Diplomarbeit, 2004
107 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise der Arbeit
2 Begriffsbestimmungen
2.1 Topmanager
2.2 Unternehmenszusammenschlüsse
2.2.1 Definition von Unternehmensübernahme und Fusion
2.2.2 Arbeitsrechtliche Folgen von Unternehmenszusammenschlüssen
2.2.3 Art und soziales Klima des Unternehmenszusammenschlusses
2.2.4 Strategie des Unternehmenszusammenschlusses
3 Theoretische Grundlagen
3.1 Humankapitaltheorie
3.2 Prinzipal-Agenten-Theorie
3.2.1 Allgemeine Grundlagen der Prinzipal-Agenten-Theorie
3.2.2 Vertrauensproblematik
3.2.3 Corporate-Control-Theorie
3.2.4 Managementprobleme
3.3 Informationsökonomie
3.4 Turniertheorie
3.5 Theorie des Relative Standings
4 Besetzung der Topmanagementpositionen bei Unternehmenszusammenschlüssen
4.1 Kontextfaktoren und ihr Einfluss auf die Besetzung der Topmanagementpositionen
4.1.1 Unternehmensmerkmale
4.1.1.1 Größenunterschied der beteiligten Unternehmen
4.1.1.2 Unternehmenserfolg vor dem Unternehmenszusammenschluss
4.1.1.3 Akquisitions- und Fusionserfahrung
4.1.2 Merkmale von Unternehmenszusammenschlüssen
4.1.2.1 Art und soziales Klima des Unternehmenszusammenschlusses
4.1.2.2 Strategie des Unternehmenszusammenschlusses
4.1.3 Situation der Manager
4.1.3.1 Positionen der Topmanager nach der Transaktion
4.1.3.2 Integration der Topmanager in die Verhandlungen und Planungen
4.1.4 Kulturelle Unterschiede
4.1.4.1 Nationale Kultur
4.1.4.2 Unternehmenskultur
4.2 Besetzungsentscheidungen und ihre Auswirkungen
4.2.1 Fluktuation als Folge von Unternehmenszusammenschlüssen
4.2.2 Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg
4.2.2.1 Empirische Befunde zur Erfolgswirkung von Unternehmenszusammenschlüssen
4.2.2.2 Zusammenhang zwischen Fluktuation und Unternehmenserfolg
4.2.3 Maßnahmen zur Verhinderung von Fluktuation
5 Fallstudien
5.1 Aventis
5.1.1 Gründung von Aventis
5.1.2 Besetzung der Topmanagementpositionen
5.1.3 Einfluss der Kontextfaktoren beim Zusammenschluss von Hoechst und Rhône-Poulenc auf die Besetzung der Topmanagementpositionen
5.1.3.1 Unternehmensmerkmale
5.1.3.2 Merkmale der Fusion
5.1.3.3 Situation der Topmanager
5.1.3.4 Kulturelle Unterschiede
5.1.4 Beurteilung
5.2 Thyssen Krupp
5.2.1 Gründung von Thyssen Krupp
5.2.2 Besetzung des Vorstandes
5.2.3 Einfluss der Kontextfaktoren beim Zusammenschluss von Thyssen und Krupp auf die Besetzung der Vorstandspositionen
5.2.3.1 Unternehmensmerkmale
5.2.3.2 Merkmale der Fusion
5.2.3.3 Situation der Topmanager
5.2.3.4 Kulturelle Unterschiede
5.2.4 Beurteilung
6 Schlussbemerkungen
Die Arbeit untersucht auf Basis wirtschaftswissenschaftlicher Theorien, welche Kontextfaktoren die Besetzung von Topmanagementpositionen nach Unternehmensübernahmen und Fusionen beeinflussen. Ziel ist es, Handlungsempfehlungen für den Auswahl- und Besetzungsprozess abzuleiten sowie Probleme und Konfliktpotenziale zu identifizieren, die sich durch die Integration von Führungskräften nach Transaktionen ergeben.
1.1 Problemstellung
„Rette sich...wer kann“¹, so eine Schlagzeile der „Jungen Karriere“ zum feindlichen Übernahmeangriff von Sanofi-Synthélabo auf Aventis. Die Rettung der Arbeitsplätze betrifft nicht nur Mitarbeiter, sondern auch die Manager auf höchster Ebene.
