die Erfindung der Tonaufzeichnung wird dem Erfinder Thomas Alva Edison (1847-1931) zugeschrieben. Bei der Konstruktion eines automatischen Zeichengebers für Telegrafie entdeckte er durch einen Zufall die Möglichkeit, Schallwellen mittels Vertiefungen auf einer Walze aufzuzeichnen. Edison fertigte daraufhin eine Konstruktionsskizze an und am 18. Juli 1877 gelang dem Amerikaner die weltweit erste Tonaufnahme mit anschließender Wiedergabe:
(...) Thomas Alva Edison, working in his laboratory in West Orange, New Yersey, shouted „Mary Had a Little Lamb“ into a mouthpiece. The sound was etched onto wax paper and played back, making Edison the first human being to record a sound and reproduce it. A few month later, he unveiled the first phonograph, which he used to record a remake of the poem, this time onto tinfoil. (Milner, 2009, S. 4)
Edisons Stimme wurde hierbei mit einem Schalltrichter gebündelt und an eine Membran übertragen. Diese steuerte einen Schneidestichel, der die Schallsignale in Form von Rillen auf einer mit Zinkfolie überspannten Walze eingravierte, der Phonograph war geboren.
1 Einleitung: Die Arbeit stellt die zentrale Frage nach der subjektivierenden Wirkung von Tonträgern und verortet das Thema in einem kultursoziologischen Rahmen.
2 Geschichte der Tonträger: Dieses Kapitel zeichnet die technologische Entwicklung von der frühen Tonspeicherung bis zum MP3-Format nach und beleuchtet sozio-kulturelle Auswirkungen.
3 Technische Reproduzierbarkeit: Hier wird untersucht, wie technische Reproduktionsverfahren das Verständnis von Kunst sowie die Rezeptionsmodi des Akustischen grundlegend veränderten.
4 Begriff der Subjektivierung: Dieses Kapitel entwickelt eine Theorie zur medieninduzierten Subjektivierung, unterteilt in medienkausale und medienimmanente Aspekte.
5 Schlussbetrachtung: Die Ergebnisse werden zusammengeführt und in einem Anwendungsbeispiel kritisch hinterfragt, wobei die prädeterminierende Rolle der Technik betont wird.
Tonträger, Subjektivierung, Medienkultur, technische Reproduzierbarkeit, Phonograph, Schallplatte, MP3, Kulturindustrie, Macht, Mediale Gouvernementalität, Technik, Medientechnologie, Rezeption, Konsum, Digitalisierung.
Die Arbeit analysiert, welchen Einfluss Tonträger als Medientechnologien auf die Konstitution und Bildung von Subjektivität ausüben.
Zentral sind die Geschichte der Tonträger, die Theorie der technischen Reproduzierbarkeit nach Benjamin sowie Konzepte der Subjektivierung unter Rückgriff auf Foucault, Simmel und Adorno.
Die Arbeit fragt nach der persönlichkeitsbildenden Funktion von Musikmedien und untersucht, inwiefern Tonträger auf den Einzelnen subjektivierend wirken.
Es handelt sich um eine kultursoziologische Arbeit, die auf einer theoretischen Aufarbeitung medienwissenschaftlicher und philosophischer Diskurse basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine medienhistorische Übersicht, eine kunsttheoretische Analyse der Reproduzierbarkeit und eine detaillierte Herleitung des Subjektivierungsbegriffs durch Medien.
Wichtige Begriffe sind die medienkausale und medienimmanente Subjektivierung, die Mediale Gouvernementalität sowie das technisch-mediale Apriori.
Harry Haller dient im Vorwort als Illustration für die existenzielle Auseinandersetzung eines Individuums mit der technisch-rationalisierten Welt und der Mediatisierung von Musik.
Es dient im Schlussteil als Anwendungsbeispiel, um die Diskrepanz zwischen der werblichen Illusion von Konsumentenmacht und der tatsächlichen Fremdbestimmung durch Medientechnik aufzuzeigen.
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