Magisterarbeit, 2013
131 Seiten, Note: 1,0
1. Ausgangsbetrachtungen
1.1. Was sind Bewertungsportale? – Gedanken zur Definition
1.2. Die Entwicklung des Internets und seiner Dienste
1.2.1. Vom ARPANET zum Internet
1.2.2. Dienste im Internet
1.2.3. Ausbreitung und Nutzung des Internets
1.3. Vom World Wide Web zum Web 2.0
1.4. Handel und Internet
1.5. Zur Nutzung von Bewertungsportalen
1.5.1. Nutzung als „Frage des Vertrauens“
1.5.2. Klassifikation von Bewertungsportalen
2. Kaufentscheidungsprozesse und Käuferverhalten
2.1. Verschiedene Arten von Kaufentscheidungen
2.2. Zum Kaufentscheidungsprozess
2.2.1. Die Rolle des Involvements
2.2.2. Zum Risikobegriff
2.2.3. Der Kaufentscheidungsprozess nach Hofbauer
2.2.4. Zur Theorie der kognitiven Dissonanz
2.2.5. Urteils- oder Kaufheuristiken
2.3. Konsumentenverwirrtheit
3. Überblick Bewertungsportale
3.1. Die unterschiedlichen Kategorien von Bewertungsportalen
3.1.1. Allgemeine Bewertungsportale (Hybride)
3.1.1.1. Beispiele Ciao.de, Dooyoo.de und Yopi.de
3.1.1.2. Bewertungssuche und Abgabe auf allgemeinen Bewertungsportalen
3.1.1.3. Kritikpunkte
3.1.2. Spezialisierte Bewertungsportale
3.1.2.1. Holidaycheck.de
3.1.2.2. Weisse-Liste.de
3.1.2.3. Personenbewertungsportale
3.1.3. Lokale / Mobile Bewertungsportale
3.1.4. Transaktionsbegleitende Bewertungssysteme
3.2. Rechtliche Aspekte
4. Zwei Sichten: Käufer und Verkäufer
4.1. Neue Macht der Konsumenten?
4.2. Neue Chancen für Verkäufer
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit analysiert den Themenkomplex der Bewertungsportale im Internet, um deren aktuelle Bedeutung, Funktionsweise und Potenziale im Rahmen von Konsumenten-Kaufentscheidungen und Unternehmensstrategien aufzuzeigen. Dabei liegt der Fokus darauf, das Vertrauen der Nutzer in Online-Quellen zu untersuchen und rechtliche Rahmenbedingungen sowie die Auswirkungen auf das Käuferverhalten zu erörtern.
1. Ausgangsbetrachtungen
Bewertungsportal – Dieser Begriff ist mit verschiedenen Konnotationen belegt - abhängig vom Gesprächspartner. Der geneigte ‚Online-Shopper‘ schätzt die Portale als zusätzliche Informationsquelle und Entscheidungshilfe auf immer vielfältigeren Märkten, Verkäufer sahen lange Zeit sehr skeptisch auf diese neuen ‚Online-Pranger-Portale‘. Denn hier besteht die Gefahr, dass binnen kurzer Zeit ein sorgsam gepflegtes Image durch negative Nutzermeinungen, die noch dazu meist anonym und somit in der Vorstellung der Allgemeinheit ungeniert und aus niederen Beweggründen abgegeben werden, ruiniert wird. Mancher Verbraucher sieht in den Portalen auch die Möglichkeit schlechte Produkte und Dienstleistungen abzustrafen. Da das Internet aber in Zeiten des Web 2.0 und E-Commerce auch aus Sicht der Unternehmen immer wichtiger wird, sei es als Verkaufs- oder auch als Werbeplattform, kann dieser Trend nicht ignoriert werden. Begriffe wie ‚Word-of-Mouth‘, Empfehlungsmarketing und Mundpropaganda beschäftigen die Marketingexperten, Juristen befassen sich mit den rechtlichen Aspekten und Nutzer freuen sich über die neue Transparenz, sind aber vielleicht auch überfordert von all der Vielfalt der Informationen.