Eigentümer und Aktionäre fordern Spareffekte, steigende Umsätze und Wettbewerbsvorteile. Diese Ziele lassen sich mit Unternehmenszusammenschlüssen durchaus realisieren – mit den richtigen Topmanagern an der Spitze. Wegen ihres hohen Einflusses auf den Unternehmenserfolg müssen in der schwierigen Integrations- und Umstrukturierungsphase die Topmanager besonders sorgfältig ausgewählt werden. Die wissenschaftliche Literatur gibt jedoch nur wenige valide Kriterien zum Auswahlprozess und zur Besetzungsentscheidung von Spitzenführungskräften. Aus diesem Grund sollen in dieser Arbeit verschiedene ökonomische Theorien analysiert werden, die Erklärungen und Kriterien zur Besetzung der Topmanagementpositionen nach Unternehmensübernahmen und Fusionen aufzeigen können. Darauf aufbauend leitet sich die Fragestellung ab, in welchen Größen und Kontextfaktoren sich diese Theorien widerspiegeln und wie sich die Kontextfaktoren auf die Besetzung der Topmanagementpositionen auswirken.
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Problemstellung der Besetzung von Führungspositionen bei Fusionen und definiert die Zielsetzung der wissenschaftlichen Analyse.
2 Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begrifflichkeiten wie Topmanager sowie die verschiedenen Formen und rechtlichen Rahmenbedingungen von Unternehmenszusammenschlüssen.
3 Theoretische Grundlagen: Hier werden ökonomische Theorien wie die Humankapital- und Prinzipal-Agenten-Theorie herangezogen, um Erklärungsbeiträge zur Besetzung von Spitzenpositionen zu leisten.
4 Besetzung der Topmanagementpositionen bei Unternehmenszusammenschlüssen: Dieses Kapitel verknüpft die zuvor erläuterten Theorien mit Kontextfaktoren wie Unternehmensgröße und Fusionserfahrung und diskutiert deren Einfluss auf Fluktuationsraten.
5 Fallstudien: Anhand der Beispiele Aventis und Thyssen Krupp wird untersucht, wie die theoretisch abgeleiteten Kontextfaktoren bei realen Megafusionen das Besetzungsverhalten beeinflussten.
6 Schlussbemerkungen: Das Kapitel fasst zusammen, dass kein allgemeingültiges Rezept existiert und Besetzungsentscheidungen stets im Kontext spezifischer individueller und gesellschaftlicher Faktoren zu sehen sind.
Unternehmenszusammenschluss, Topmanagement, Fusion, Übernahme, Humankapital, Prinzipal-Agenten-Theorie, Corporate-Control-Theorie, Fluktuation, Personalauswahl, Unternehmenserfolg, Aventis, Thyssen Krupp, Arbeitsrecht, Managementprobleme, Relative Standing
Die Arbeit analysiert, wie Unternehmen ihre Spitzenführungskräfte nach Fusionen oder Übernahmen auswählen und welche Faktoren diesen Prozess beeinflussen.
Die Schwerpunkte liegen auf ökonomischen Theorien zur Besetzungsentscheidung, der Analyse von Kontextfaktoren und der Betrachtung der Managerfluktuation nach Unternehmenszusammenschlüssen.
Ziel ist es, auf Basis ökonomischer Theorien Faktoren zu identifizieren, die bei Besetzungsentscheidungen nach Fusionen relevant sind, um daraus Handlungsempfehlungen für Unternehmen abzuleiten.
Die Autorin verwendet eine theoretische Analyse ökonomischer Modelle kombiniert mit einer Auswertung existierender empirischer Studien sowie zwei spezifische Fallstudien zur Vertiefung.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen und die praktische Analyse von Einflussfaktoren wie Unternehmensgröße, Unternehmenserfolg und kulturelle Unterschiede auf die Besetzung.
Die wichtigsten Schlagworte sind Unternehmenszusammenschluss, Topmanagement, Humankapital, Fluktuation und Personalauswahl.
Bei einer "Fusion unter Gleichen" steht eine ausgewogene Verteilung der Führungspositionen im Vordergrund, während bei Übernahmen oft der Erwerber seine Führungskräfte bevorzugt einsetzt.
Ein als ungerecht empfundenes "Relative Standing" (Status, Hierarchieebene) kann dazu führen, dass leistungsfähige Manager aus Unzufriedenheit kündigen und das Unternehmen verlassen.
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