Fachbuch, 2006
68 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung und Aufbau
2. DRG - ein neues Vergütungssystem
3. Die Kostenrechnung im Krankenhaus
3.1. Rechtliche Grundlagen
3.2. Die Prozesskostenrechnung – allgemein
3.3. Die Prozesskostenrechnung im Krankenhaus
4. Die Einführung und Umsetzung der Prozesskostenrechnung im KKH Stollberg
4.1. Die Strukturdaten des Kreiskrankenhauses Stollberg
4.2. Datenquellen und -grundlagen
4.3. Methodisches Vorgehen
5. Schlussbetrachtungen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, den Nutzen und die praktische Umsetzbarkeit einer DRG-orientierten Prozesskostenrechnung in einem Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung aufzuzeigen, um eine verursachungsgerechte Steuerung medizinischer Leistungen zu ermöglichen.
Die Prozesskostenrechnung – allgemein
Ein vieldiskutiertes Controllinginstrument ist mit der Prozesskostenrechnung und dem sich darauf aufbauenden Prozesskostenmanagement entwickelt worden. Dieses Tool einer Prozesskostenrechnung ist auf breiter Basis einsetzbar und nicht – wie andere – an Größenrestriktionen, Softwarekonzepten u.ä. gebunden. Es stellt in den meisten Fällen ein „add-on“ zu den bisherigen Rechnungskonzepten dar.
Aufgrund der Unzufriedenheit mit den üblichen Verfahren der Gemeinkostenallokation über Fertigungslöhne wurde in den U.S.A. die Prozesskostenrechnung entwickelt. Die dominierende Zielsetzung der Prozesskostenrechnung liegt in der Steigerung der Kostentransparenz in den Gemeinkostenbereichen und der verursachungsgerechten Verteilung der Gemeinkosten auf die Produkte. Die Prozesskostenrechnung ist somit ein Ansatz der Kostenverrechnung, der die Gemeinkosten auf der Basis von Aktivitäten (Prozessen, Activities), die das Unternehmensgeschehen abbilden, versucht in die Produktionskalkulation einzubringen.
Synonymhaft werden für die Prozesskostenrechnung auch „Vorgangskostenrechnung“, „Prozessorientierte Kostenrechnung“ und „Aktivitätsorientierte Kostenrechnung“ verwandt, denen die amerikanischen Begriffe in der Literatur „Activity-Based Costing“, „Activity-Based Cost System“, „Activity-Based Systems“, „Transaction Costing“ und „Transaction-related Costing System“ nahe liegen, wobei das „Activity-Based Costing“ der Prozesskostenrechnung im Deutschen am nächsten liegen dürfte.
1. Einleitung: Beschreibt die Herausforderungen für Krankenhäuser durch Gesundheitsreformen und die Notwendigkeit betriebswirtschaftlicher Steuerungsinstrumente.
2. DRG - ein neues Vergütungssystem: Erläutert das Diagnosis Related Groups System, seine Entstehung, gesetzliche Grundlage und Auswirkungen auf die Krankenhaussteuerung.
3. Die Kostenrechnung im Krankenhaus: Diskutiert rechtliche Rahmenbedingungen sowie die methodische Adaption der Prozesskostenrechnung für das Krankenhauswesen.
4. Die Einführung und Umsetzung der Prozesskostenrechnung im KKH Stollberg: Detaillierte Darstellung der Implementierung unter Verwendung vorhandener Datenquellen am Beispiel des Kreiskrankenhauses Stollberg.
5. Schlussbetrachtungen: Reflektiert die Ergebnisse der Prozesskostenrechnung als Steuerungsinstrument und betont die strategische Relevanz für eine effiziente Krankenhausführung.
Prozesskostenrechnung, Krankenhaus, DRG, Controlling, Kostenträgerrechnung, Kostenmanagement, Fallpauschalen, MDC-Gruppe 07, Prozessanalyse, Kostentreiber, Gemeinkosten, Wirtschaftlichkeit, Leistungserfassung, Klinikmanagement, KKH Stollberg
Die Arbeit behandelt die Implementierung einer Prozesskostenrechnung in einem Krankenhaus, um trotz der regulatorischen Vorgaben des DRG-Systems eine wirtschaftlich effiziente Steuerung zu ermöglichen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Kostenrechnung im Gesundheitswesen, der Analyse von Behandlungsprozessen und der Optimierung der Erlössituation mittels präziser Kostentransparenz.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie eine Prozesskostenrechnung als effektives Steuerungsinstrument in einem Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung aufgebaut werden kann.
Es wird ein praxisorientierter Ansatz gewählt, der theoretische Grundlagen der Prozesskostenrechnung mit einer konkreten Fallstudie am Kreiskrankenhaus Stollberg verbindet.
Der Hauptteil befasst sich mit der methodischen Vorgehensweise, der Identifikation von Kostentreibern sowie der Anwendung auf die MDC-Gruppe 07 (H) am KKH Stollberg.
Prozesskostenrechnung, DRG, Krankenhausmanagement, Controlling, Fallpauschalen und Kostentransparenz sind zentrale Begriffe.
Die EDV ist essenziell, da sie auf Basis von Systemen wie SAP und speziellen Modulen zur Leistungs- und Kostenerfassung die notwendige Datenbasis für die Prozessmodellierung liefert.
Die Herausforderung liegt in der Komplexität und Individualität der medizinischen Leistungen, die im Gegensatz zu standardisierten Industrieprodukten eine aufwendige Tätigkeitsanalyse erfordern.
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