Diplomarbeit, 2011
62 Seiten, Note: 90/100
1 Einleitung
2 Entstehung der Strukturierten Produkte
2.1 Die Anfänge der Derivate
2.2 Durchbruch der Strukturierten Produkte
3 Strukturierte Produkte auf einen Blick
3.1 Was sind Strukturierte Produkte?
3.2 Für wen eignen sich Strukturierte Produkte?
3.3 Wer emittiert Strukturierte Produkte?
3.4 Produktkategorien/-typen
3.4.1 SVSP Swiss Derivative Map©
3.4.2 Kapitalschutz
3.4.3 Renditeoptimierung
3.4.4 Partizipation
3.4.5 Hebelprodukte ohne oder mit Knock-Out
4 Die Finanzkrise und ihre Folgen für Strukturierte Produkte
4.1 Beginn der Finanzkrise
4.2 Auswirkungen auf Strukturierte Produkte
4.2.1 Vorurteil: Strukturierte Produkte haben die Finanzkrise ausgelöst
4.2.2 Vorurteil: Strukturierte Produkte sind gefährlich
4.2.3 Vorurteil: Strukturierte Produkte sind intransparent und teuer
4.2.4 Vorurteil: Strukturierte Produkte sind zu komplex
5 Änderungen nach der Finanzkrise
5.1 Emittentenbonität
5.1.1 Bonitätsratings
5.1.2 Credit Spreads
5.1.3 Kernkapitalquote
5.2 COSI – Pfandbesicherte Zertifikate
5.3 PMMI - Payoff Market Making Index
5.4 Risikokennzahl "Value at Risk"
5.5 Fazit über die Änderungen nach der Finanzkrise
6 Beachtenswertes beim Kauf von Strukturierten Produkten
6.1 Verständnis durch Beratung
6.2 Marktmeinung
6.3 Diversifikation
7 Kernvorteile von Strukturierten Produkten
7.1 Jede Marktmeinung kann abgebildet werden
7.2 Für jedes Anlegerprofil das passende Produkt
7.3 Zugang zu allen Anlageklassen
7.4 Hohe Liquidität
8 Die Zukunft der Strukturierten Produkte
9 Strukturierte Produkte bei der Regiobank Solothurn AG
9.1 Vergangenheit
9.2 Aktuell
9.3 Zukunft
9.4 Fazit
10 Schlussfolgerungen
10.1 Zusammenfassung
10.2 Kritische Würdigung
10.3 Persönliches Fazit
Die Arbeit verfolgt das Ziel, Anlegern ein umfassendes Verständnis für die Welt der strukturierten Produkte zu vermitteln. Angesichts von Vorurteilen und der Komplexität dieser Instrumente soll die Praxisarbeit dazu beitragen, Strukturierte Produkte transparent zu machen, ihre Chancen und Risiken aufzuzeigen und zu klären, ob sie als unverzichtbares Anlageinstrument für verschiedene Anlegerprofile geeignet sind.
3.1 Was sind Strukturierte Produkte?
Die Frage „Was sind Strukturierte Produkte?“ ist gerechtfertigt. Eine genaue Definition für den Begriff „Strukturierte Produkte“ gibt es nicht. Die meistverwendete Umschreibung bezeichnet Strukturierte Produkte als eine eigenständige Produktgruppe, die aus der Kombination eines Basiswertes und einem derivativen Finanzinstrument besteht.
Basiswerte können Waren und Finanzwerte aller Art sein. Folgende Basiswerte sind typisch für Strukturierte Produkte: Aktien, Obligationen, Indizes, Devisen, Zinsen, Rohstoffe, Edelmetalle.
Neben der Unterscheidung der Basiswerte, ist auch die Anzahl der Basiswerte relevant. Dies kann ein einziger Basiswert, ein Basket (mehrere Basiswerte zusammengefasst) oder sogar ein Index sein.
Der zweite Baustein bei einer Konstruktion von Strukturierten Produkten sind derivative Finanzinstrumente (Derivate). Diese Komponenten prägen die Eigenschaften des gesamten Instrumentes entscheidend mit. Derivate sind Finanzkontrakte, deren Preise sich von einem zugrunde liegenden Basiswert ableiten lassen. Das typische Merkmal für solche Derivate ist ein Hebeleffekt, mit dem ein Anleger überproportional stark an Kursschwankungen des Basiswertes partizipieren kann. Je nach Eigenschaften des Derivat kann der Hebeleffekt bei steigendem wie auch bei sinkendem Kurs des Basiswertes positive Auswirkungen auf ein Produkt haben.
