Bachelorarbeit, 2013
103 Seiten, Note: 1,0
1 Relevanz des Lebensmodells der Doppelkarrierepaare
2 Doppelkarrierepaare
2.1 Begriffsabgrenzung Doppelkarrierepaare
2.2 Verbreitung von Doppelkarrierepaaren in Deutschland
3 Potenziale der Vereinbarkeit von Familie und Beruf
3.1 Betriebswirtschaftliche Potenziale
3.2 Familieninterne Potenziale
4 Analyse der (Nicht-)Ermöglichung von Doppelkarrierepaaren
4.1 Gesellschaftliche Ebene
4.1.1 Wandel im Rollenbild
4.1.2 Rollenkonflikte und geschlechtstypische Probleme
4.1.3 Vorurteile und Umfeld der Doppelkarrierepaare
4.2 Betriebliche Ebene
4.2.1 Klassifikation von Doppelkarrierepaaren aus betrieblicher Perspektive
4.2.2 Wahrnehmung von Doppelkarrierepaaren und Unterstützungsangebote
4.2.3 Mobilitätsaspekte hinsichtlich Arbeitszeit und Arbeitsort
4.2.4 Entsendung und Versetzung von Doppelkarriere-MitarbeiterInnen
4.2.5 Kinderbetreuung
4.2.6 Karriereunterbrechung und Wiedereinstieg von Doppelkarriere-Frauen
4.2.7 Unternehmenskultur und Vorgesetzte
4.3 Familiäre Ebene
4.3.1 Wissenschaftliche Ansätze zu Doppelkarrierepaaren
4.3.2 Alter der Partner
4.3.3 Berufsfelder der Doppelkarriere-Partner
4.3.4 Familiäre Situation und Organisation des Lebensmodells
5 Empirischer Teil
5.1 Beschreibung der Erhebungsmethoden
5.1.1 Das Leitfadeninterview als ExpertInneninterview
5.1.2 Die schriftliche Befragung
5.2 Durchführung
5.3 Ergebnisse der Untersuchung
5.3.1 Ergebnisse der Experteninterviews
5.3.2 Ergebnisse der schriftlichen Befragung
6 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, inwieweit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Doppelkarrierepaare mit Kindern durch die bestehenden gesellschaftlichen, betrieblichen und familiären Rahmenbedingungen ermöglicht wird, und welche Herausforderungen dabei bestehen.
4.1.2 Rollenkonflikte und geschlechtstypische Probleme
Doppelkarrierepaare können eine Vielzahl an Rollen wahrnehmen. Dadurch sind sie für Rollenkonflikte prädestiniert. Schon zu Beginn der Forschung schrieben Rapoport und Rapoport: „Critical career transitions, as well as family transitions such as the birth of a child, can reactivate this dilemma“. Damit zeigten sie auf, dass vormals überdeckte Rollenkonflikte, besonders in Situationen des Wandels, wieder offenbart werden können.
Weiterhin geht Streich davon aus, dass Doppelkarriere-Partner häufig eine Führungsposition bekleiden, was an deren Karriereorientierung liegen könnte. Dadurch können Rollenkonflikte entstehen, die auf das vielfältige Rollenspektrum von Führungskräften zurückzuführen sind. Auch wenn Streich seine Ausführungen auf männliche Führungskräfte bezieht, so sind diese auf Frauen übertragbar. Berücksichtigt werden müsste aber, dass Frauen in Führungspositionen und mit Familie, wahrscheinlich durch die Doppelbelastung, ein noch größeres Rollenspektrum haben. Abbildung 3 zeigt, dass die Führungskraft (Manager) verschiedenen Rollenerwartungen entsprechen muss. Er ist im Berufsbereich Kollege, Führungskraft, Unterstellter und im Privatbereich Freund, Vater und Lebenspartner bzw. Ehemann. Noch viele weitere Rollen sind denkbar, z.B. wenn im Privatbereich Vereinstätigkeiten ausgeübt werden. Rollenkonflikte entstehen, wenn unterschiedliche Rollenerwartungen konkurrieren oder sich gegenseitig ausschließen. Im Arbeitsumfeld sind dies beispielsweise die hohe zeitliche Belastung, Zeitdruck und ein Übermaß an Sachaufgaben. Im Privatbereich tragen konträre Forderungen, Einstellungen und Erwartungen der Familie bzw. des Freundeskreises dazu bei, dass die Führungskraft Rollenkonflikten ausgesetzt ist.
