Masterarbeit, 2013
102 Seiten, Note: 1,4
1 Einleitung
1.1 Fragestellung und Ziel der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Von Kosten und Nutzen des ÖPNV
2.1 Zur Beziehung von Einzelhandel und Verkehr
2.2 Finanzierung des ÖPNV in Deutschland
2.3 Drittnutzen des ÖPNV
3 Konzepte der Drittnutzerfinanzierung-Beispiele aus der Praxis
3.1 Nahverkehrsabgabe
3.2 Der fahrscheinfreie ÖPNV
3.3 City-Maut
3.4 Transit Oriented Development
3.5 Drittnutzerbeteiligungen in Deutschland
3.6 Zwischenfazit
4 Der ÖPNV aus Sicht des Einzelhandels
4.1 Untersuchungsdesign
4.1.1 Das leitfadengestützte Experteninterview
4.1.2 Auswahl der Interview-Partner
4.2 Der Stellenwert des ÖPNV im Einzelhandel
4.3 Perspektiven des innerstädtischen Einzelhandels
4.4 Perspektiven des Einzelhandels in randstädtischen Lagen
4.4.1 Das Beispiel „real,-“ in Krefeld
4.4.2 Das Beispiel „dodenhof“ in Kaltenkirchen
4.4.3 Das Beispiel „Ikea“
4.5 Perspektiven des Einzelhandels im ländlichen Raum
4.5.1 Der Maadbus in Wadern
4.5.2 Das Projekt WLAB
4.5.3 Der KombiBus in der Uckermark
4.6 Eine weitere Perspektive- Die Sicht der potenziellen Kunden
4.7 Diskussion der Ergebnisse
5 Zusammenfassung
6 Fazit und Ausblick
7 Quellenverzeichnis
7.1 Literaturverzeichnis
7.2 Liste der Kontaktpersonen (siehe Anhang)
Die Masterarbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen dem Einzelhandel und dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Das primäre Ziel ist die Identifizierung der Faktoren, unter denen Einzelhändler bereit sind, sich finanziell an ÖPNV-Maßnahmen zu beteiligen, sowie die Analyse der Wahrnehmung des ÖPNV als Standortfaktor.
2.1 Zur Beziehung von Einzelhandel und Verkehr
Der Handel und der Verkehr können als zwei Bereiche der Wirtschaft betrachtet werden, deren Strukturen sowie deren Entwicklungen eng miteinander verbunden sind (Achen, 2008, S. 9). Der Begriff Handel beschreibt allgemein „die wirtschaftliche Tätigkeit des Austauschs von Gütern zwischen Wirtschaftssubjekten auf dem Weg der Güter von der Produktion bis zum Konsum bzw. der Güterverwendung“ (Leser, 2005b, S. 333). Für das Funktionieren des Handels und somit des Austausches von Waren ist immer eine Form von Mobilität notwendig, aus der wiederum Verkehr resultiert (Gather et al, 2008, S. 25). Der Verkehr kann dabei einerseits durch den Transport der Waren, aber auch durch die Mobilität der Mitarbeiter und der Kunden des Handels erzeugt werden. Weiterhin besteht eine interdependente Beziehung zwischen der Standortwahl des Einzelhandels und dem Verkehrsverhalten hinsichtlich des Wegezweckes „Einkauf“ (Achen, 2008, S. 9 f). Da demnach von einem engen, aber durchaus komplexen Zusammenhang zwischen dem innerstädtischen Verkehr, der Attraktivität der Innenstadt und dem Erfolg des innerstädtischen Handels gesprochen werden kann, widmet sich dieses Kapitel zunächst der Untersuchung des Verkehrsverhaltens im Hinblick auf den Einzelhandel und den Wegezweck Einkauf.
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz des ÖPNV als Standortfaktor ein, thematisiert das Problem der Unterfinanzierung und definiert die Forschungsfragen sowie Hypothesen.
2 Von Kosten und Nutzen des ÖPNV: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Beziehung zwischen Handel und Verkehr, die Finanzierungsstrukturen des deutschen ÖPNV und den durch diesen generierten Drittnutzen für verschiedene Akteure.
3 Konzepte der Drittnutzerfinanzierung-Beispiele aus der Praxis: Es werden unterschiedliche Finanzierungsmodelle wie Nahverkehrsabgaben, City-Maut oder Transit Oriented Development vorgestellt und kritisch anhand von In- und Auslandsbeispielen bewertet.
4 Der ÖPNV aus Sicht des Einzelhandels: Im empirischen Teil wird mittels Experteninterviews und Fallstudien untersucht, wie Einzelhändler den ÖPNV wahrnehmen und unter welchen Umständen eine Bereitschaft zur Co-Finanzierung besteht.
5 Zusammenfassung: Das Kapitel fasst die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit zusammen und validiert die eingangs aufgestellten Hypothesen.
6 Fazit und Ausblick: Diese abschließende Betrachtung diskutiert die Notwendigkeit gesetzlicher Grundlagen und zukünftiger Forschungsansätze für die Einbindung der Privatwirtschaft in die ÖPNV-Finanzierung.
Einzelhandel, ÖPNV, Standortfaktor, Drittnutzerfinanzierung, Verkehrsverhalten, Nahverkehrsabgabe, Transit Oriented Development, Stadtentwicklung, Finanzierungsmodell, Mobilitätswandel, Infrastruktur, Experteninterview, Kundenpotenzial, Standortwahl, Infrastrukturfinanzierung.
Die Arbeit analysiert die wechselseitige Beziehung zwischen dem Einzelhandel und dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) unter dem Aspekt, ob und wann Unternehmen bereit sind, sich an dessen Finanzierung zu beteiligen.
Zentrale Themen sind die theoretische Verknüpfung von Einzelhandel und Verkehrsfluss, die Analyse aktueller ÖPNV-Finanzierungsmodelle sowie die empirische Untersuchung der Händlerperspektive in verschiedenen Lagen.
Das Ziel ist es, die Faktoren zu identifizieren, die eine "Wertschätzung" des ÖPNV durch den Handel in eine konkrete "Zahlungsbereitschaft" für ÖPNV-Maßnahmen überführen können.
Die Arbeit kombiniert eine Literaturrecherche zu den theoretischen Grundlagen mit einer qualitativen empirischen Studie, die auf leitfadengestützten Experteninterviews basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufbereitung des Spannungsfeldes Einzelhandel-Verkehr sowie eine empirische Untersuchung, die Perspektiven des innerstädtischen, randstädtischen und ländlichen Einzelhandels beleuchtet.
Wichtige Fachbegriffe sind "Drittnutzerfinanzierung", "Standortfaktor", "Modal Split", "Value Capture" und "städtebauliche Verträge".
Ikea dient als zentrales Fallbeispiel, da das Unternehmen an verschiedenen Standorten freiwillig in ÖPNV-Infrastruktur (z.B. Haltestellen oder Stadtbahnverlängerungen) investiert hat, was untypisch für den Einzelhandel ist.
Ja, die Arbeit zeigt, dass die Bedeutung des ÖPNV stark mit der Größe und Dichte einer Stadt korreliert; während in Metropolen der ÖPNV hohe Priorität hat, dominieren in kleinen Gemeinden ländlicher Räume andere Faktoren.
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