Magisterarbeit, 2001
132 Seiten, Note: sehr gut
Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)
I. Prolog
II. Leben und Wirken Pierre Teilhards de Chardin
III. Das Denken Pierre Teilhards de Chardin
1 Die Beweggründe eines theologischen Neuansatzes bei Teilhard de Chardin
2 Teilhards Abkehr von der neuscholastischen Metaphysik
3 „Die Schöpfung ist Einigung aus der Vielheit“
4 Die Liebe als Krönung der kosmischen Kraft
5 Teilhards Schlußfolgerungen aus der Unio Creatrix
6 Die Frage nach der Unsterblichkeit des Geistes
7 Teilhards christologische Schau
8 Teilhards Weltdeutung
IV. Die zwei Hauptwerke Pierre Teilhards de Chardin
1 Der Mensch im Kosmos (Le Phénomène humain)
1.1 „Die Innenseite der Dinge“
1.2 „Die Schwelle der Reflexion“
1.3 „Die Persönlichkeit in und durch die Personalisierung“
1.4 „Die Mutation in der Evolution“
1.5 „Die Schicht des menschlichen Geistes“
1.6 „Die Entdeckung der Evolution“
1.7 Die Bedeutung der Naturwissenschaften
1.8 „Die Konvergenz des Persönlichen und der Punkt Omega“
1.9 „Die Organisation der Forschung“
1.10 „Das Phänomen des Christentums“
2 Das göttliche Milieu (Le Milieu divin) - Ein Entwurf des inneren Lebens
2.1 „Die Vergöttlichung des Tuns“
2.2 „Die Vergöttlichung des Erleidens“
2.3 „Die christliche Askese“
2.4 „Das göttliche Milieu“
V. Epilog
Die vorliegende Arbeit untersucht das Denken des Jesuiten und Paläontologen Pierre Teilhard de Chardin, insbesondere sein Bestreben, eine Synthese zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Evolution und dem christlichen Glauben zu schaffen. Ziel ist es aufzuzeigen, wie Teilhard durch die Einbeziehung der Materie und des kosmischen Prozesses in das theologische Weltbild eine Brücke zwischen Wissenschaft und Glaube schlägt.
I. Prolog
Das Herz der Materie (Le coeur de la matière), Teilhards autobiographische Skizze, ist auch das Herzstück seiner Schriften. Nach seiner Auffassung resultierten die gegenwärtigen Krisen der Menschheit aus einem zutiefst gestörten Verhältnis der Menschen zur Natur. Diese würde aus materialistischen und spiritualistischen Motiven ausgebeutet, ja selbst der Mensch als Teil der Natur würde sich dadurch selbst zugrunde richten. Die einzige Rettung der Menschheit bestünde in der Rückbesinnung auf die Ehrfurcht vor den Geheimnissen der Natur, die ja auch den Menschen hervorgebracht habe. Aus der Überzeugung, im Herzen der Materie schlage das Herz eines Gottes, baute Teilhard eine Brücke zwischen Wissenschaft und Glauben, Mensch und Materie. Diese Einheit war ihm zeitlebens ein Herzensbedürfnis.
I. Prolog: Eine Einführung in Teilhards Lebensaufgabe, die Harmonie zwischen Wissenschaft und Glauben herzustellen.
II. Leben und Wirken Pierre Teilhards de Chardin: Darstellung seines Lebensweges zwischen seiner Tätigkeit als Paläontologe und seiner Berufung als Jesuitenpriester.
III. Das Denken Pierre Teilhards de Chardin: Analyse seiner metaphysischen und theologischen Ansätze zur Interpretation der Evolution und des Sinns des Lebens.
IV. Die zwei Hauptwerke Pierre Teilhards de Chardin: Eine vertiefte Untersuchung von "Der Mensch im Kosmos" und "Das göttliche Milieu" als zentrale Säulen seines Denkens.
V. Epilog: Ein resümierender Ausblick auf das Lebenswerk Teilhards und seine Bedeutung als Vermittler zwischen Moderne und Religion.
Pierre Teilhard de Chardin, Evolution, Wissenschaft, Glaube, Materie, Geist, Kosmogenese, Noosphäre, Punkt Omega, Christogenese, Menschwerdung, Liebe, Theologie, Paläontologie, Inkarnation.
Die Diplomarbeit befasst sich mit dem Lebenswerk und Denken von Pierre Teilhard de Chardin und seinem Versuch, Naturwissenschaft und Theologie in einer gemeinsamen Schau zu vereinen.
Zu den Kernbereichen zählen die evolutionäre Entwicklung des Menschen, die Rolle des Geistes in der Materie, die Bedeutung des Christentums in einer evolutiven Weltsicht sowie die Verbindung von persönlichem Glauben und wissenschaftlicher Forschung.
Das Ziel ist die Darstellung von Teilhards Brückenschlag zwischen der modernen Naturwissenschaft und dem christlichen Glauben, um die Harmonie zwischen natürlicher und übernatürlicher Ordnung aufzuzeigen.
Die Arbeit nutzt eine philologisch-philosophische Analyse von Teilhards Hauptwerken, Briefen und Essays, um sein "kosmisches Evolutionsgebäude" systematisch zu rekonstruieren.
Im Hauptteil werden schwerpunktmäßig seine zwei Hauptwerke, "Der Mensch im Kosmos" und "Das göttliche Milieu", analysiert und seine grundlegenden Konzepte wie "Noosphäre" und "Punkt Omega" erläutert.
Die wichtigsten Begriffe sind Evolution, Christogenese, Punkt Omega, Noosphäre, Synthese von Glauben und Wissen sowie der kosmische Christus.
Teilhard betrachtet das Übel nicht als strukturellen Defekt, sondern als unvermeidliches Nebenprodukt des Werdens und des "Spiels der großen Zahlen" innerhalb eines sich organisierenden Universums auf dem Weg zur Vollendung.
Teilhard geriet durch seine evolutionistische Weltanschauung und seine Interpretation der Erbsünde in Konflikt mit der damaligen neuscholastischen Theologie und der offiziellen kirchlichen Lehrmeinung, was schließlich zu Sanktionen und Publikationsverboten führte.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