Durch die Kombination dieser beiden Bausteine können massgeschneiderte Produktlösungen entwickelt werden. Es ist möglich, nahezu für jede Markterwartung (aufwärts, seitwärts, sinkend) und jedes Risikoprofil (konservativ, ausgewogen, aggressiv) ein spezifisches Produkt herzustellen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der strukturierten Produkte als Anlageklasse ein und erläutert die zentrale Rolle der Wissensvermittlung für das Vertrauen der Anleger.
2 Entstehung der Strukturierten Produkte: Dieses Kapitel behandelt die historische Entwicklung von den ersten Derivatgeschäften bis hin zum Durchbruch der strukturierten Produkte in den 1990er Jahren.
3 Strukturierte Produkte auf einen Blick: Hier werden die Grundbausteine, Basiswerte und die fünf Hauptkategorien gemäß der SVSP Swiss Derivative Map© detailliert definiert.
4 Die Finanzkrise und ihre Folgen für Strukturierte Produkte: Das Kapitel analysiert den Einbruch der Branche durch die Finanzkrise und widerlegt verschiedene Vorurteile gegenüber diesen Produkten.
5 Änderungen nach der Finanzkrise: Es werden wichtige Neuerungen wie Emittentenratings, die Pfandbesicherung COSI und der PMMI vorgestellt, die zu einer Transparenzsteigerung beitragen sollen.
6 Beachtenswertes beim Kauf von Strukturierten Produkten: Dieses Kapitel beleuchtet die Bedeutung von Beratung, Marktmeinung und Diversifikation für eine erfolgreiche Investition.
7 Kernvorteile von Strukturierten Produkten: Die Arbeit fasst die Vorteile wie Flexibilität, Liquidität und die Abbildbarkeit unterschiedlicher Marktmeinungen zusammen.
8 Die Zukunft der Strukturierten Produkte: Hier wird der Ausblick auf weitere Innovationen und die zunehmende Bedeutung von maßgeschneiderten Produktlösungen gewährt.
9 Strukturierte Produkte bei der Regiobank Solothurn AG: Eine Untersuchung zur aktuellen Situation und dem Entwicklungspotenzial strukturierter Produkte innerhalb einer regionalen Bank.
10 Schlussfolgerungen: Das Kapitel bietet eine kritische Würdigung der Arbeit und ein abschließendes Fazit zum hohen Stellenwert strukturierter Produkte für Anleger.
Strukturierte Produkte, Derivate, Basiswerte, Emittentenrisiko, Finanzkrise, SVSP, Kapitalschutz, Renditeoptimierung, Partizipation, Hebelprodukte, COSI, PMMI, Value at Risk, Diversifikation, Anlageberatung.
Die Praxisarbeit bietet eine fundierte Analyse über Strukturierte Produkte, ihre Entwicklung und ihren heutigen Stellenwert in der Schweizer Finanzwelt.
Die Schwerpunkte liegen auf der Funktionsweise strukturierter Produkte, der Aufarbeitung der Finanzkrise, den daraus resultierenden Transparenzmaßnahmen und der praktischen Anwendung in der Anlageberatung.
Das Ziel ist es, dem Leser vom Neueinsteiger bis zum Spezialisten ein tieferes Verständnis für die Welt der strukturierten Produkte zu geben und mit Vorurteilen aufzuräumen.
Die Arbeit stützt sich auf eine Kombination aus Literaturrecherche, der Auswertung von Marktdaten (z.B. der SNB) sowie einer empirischen Einordnung innerhalb der Regiobank Solothurn AG.
Der Hauptteil gliedert sich in die Produktkategorisierung, die Analyse der Krisenfolgen, die Vorstellung neuer Sicherheitsmechanismen wie COSI und Ratschläge für den Kauf dieser Instrumente.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Strukturierte Produkte, Transparenz, Risikomanagement, SVSP und Anlegernutzen beschreiben.
Es handelt sich um eine standardisierte Produktklassifizierung, die vom Schweizerischen Verband für Strukturierte Produkte geschaffen wurde, um für mehr Übersicht und Vergleichbarkeit zu sorgen.
COSI (Collateral Secured Instruments) reduziert das Emittentenrisiko, indem der Emittent bei der SIX Swiss Exchange ein Pfand in Höhe des ausstehenden Produkts hinterlegen muss.
Der PMMI dient Anlegern als Transparenzinstrument, um die Qualität der Market-Making-Leistungen der verschiedenen Emittenten hinsichtlich Preisstellung und Liquidität zu vergleichen.
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