Diplomarbeit, 2012
63 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Effizienzbetrachtung aus Sicht der Agenturtheorie
2.1 Abgrenzung des technischen Effizienzbegriffes
2.2 Charakterisierung von Auftragsbeziehungen in der Agenturtheorie
2.3 Agenturprobleme und ihre Effizienzwirkung
2.3.1 Hidden action
2.3.2 Hidden characteristics
2.3.3 Hidden information
2.3.4 Hidden intentions
2.4 Lösungsansätze zur Reduzierung der Probleme
2.4.1 Abbau von Informationsasymmetrien
2.4.1.1 Vor Vertragsabschluss
2.4.1.2 Nach Vertragsabschluss
2.4.2 Harmonisierung der Zielkonflikte
2.4.2.1 Anreizgestaltung und ihre Probleme
2.4.2.2 Freiwillige Maßnahmen des Agenten
2.5 Agenturkosten als heuristisches Optimalitätskriterium
2.5.1 Das Entscheidungskalkül des Prinzipals
2.5.2 Bedeutung der Agenturkosten für die technische Effizienz
3. Kritische Betrachtung der Agenturtheorie vor dem Hintergrund der Effizienzbewertung
4. Fazit
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen von Prinzipal-Agent-Beziehungen auf die technische Effizienz in Unternehmen, mit dem Ziel, durch die Analyse grundlegender, auf dem Kostenkalkül basierender Erkenntnisse der Agenturtheorie, technische Ineffizienzen in Auftragsbeziehungen aufzudecken und zu erklären.
2.3.1 Hidden action
Der Prinzipal steht bei dieser Form der Informationsasymmetrie vor dem Problem, wie er die Qualität der Auftragsdurchführung bewerten und im Vertrag angemessen berücksichtigen kann. Man spricht von „hidden action“, wenn die delegierte Aufgabe aufgrund verborgener Aktivitäten des Agenten ausschließlich über das Handlungsergebnis beurteilt werden. Es handelt sich um ein endogenes Problem, das sich auf die Verhaltensweisen des Agenten nach Vertragsschluss bezieht. Die Anstrengungen des Agenten zur Erzielung der beobachteten Resultate können entweder nicht vollständig beobachtet werden oder eine derartige Beobachtung wäre mit prohibitiven Kosten verbunden.
1. Einleitung: Dieses Kapitel motiviert die Themenstellung durch die zunehmende Bedeutung von Delegationsentscheidungen und die daraus resultierenden Interessenkonflikte in Prinzipal-Agent-Beziehungen.
2. Effizienzbetrachtung aus Sicht der Agenturtheorie: Das Hauptkapitel erarbeitet die theoretischen Grundlagen, klassifiziert verschiedene Agenturprobleme, diskutiert Lösungsmechanismen und beleuchtet die Rolle von Agenturkosten für die Effizienz.
3. Kritische Betrachtung der Agenturtheorie vor dem Hintergrund der Effizienzbewertung: Hier erfolgt eine Auseinandersetzung mit den methodischen Annahmen und Grenzen der Agenturtheorie, insbesondere hinsichtlich der empirischen Operationalisierbarkeit.
4. Fazit: Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und resümiert die Eignung der Agenturtheorie zur Erklärung technischer Ineffizienzen.
Prinzipal-Agent-Theorie, Auftragsbeziehungen, technische Effizienz, Informationsasymmetrie, Hidden Action, Hidden Characteristics, Agenturkosten, Anreizgestaltung, Vertragsgestaltung, Moral Hazard, Adverse Selection, Effizienzbewertung, Ressourcenverbrauch, Monitoring, Signalling.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Ineffizienzen, die durch Interessenkonflikte und Informationsasymmetrien in Prinzipal-Agent-Beziehungen innerhalb von Unternehmen entstehen.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung der Agenturtheorie, die Klassifikation von Agenturproblemen, Ansätze zur Harmonisierung von Zielen sowie die Bewertung dieser Probleme anhand von Agenturkosten.
Das Ziel ist es, technische Ineffizienzen, die aus der Delegation von Aufgaben resultieren, auf Basis agenturtheoretischer Modelle aufzudecken, zu analysieren und zu erklären.
Die Arbeit nutzt die agenturtheoretische Modellbildung sowie eine literaturgestützte theoretische Analyse, um die Auswirkungen von Vertragsgestaltungen auf die Effizienz zu untersuchen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Differenzierung technischer Effizienz, die systematische Analyse verschiedener Informationsasymmetrien, die Prüfung von Lösungsmechanismen sowie eine kritische Reflexion des agenturtheoretischen Ansatzes.
Die zentralen Schlagworte sind Prinzipal-Agent-Theorie, Informationsasymmetrie, technische Effizienz, Agenturkosten, Hidden Action und Moral Hazard.
Während bei "Hidden Action" die Handlungen des Agenten nach Vertragsschluss nicht beobachtbar sind, bezieht sich "Hidden Characteristics" auf verborgene Eigenschaften des Agenten, die bereits vor Vertragsschluss existieren.
Agenturkosten dienen in der Arbeit als heuristisches Kriterium, um die Vorteilhaftigkeit verschiedener Vertragsgestaltungen im Vergleich zu einem idealen Zustand zu bewerten.
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