Diplomarbeit, 2011
87 Seiten, Note: 2,3
Diese Arbeit untersucht die vom Baseler Ausschuss vorgeschlagenen Messmethoden für operationelle Risiken in Banken. Sie beschreibt die Methoden deskriptiv und analysiert kritisch ihre Anwendbarkeit und Sinnhaftigkeit bezüglich des Risikoverständnisses und der daraus abzuleitenden aufsichtsrechtlichen Abbildung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Frage, ob und wie Banken ihre Eigenkapitalunterlegung beeinflussen können und ob Größenvorteile entstehen.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der operationellen Risiken in Banken ein und hebt deren zunehmende Bedeutung sowohl aus aufsichtsrechtlicher als auch ökonomischer Sicht hervor. Sie stellt die Problematik der komplexen Erfassung und Bewertung operationeller Risiken im Vergleich zu Markt- und Kreditrisiken dar und benennt das Ziel der Arbeit: die kritische Auseinandersetzung mit den vom Baseler Ausschuss vorgeschlagenen Messmethoden und deren Auswirkungen auf die Risikovorsorge und den Wettbewerb im Bankensektor. Beispiele wie die Barings Bank und die Société Générale verdeutlichen die potenziellen Folgen unzureichenden Risikomanagements.
2. Begriffliche Grundlagen von Risiko: Dieses Kapitel analysiert den Begriff „Risiko“ aus verschiedenen betriebswirtschaftlichen Perspektiven. Es unterscheidet zwischen ex-ante und ex-post Betrachtungsweisen und konzentriert sich auf die für die Risikomessung relevante ex-post Sichtweise von Risiko als mögliche negative Abweichung von einer Erwartung. Der Unterschied zwischen materiellem und formalem Risiko wird erläutert, wobei der Fokus auf dem formalen Risiko liegt, da dieses für die Messung operationeller Risiken besonders relevant ist.
3. Kategorisierung von Risiken in Banken: Dieses Kapitel beschreibt die Kategorisierung von Bankrisiken gemäß den Eigenkapitalrichtlinien des Baseler Ausschusses (Markt-, Kredit- und operationelle Risiken). Es erläutert die einzelnen Risikokategorien, insbesondere die operationellen Risiken, welche in interne (Personal-, Prozess-/Struktur-, System-/Technologierisiken) und externe Risiken unterteilt werden. Die Kapitel verdeutlicht die Komplexität und Vielschichtigkeit der operationellen Risiken und ihre Abgrenzung zu anderen Risikokategorien.
4. Verfahren zur Identifikation operationeller Risiken: Dieses Kapitel beschreibt verschiedene Verfahren zur Identifikation operationeller Risiken, darunter Risikoinventuren, Schadensfalldatenbanken (interne und externe), Simulationsansätze (Szenarioanalysen, Szenariotrichter) und Frühwarnsysteme. Es unterstreicht die Bedeutung eines umfassenden Risikomanagementprozesses und die Herausforderungen bei der Identifikation und Abgrenzung operationeller Risiken von anderen Risikotypen.
5. Quantifizierungsmethoden für operationelles Risiko: Dieses Kapitel analysiert verschiedene Quantifizierungsmethoden für operationelle Risiken, unterteilt in Top-Down (Basisindikatoransatz und Standardansatz) und Bottom-Up (Operational Value-at-Risk und Conditional Operational Value-at-Risk) Ansätze. Es werden die jeweiligen Methoden detailliert beschrieben, ihre Stärken und Schwächen kritisch bewertet und die Auswirkungen auf die Eigenkapitalunterlegung und den Wettbewerb diskutiert. Die Kapitel bezieht sich auf die Ergebnisse der „Results from the 2008 Loss Data Collection Exercise for Operational Risk“ (LDCE).