1 Relevanz des Lebensmodells der Doppelkarrierepaare: Einführung in das Thema vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels sowie Darlegung der Zielsetzung der Arbeit.
2 Doppelkarrierepaare: Begriffsabgrenzung des Doppelkarrieremodells und ein Überblick über dessen Verbreitung in Deutschland.
3 Potenziale der Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Idealtypische Darstellung der betriebswirtschaftlichen und familieninternen Vorteile, die durch eine gelungene Vereinbarkeit erzielt werden können.
4 Analyse der (Nicht-)Ermöglichung von Doppelkarrierepaaren: Detaillierte Untersuchung der gesellschaftlichen, betrieblichen und familiären Rahmenbedingungen, die das Lebensmodell begünstigen oder erschweren.
5 Empirischer Teil: Beschreibung der angewandten Methoden (Experteninterviews und schriftliche Befragung) sowie Auswertung und Darstellung der gewonnenen Ergebnisse.
6 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der wichtigsten Erkenntnisse und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und notwendige politische sowie betriebliche Maßnahmen.
Doppelkarrierepaare, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Rollenkonflikte, Betriebswirtschaftliche Potenziale, Familienfreundlichkeit, Unternehmenskultur, Kinderbetreuung, Karriereunterbrechung, Wiedereinstieg, Geschlechterrollen, Arbeitszeitflexibilisierung, Dual-Career-Management, Akademikerpaare, Personalpolitik, Work-Life-Balance.
Die Arbeit analysiert das Lebensmodell von Doppelkarrierepaaren mit Kindern und untersucht, unter welchen Rahmenbedingungen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der heutigen Gesellschaft möglich ist.
Die Analyse konzentriert sich auf drei Hauptebenen: die gesellschaftliche Ebene (Rollenbilder, Konflikte), die betriebliche Ebene (Förderprogramme, Unternehmenskultur) und die familiäre Ebene (Organisation, Alterskonstellationen).
Das primäre Ziel ist es, den Handlungsspielraum von Doppelkarrierepaaren aufzuzeigen und zu ermitteln, welche begünstigenden und erschwerenden Faktoren die Verwirklichung dieses Lebensmodells beeinflussen.
Es handelt sich um eine Kombination aus einer theoretischen Literaturanalyse und einem empirischen Teil, bestehend aus qualitativen Experteninterviews sowie einer standardisierten schriftlichen Befragung.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die Darstellung der Potenziale für Unternehmen und Familien sowie die detaillierte Analyse der beeinflussenden Rahmenfaktoren auf den drei genannten Ebenen.
Die Schlüsselwörter, darunter Doppelkarrierepaare, Work-Life-Balance und Karriereunterbrechung, spiegeln die zentralen Spannungsfelder zwischen beruflicher Ambition und familiärer Verantwortung wider.
Wie die Arbeit zeigt, ist dies oft die "Schwachstelle". Paare nutzen ein Bündel an Möglichkeiten wie betriebsnahe Betreuung, private Dienste, Unterstützung durch Großeltern oder flexible Arbeitszeitmodelle.
Die Unternehmenskultur ist entscheidend, da nur eine ergebnisorientierte Kultur, die Familienfreundlichkeit nicht nur als Schlagwort, sondern als gelebte Praxis versteht, die Potenziale dieser hochqualifizierten Mitarbeitergruppe langfristig ausschöpfen kann.
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