Bachelorarbeit, 2011
53 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Literatur: Theorie und Empirie
2.1. Transaktionskosten
2.2. Informationsasymmetrie und Agency Cost of Debt
2.3. Corporate Governance
2.4. Finanzielle Angespanntheit
2.5. Steuern
2.6. Kreditlinien
2.6.1. Kreditlinien: Corporate Governance
2.6.2. Auflagen von Kreditlinien
2.6.3. Verwendung von Cash Holdings und Kreditlinien
2.7 Der Zeitvergleich
2.8. Zusammenfassung
3. Analyse
3.1. Studienspezifische Analyse
3.1.1.-2. Transaktionskosten und Informationsasymmetrie
3.1.3. Corporate Governance
3.1.4. Finanzielle Angespanntheit
3.1.5. Steuern
3.1.6. Kreditlinien
3.1.7. Der Zeitvergleich
3.2. Studienübergreifende Analyse
3.3. Kurze studienübergreifende Darstellung des Themas anhand eines Beispiels
4. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die verschiedenen Faktoren zu identifizieren und zu analysieren, welche die Höhe der Cash Holdings von Unternehmen beeinflussen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, warum Unternehmen trotz potenzieller Opportunitätskosten signifikante liquide Mittel halten und wie verschiedene theoretische sowie empirische Ansätze dies erklären.
2.1. Transaktionskosten
Ausgehend vom Modell des vollkommenden Kapitalmarktes würde ein Unternehmen kein Cash akkumulieren. Per Definition gibt es auf diesem Markt keine Transaktionskosten und Informationssymmetrie. Deshalb ist eine Finanzierung kapitalwertpositiver Projekte stets möglich. Auch gibt es keinen Vorteil über die Verfügbarkeit von Cash, also keine Liquiditätsprämie. Eine direkte Finanzierung kapitalwertpositiver Projekte ist jederzeit möglich. Aufgrund von Opportunitätskosten würde Cash nicht akkumuliert, sondern am vollkommenen Kapitalmarkt angelegt werden. Zum gleichen Zinssatz kann von diesem Markt Cash aufgenommen werden, wenn es im Unternehmen benötigt wird.
In diesem Modell würden unabhängig von der Finanzierung alle kapitalwertpositiven Projekte finanziert werden. Die Kapitalstruktur hat keinen Einfluss auf den Unternehmenswert.
Da es in der Realität Transaktionskosten gibt, gibt es keinen vollkommenen Kapitalmarkt. Hauptgrund für das Halten von Cash Holdings ist aus theoretischer Sicht die Verringerung oder Vermeidung der Transaktionskosten. Bei akuten Liquiditätsengpässen muss ein Unternehmen entweder die Ausgaben senken oder einen Zahlungsmitteleinfluss bewirken. Direkte Ausgabensenkungen sind durch Unterlassung oder Senkung der Ausschüttung an die Eigentümer möglich. Diese Alternative ist zeitlich nur begrenzt möglich. Gleichzeitig werden Dividendenkürzungen vom Kapitalmarkt meist durch eine Reduzierung des Aktienkurses und somit des Unternehmenswertes bestraft. Die Unterlassung von kapitalwertpositiven Projekten ist eine weitere Möglichkeit der direkten Ausgabensenkung. Diese Alternative stellt einen Opportunitätsverlust dar. Der Opportunitätsverlust ist umso höher, je rentabler die unterlassenen Projekte wären. Cash Inflow kann durch den Verkauf von Vermögensgegenständen oder der Aufnahme von externem Kapital erhöht werden. Beide verursachen Transaktionskosten. In der Regel bevorzugen Unternehmen in dieser Situation die externe Finanzierung, weil diese Variante meist die kostengünstigere ist.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle Relevanz hoher Cash Holdings bei großen Unternehmen ein und stellt die theoretischen Grundlagen wie die Pecking Order-, Free Cash Flow- und Trade-Off Theorie vor.
2. Literatur: Theorie und Empirie: Das Kapitel bietet einen umfassenden Überblick über die wissenschaftliche Diskussion, beleuchtet Einflussfaktoren wie Transaktionskosten, Corporate Governance und Steuern und stellt Kreditlinien als Liquiditätsinstrumente vor.
3. Analyse: Hier erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit der methodischen Validität bestehender Studien sowie eine studienübergreifende Analyse, illustriert durch ein praktisches Beispiel von Technologieunternehmen wie Apple.
4. Fazit und Ausblick: Dieses Kapitel fasst die Haupterkenntnisse der Arbeit zusammen und betont die Notwendigkeit weiterer Forschung, insbesondere in Bezug auf mittelständische und nicht-börsennotierte Unternehmen.
Cash Holdings, Liquiditätssicherung, Trade-Off Theorie, Corporate Governance, Transaktionskosten, Informationsasymmetrie, Kapitalmarktfriktionen, Kreditlinien, Finanzielle Angespanntheit, Cash Flow Volatilität, Agency Costs, Unternehmensfinanzierung, Investitionsentscheidungen, Liquiditätsmanagement, Kapitalstruktur.
Die Arbeit untersucht die theoretischen und empirischen Gründe, warum Unternehmen liquide Mittel in Form von Cash Holdings halten, anstatt diese voll in Projekte oder Ausschüttungen zu investieren.
Die zentralen Felder sind die Rolle von Transaktionskosten, Informationsasymmetrien, der Einfluss von Corporate Governance-Strukturen sowie die Bedeutung von Kreditlinien als alternative Liquiditätssicherung.
Das Ziel ist aufzuzeigen, welche Faktoren die Höhe der Cash Holdings von Unternehmen maßgeblich beeinflussen und wie diese innerhalb der Trade-Off Theorie wissenschaftlich einzuordnen sind.
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die bestehende empirische Studien kritisch analysiert, deren methodische Ansätze vergleicht und die Ergebnisse auf Plausibilität sowie Übertragbarkeit prüft.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der verschiedenen Einflussfaktoren auf Cash Holdings und eine kritische Analyse der empirischen Studienlage inklusive einer fallbeispielbasierten ökonomischen Interpretation.
Begriffe wie Cash Holdings, Liquiditätssicherung, Corporate Governance, Kapitalmarktfriktionen und Transaktionskosten spiegeln den Kern der wissenschaftlichen Untersuchung wider.
Der Autor stellt fest, dass Kreditlinien zwar als Substitut für Cash dienen können, jedoch ihre Wirksamkeit von der Erfüllung bestimmter Vertragsklauseln (Covenants) und der finanziellen Stabilität des Unternehmens abhängt.
Die Arbeit zeigt, dass eine schwache Corporate Governance oft mit ineffizientem Managementverhalten korreliert, was wiederum die Höhe der Cash Holdings und deren Allokation beeinflusst.
Das Beispiel verdeutlicht, dass besonders in sehr dynamischen Märkten mit hohem Innovationsdruck und R&D-Bedarf Cash Holdings als strategische Flexibilitätsreserve dienen, um den laufenden Betrieb und Forschungsausgaben gegen Cash Flow-Schwankungen abzusichern.
Der Autor kritisiert insbesondere den US-Zentrismus vieler Studien, die unterschiedlichen methodischen Ansätze zur Messung von Variablen und die Schwierigkeit, eindeutige Kausalzusammenhänge in einem globalen Marktumfeld nachzuweisen.
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