Bachelorarbeit, 2013
52 Seiten, Note: 2,3
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1. EINFÜHRUNG
2. MEDIEN, EUROPÄISIERUNG UND EUROPÄISCHE ÖFFENTLICHKEIT
2.1 DIE ROLLE DER MEDIEN IM POLITISCHEN PROZESS
2.2 ÖFFENTLICHKEIT UND MASSENMEDIEN
2.3 EUROPÄISIERUNG
2.4 THEORETISCHE PERSPEKTIVEN EUROPÄISCHER ÖFFENTLICHKEIT
3. FORSCHUNGSDESIGN
3.1 INHALTSANALYSE
3.2 QUALITATIVE FORSCHUNG UND IHRE GÜTEKRITERIEN
3.3 BESCHREIBUNG DES VORGEHENS
4. ERGEBNISSE DER ANALYSE
4.1 DISKUSSION
5. ZUSAMMENFASSUNG
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die Charakteristik von Europäisierungsprozessen innerhalb der europäischen Staatsschuldenkrise zu untersuchen. Anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse der Berichterstattung über den Staatsbesuch der deutschen Bundeskanzlerin in Athen wird die Forschungsfrage beantwortet, wie sich Europäisierung in diesem Kontext medienwirksam ausdrückt.
2.1 Die Rolle der Medien im politischen Prozess
Die Medien haben eine herausragende Bedeutung im politischen System. Sie fungieren zugleich als Resonanzboden und als Generator für gesellschaftliche Modernisierungsprozesse (Sarcinelli 2011: 3). In der Mediengesellschaft ist Kommunikation elementarer Bestandteil eines „strategischen Spiel[s]“, „das über Erfolg oder Misserfolg von Individuen, Organisationen, gesellschaftlichen Gruppen und ganzen Gesellschaften entscheidet“ (Münch 1995: 85). Der Soziologe Richard Münch bezeichnet die Gesellschaft daher auch als Kommunikationsgesellschaft (1995).
Die Kommunikation der Medien ist schwer greifbar. Das gilt auch für die Wechselbeziehung von Kommunikation und Politik, insbesondere von Medien und Politik (Sarcinelli/FES: 3). Kommunikation ist kein reines Ausdrucks- und Verständigungsmittel, sondern integraler Bestandteil des Politischen selbst. Die zentralen Leistungen der Massenmedien sind ihre politische Funktion und ihre Informationsfunktion (Burkhart 2002: 390ff., 402ff.).
In der modernen Mediengesellschaft stellt die (Medien-)Öffentlichkeit die Bühne für die Dauerbeobachtung der Politik (Sarcinelli 2012: 39). Für die Legitimation nationaler oder europäischer Politik wird den Massenmedien eine wichtige Rolle zugeschrieben. „Legitimität als eine demokratietheoretische Fundamentalkategorie politischer Kommunikation knüpft den Geltungsanspruch politischer Herrschaft an eine kommunikative Begründungsleistung“ (Sarcinelli 2005: 77). Diese Begründungsleistung kann nur durch Massenmedien erbracht werden. Ihnen wird folglich als verbindendes Element zwischen Politik und Bevölkerung eine fundamentale Rolle in der Bereitstellung und Vermittlung von Informationen über politische Prozesse und Akteure zugeschrieben (Huber 2011: 22).
1. EINFÜHRUNG: Diese Einleitung führt in die Problematik der europäischen Staatsschuldenkrise ein und leitet das Forschungsinteresse an der Europäisierung der Berichterstattung durch den Staatsbesuch der Kanzlerin her.
2. MEDIEN, EUROPÄISIERUNG UND EUROPÄISCHE ÖFFENTLICHKEIT: Das Kapitel erörtert die theoretischen Grundlagen zur Rolle von Massenmedien im politischen Prozess sowie Konzepte der Europäisierung und europäischer Öffentlichkeit.
3. FORSCHUNGSDESIGN: Hier wird der methodische Ansatz der Grounded Theory und der qualitativen Inhaltsanalyse dargelegt sowie das Vorgehen bei der Datenerhebung beschrieben.
4. ERGEBNISSE DER ANALYSE: In diesem Hauptteil werden die aus dem Datenmaterial gewonnenen Kategorien zum Staatsbesuch, zur Krise in Griechenland und zur allgemeinen Berichterstattung interpretierend dargestellt und diskutiert.
5. ZUSAMMENFASSUNG: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet das Ausmaß der festgestellten Europäisierungstendenzen in der deutschen Presse.
Europäisierung, Europäische Öffentlichkeit, Staatsschuldenkrise, Inhaltsanalyse, Grounded Theory, Medien, Politische Kommunikation, Legitimation, Printmedien, Europäische Union, Griechenland, Staatsbesuch, Agenda-Setting, Qualitative Forschung, Presseberichterstattung.
Die Arbeit analysiert die Europäisierung der deutschen EU-Berichterstattung während der europäischen Staatsschuldenkrise am Beispiel eines konkreten Staatsbesuchs.
Die zentralen Felder umfassen die Rolle der Massenmedien in der Politik, theoretische Modelle der europäischen Öffentlichkeit und die empirische Untersuchung nationaler Medienberichterstattung.
Ziel ist es zu untersuchen, wie sich Europäisierung in der aktuellen Staatsschuldenkrise durch die mediale Berichterstattung manifestiert.
Die Arbeit nutzt die Methode der qualitativen Inhaltsanalyse in Anlehnung an die Grounded Theory.
Der Hauptteil präsentiert die Ergebnisse der Analyse, unterteilt in die Bereiche Staatsbesuch, Krise in Griechenland und die allgemeine mediale Darstellung, sowie eine methodische Diskussion.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Europäisierung, Inhaltsanalyse, Staatsschuldenkrise und politische Kommunikation charakterisieren.
Dieser Besuch dient als Fallbeispiel, da er hohe politische Brisanz für die europäische Finanzkrise aufweist und eine starke Resonanz in der Berichterstattung erzeugte.
Der Autor stellt fest, dass die Berichterstattung stark national geprägt bleibt und eine umfassende europäische Debatte weitgehend fehlt, womit die Medien derzeit eher ein Hindernis als einen Motor darstellen.
Die Analyse zeigt, dass deutsche Medien stark nationale Akteure und Perspektiven priorisieren, was die Europäisierung der öffentlichen Debatte erschwert.
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