Operationelle Risiken, Banken, Risikomessung, Baseler Ausschuss, Eigenkapital, Kapitalanforderungen, Basisindikatoransatz (BIA), Standardansatz (STA), Advanced Measurement Approach (AMA), Operational Value-at-Risk (OpVaR), Conditional Operational Value-at-Risk (COVaR), Risikomanagement, Value-at-Risk (VaR), Loss Data Collection Exercise (LDCE).
Das Dokument befasst sich umfassend mit den vom Baseler Ausschuss vorgeschlagenen Messmethoden für operationelle Risiken in Banken. Es analysiert diese Methoden deskriptiv und kritisch hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit und Sinnhaftigkeit, unter Berücksichtigung des Risikoverständnisses und der aufsichtsrechtlichen Abbildung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Einfluss auf die Eigenkapitalunterlegung und dem Auftreten von Größenvorteilen.
Das Dokument deckt folgende Themen ab: Begriffsklärung von Risiko und operationellem Risiko, Kategorisierung und Abgrenzung operationeller Risiken im Bankensektor, Verfahren zur Identifikation operationeller Risiken, kritische Analyse von Quantifizierungsmethoden (Top-Down und Bottom-Up), Auswirkungen der Risikomessung auf die Eigenkapitalunterlegung und den Wettbewerb.
Kapitel 1 (Einleitung): Einführung in die Thematik der operationellen Risiken, Hervorhebung ihrer Bedeutung, Darstellung der Problematik ihrer Erfassung und Bewertung, Zielsetzung der Arbeit (kritische Auseinandersetzung mit den Baseler Messmethoden).
Kapitel 2 (Begriffliche Grundlagen von Risiko): Analyse des Begriffs „Risiko“ aus verschiedenen betriebswirtschaftlichen Perspektiven, Unterscheidung von ex-ante und ex-post Betrachtungsweisen, Fokus auf Risiko als negative Abweichung von einer Erwartung.
Kapitel 3 (Kategorisierung von Risiken in Banken): Beschreibung der Kategorisierung von Bankrisiken nach den Baseler Eigenkapitalrichtlinien (Markt-, Kredit- und operationelle Risiken), detaillierte Erläuterung der operationellen Risiken (interne und externe).
Kapitel 4 (Verfahren zur Identifikation operationeller Risiken): Beschreibung verschiedener Verfahren zur Identifikation operationeller Risiken (Risikoinventuren, Schadensfalldatenbanken, Simulationsansätze, Frühwarnsysteme).
Kapitel 5 (Quantifizierungsmethoden für operationelles Risiko): Analyse verschiedener Quantifizierungsmethoden, unterteilt in Top-Down (Basisindikatoransatz und Standardansatz) und Bottom-Up (Operational Value-at-Risk und Conditional Operational Value-at-Risk) Ansätze; detaillierte Beschreibung, kritische Bewertung der Stärken und Schwächen, Auswirkungen auf Eigenkapitalunterlegung und Wettbewerb. Bezugnahme auf die Ergebnisse der „Results from the 2008 Loss Data Collection Exercise for Operational Risk“ (LDCE).
Das Dokument analysiert detailliert den Basisindikatoransatz (BIA), den Standardansatz (STA), den Operational Value-at-Risk (OpVaR) und den Conditional Operational Value-at-Risk (COVaR).
Operationelle Risiken, Banken, Risikomessung, Baseler Ausschuss, Eigenkapital, Kapitalanforderungen, Basisindikatoransatz (BIA), Standardansatz (STA), Advanced Measurement Approach (AMA), Operational Value-at-Risk (OpVaR), Conditional Operational Value-at-Risk (COVaR), Risikomanagement, Value-at-Risk (VaR), Loss Data Collection Exercise (LDCE).
Die Barings Bank und die Société Générale werden als Beispiele für die potenziellen Folgen unzureichenden Risikomanagements genannt.
Dieses Dokument ist relevant für Wissenschaftler, Studenten, Bankangestellte, Aufsichtsbehörden und alle anderen, die sich mit operationellen Risiken im Bankensektor befassen.
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