Masterarbeit, 2013
91 Seiten, Note: 2,1
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1. Einleitung
1.1 Vorstellung des Forschungsgegenstandes
1.2 Begrifflichkeiten
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Politische Kommunikation allgemein
2.2 Politische Kommunikation im Internet
2.2.1 Das Modell der deliberativen Demokratie im Kontext von Facebook
2.2.2 Wandel der Kommunikation = Mehr Demokratie
2.3 Die spezifischen Merkmale von Facebook
2.3.1 Geschichte und Traditionen
2.3.2 Funktionen
2.3.3 Nutzungsmotive
2.3.4 Ansprüche
2.3.5 Spezifische Möglichkeiten für Spitzenpolitiker
2.4 Macht zum Mitmachen? – Fazit der Theorie
3. Forschungsstand
4. Methodisches Vorgehen
4.1 Auswahl der Methode
4.2 Spezifikum Online-Analyse
5. Eingrenzung und Präzisierung der Forschungsfrage
5.1 Konkretisierung
5.2 Bestandsaufnahme
5.3 Die Leitfragen
5.3.1 Dimension 1: Quantitative Nutzung und Resonanz
5.3.2 Authentizität
5.3.3 Dimension 3: Selbstdarstellung
5.3.4 Dimension 4: Politikdidaktik
5.3.5 Dimension 5: Diskursivität
5.3.6 Sprachliche Gestaltung
6. Beantwortung der Forschungsfragen und Analyse
6.1 Quantitative Nutzung und Resonanz
6.1.1 Zwischenfazit 1: Quantitative Nutzung und Resonanz
6.2 Dimension 2: Authentizität
6.2.1 Zwischenfazit 2: Authentizität
6.3 Dimension 3: Selbstdarstellung
6.3.1 Zwischenfazit 3: Selbstdarstellung
6.4 Dimension 4: Politikdidaktik
6.4.1 Zwischenfazit 4: Politikdidaktik
6.5 Dimension 5: Diskursivität
6.5.1 Zwischenfazit 5: Diskursivität
6.6 Dimension 6: Sprachliche Gestaltung
6.6.1 Zwischenfazit 6: Sprachliche Gestaltung
7. Fazit und Ausblick
Diese Masterarbeit untersucht, in welcher Art und Weise hochrangige deutsche Politiker der Bundestagsparteien das soziale Netzwerk Facebook nutzen. Ziel ist es, zu analysieren, ob und wie diese Akteure die interaktiven Potenziale von Facebook für die politische Kommunikation ausschöpfen, wie sie ihre Profile gestalten und ob sie durch ihr Handeln eine authentische sowie diskursive Kommunikation fördern.
2.3.1 Geschichte und Traditionen
Seinen Ursprung hat das soziale Netzwerk Facebook in den USA. Es ist mittlerweile das weltweit größte Netzwerk und überragt damit andere Angebote wie Twitter. Zu ähnliche Angebote werden durch Facebook geradezu einverleibt und zur Bedeutungslosigkeit degradiert. Beispielhaft dafür stehen die Niedergänge der Communities Myspace oder StudiVZ.
Der damalige Student der Havard-University, Mark Zuckerberg, entwickelte Facebook im Jahr 2004 als reines Studenten-Netzwerk. Zwei Jahre später öffnete es sich für das gesamte Publikum. Entsprechend der Tradition als Community für Studierende sind die Nutzer mit dem größten Anteil junge Menschen. Mittlerweile jedoch öffnet sich das Angebot immer weiter in Richtung der Gesamtbevölkerung. Was Bernadette Kneidinger in ihrem Standardwerk über das Netzwerk bereits 2010 konstatierte („So ist es die Gruppe der über 30-Jährigen, die mittlerweile die stärksten Wachstumsraten aufweisen“), hat sich heute, drei Jahre später, noch verstärkt.
Mit der Popularisierung von Facebook gehen kontroverse Debatten rund um das Thema Datenschutz einher. Dies gilt insbesondere für den Diskurs im deutschsprachigen Raum, in dem der Datenschutz eine große Bedeutung hat und oft von politischer Tragweite ist. Die Diskussionen beziehen sich vor allem auf den Umgang von Facebook mit privaten Daten der Nutzer, die den Kern des Netzwerkes darstellen. Zwar ist die Struktur eines jeden Profils gleich, doch durch – zumeist – private Informationen und Mitteilungen erhält ein Profil erst Individualität. Facebook wurde als private Community gegründet, nicht als gewerbliche Plattform zur Darstellung für Unternehmen oder politische Akteure. Diese Tradition lässt sich in der kulturellen Praxis der Facebook-Nutzung deutlich wieder erkennen.