Blickt man zurück in die 90er Jahre des letzten Jahrtausends, stellt man fest: So lange der Aspekt der öffentlichen Bewertung von Produkten und Dienstleistungen durch eine breite Öffentlichkeit, sogar rund um die Uhr abrufbar noch neu war, dachte jeder, der sich näher mit dieser Idee befasste: Das ist die Zukunft, da macht jeder mit! Nun, einige Jahre später herrscht in dieser Hinsicht vielleicht so etwas wie Ernüchterung vor. So revolutionär, wie zunächst gedacht, scheint diese Entwicklung nun nicht geworden zu sein. Man könnte es vielleicht als eine stille Revolution mit einigen lauten Zwischentönen (man denke an einige juristische Auseinandersetzungen um Bewertungsportale, die in der Presse Beachtung fanden) bezeichnen. Heute gehören diese Portale, zumindest für einige Nutzergruppen, wie noch gezeigt werden wird, zur Normalität. Eine Vielzahl unterschiedlicher Portale kommt jedes Jahr hinzu.
1. Ausgangsbetrachtungen: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, definiert Bewertungsportale und beleuchtet die historische Entwicklung des Internets vom wissenschaftlichen Netzwerk zum Massenmedium.
2. Kaufentscheidungsprozesse und Käuferverhalten: Hier werden psychologische Aspekte wie Involvement, Risikoempfinden, kognitive Dissonanz und Konsumentenverwirrtheit im Kontext von Kaufprozessen analysiert.
3. Überblick Bewertungsportale: In diesem Kapitel erfolgt eine detaillierte Klassifizierung und Analyse verschiedener Bewertungsportal-Kategorien inklusive einer Untersuchung der rechtlichen Rahmenbedingungen.
4. Zwei Sichten: Käufer und Verkäufer: Dieser Abschnitt gegenüberstellt die Perspektiven von Konsumenten und Anbietern, um Synergien und Herausforderungen des Empfehlungsmarketings aufzuzeigen.
5. Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Bereich der Online-Bewertungen.
Bewertungsportale, Internet, E-Commerce, Kaufentscheidung, Käuferverhalten, Web 2.0, Vertrauen, Glaubwürdigkeit, Konsumentenverwirrtheit, Online-Recherche, Mundpropaganda, Empfehlungsmarketing, Nutzergenerierte Inhalte, Recht, Datenschutz.
Die Arbeit befasst sich mit der Situation und Entwicklung von Bewertungsportalen im Internet, untersucht deren Rolle im Kaufentscheidungsprozess von Konsumenten und beleuchtet die Chancen und Risiken für alle beteiligten Akteure.
Zentrale Themen sind die Internetentwicklung, das Konsumentenverhalten (Involvement, Risikobegriff), die Klassifikation von Bewertungsportalen, Vertrauensfragen und die rechtliche Bewertung von Online-Kritiken.
Das Ziel ist es, einen Überblick über den aktuellen Stand und die Relevanz von Bewertungsportalen zu geben sowie Potenziale für die Zukunft aufzuzeigen, wobei ein besonderer Fokus auf dem Spannungsfeld zwischen Konsumentenmacht und Anbieterinteressen liegt.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer deskriptiven Untersuchung aktueller Bewertungsplattformen anhand konkreter Beispiele aus dem deutschen Markt.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen des Käuferverhaltens, eine detaillierte Klassifizierung der Bewertungsportale (allgemein, spezialisiert, lokal/mobil, transaktionsbegleitend) sowie eine ausführliche Erörterung der rechtlichen Aspekte.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bewertungsportale, Online-Kaufentscheidung, Vertrauen, User-Generated-Content und Konsumentenverhalten geprägt.
Allgemeine Portale (Hybride) decken eine breite Palette an Produkten ab, während spezialisierte Portale sich auf bestimmte Branchen oder Nischen wie Tourismus, Arztbewertungen oder Bildungsangebote konzentrieren.
Negative Bewertungen können laut der Untersuchung Kunden vom Kauf abhalten, bieten Unternehmen jedoch gleichzeitig die Chance zur Qualitätsverbesserung und zur Steigerung der Transparenz durch einen direkten Dialog mit den Kunden.
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