Darüber hinaus ist die Internetseite von jeher nicht nur ein Angebot der Selbstdarstellung, in dem Nutzer sich in ihrem Profil der Öffentlichkeit (oder einem bestimmten Freundeskreis) präsentieren können, sondern ein Mittel der aktiven Kommunikation, mit dem sich Studenten über den Campus und einzelne Universitäten hinaus austauschen konnten.
1. Einleitung: Vorstellung des Forschungsgegenstandes und der relevanten Begrifflichkeiten für die Analyse der Facebook-Nutzung durch Spitzenpolitiker.
2. Theoretischer Hintergrund: Darstellung der Grundlagen politischer Kommunikation, des Modells der deliberativen Demokratie und der spezifischen Merkmale von Facebook als Medium.
3. Forschungsstand: Überblick über existierende Studien und theoretische Debatten zur politischen Kommunikation im Internet und in sozialen Netzwerken.
4. Methodisches Vorgehen: Erläuterung der Inhaltsanalyse als geeignete Methode zur Untersuchung der Online-Inhalte und Spezifizierung der Analyse-Parameter.
5. Eingrenzung und Präzisierung der Forschungsfrage: Konkretisierung der übergeordneten Fragestellung in sechs inhaltliche Dimensionen und Festlegung des Untersuchungsrahmens.
6. Beantwortung der Forschungsfragen und Analyse: Detaillierte Untersuchung der zwölf Politiker-Profile anhand der sechs Dimensionen, inklusive der Auswertung von Aktivität, Authentizität, Selbstdarstellung und Diskursivität.
7. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Diskussion der Potenziale für zukünftige Forschung im Bereich politischer Online-Kommunikation.
Facebook, politische Kommunikation, Spitzenpolitiker, Online-Netzwerk, deliberative Demokratie, Authentizität, Selbstdarstellung, Politikvermittlung, Diskursivität, Web 2.0, Online-Inhaltsanalyse, politische Mobilisierung, Parteien, digitale Kommunikation, Netzgemeinde
Die Arbeit untersucht, wie deutsche Spitzenpolitiker das soziale Netzwerk Facebook nutzen, um mit Bürgern zu kommunizieren, sich darzustellen und politische Inhalte zu vermitteln.
Zentral sind die Untersuchung der Art und Weise der Kommunikation, die Prüfung der Authentizität der Profile, die Analyse von Selbstdarstellungsstrategien sowie die Frage nach der Diskursförderung durch Politiker.
Das Ziel ist es, zu ermitteln, inwieweit die normativen Potenziale von Facebook für eine deliberative Demokratie von deutschen Spitzenpolitikern in der Praxis tatsächlich erkannt und ausgeschöpft werden.
Die Arbeit nutzt die Methode der Inhaltsanalyse, um systematisch die Beiträge und Profilgestaltungen der untersuchten Politiker auf Facebook zu erfassen und zu interpretieren.
Im Hauptteil werden die Profile von zwölf ausgewählten Spitzenpolitikern anhand von sechs Dimensionen analysiert, die von quantitativer Nutzung über Authentizität bis hin zur sprachlichen Gestaltung reichen.
Wichtige Begriffe sind Facebook, politische Kommunikation, Authentizität, Diskursivität, Selbstdarstellung und Politikvermittlung.
Angela Merkel erzielt durch ihre hohe allgemeine Bekanntheit die mit Abstand höchste Anzahl an Likes, zeigt aber eine eher selektive und repräsentative Strategie, bei der die eigene Person stark im Mittelpunkt steht.
Die Analyse zeigt, dass die Mehrheit der Profile maßgeblich durch PR-Mitarbeiter gepflegt wird, wobei eine hohe persönliche Beteiligung der Politiker selbst eher selten und meist nur bei wenigen Individuen erkennbar ist.
Dieser Vorwurf bezieht sich darauf, dass viele Politiker Facebook primär als einseitigen Distributionskanal für Wahlplakate und offizielle Bekanntmachungen nutzen, anstatt den interaktiven, diskursiven Charakter des Netzwerks zu fördern.
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