Bachelorarbeit, 2013
48 Seiten, Note: 1,7
I Einleitung
1 Problemstellung und Zielsetzung
2 Gang der Untersuchung
II Grundlagen
1 Definition von Begrifflichkeiten
a) Risikocontrolling
b) Kreditprüfung
c) Kreditüberwachung
2 Gesetzliche Verpflichtungen für laufende Kreditgeschäfte
III Kreditüberwachung
1. Funktionen der Kreditüberwachung
a) Informationsfunktion
b) Sicherungsfunktion
2 Überwachungsbereiche und –anlässe
IV Identifikation von Krisenunternehmen
1 Gründe und Ziele
2 Frühwarnsysteme und –verfahren
V Behandlung von Unternehmen in der Krise
1 Handlungsalternativen
a) Stillhalten
b) Begleitung der Sanierung
c) Kündigung
d) Risikoüberwälzung und Verkauf
2 Auswahl der Handlungsalternativen
VI Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit analysiert die Kreditüberwachung im Kontext des bankinternen Risikocontrollings. Ziel ist es, die Prozesse nach der Kreditgewährung zu untersuchen, um negative Entwicklungen bei Kreditnehmern frühzeitig zu identifizieren und geeignete Handlungsalternativen zur Risikominimierung aufzuzeigen.
a) Sicherungsfunktion
Der wichtigste Aspekt der Kreditüberwachung ist die Sicherungsfunktion, die eine Verhütungs- und Beseitigungswirkung entfaltet. Im Vordergrund der Sicherungsfunktion steht die Minimierung des aktiven Kreditrisikos. Durch ein frühzeitiges Erkennen und Wahrnehmen der Abweichung zwischen der Prognose und dem tatsächlichen Kreditverlaufs soll ein möglicher Schaden verhütet werden. Die festgestellten Abweichungen sollen dann anschließend durch entsprechende Maßnahmen beseitigt werden.34 Die Verhütungswirkung bezieht sich auf den gesamten Überwachungsprozess und ist die primär eintretende Wirkung. Die Behütungswirkung hingegen bezieht sich auf einzelne und unplanmäßig verlaufende Geschäfte und tritt ex-post ein, d.h. erst nach einer festgestellten Abweichung. Dieser Vorgang hat ebenfalls eine psychologische Wirkung. Der Kreditnehmer muss im Falle einer Abweichung bei einer funktionstüchtigen Kreditüberwachung mit der Beseitigungswirkung rechnen. Dies kann evtl. zu einer Verhaltensänderung bei den Kreditnehmern führen. Der Kreditnehmer ist, verglichen zur Bank, in der Regel früher in der Lage eine negative Entwicklung zu prognostizieren. So könnte er sich in wichtigen Entscheidungssituationen mit erwarteten Schwierigkeiten persönlich veranlasst sehen, sich mit der Bank in Verbindung zu setzen und die Bank über die erwarteten Schwierigkeiten zu informieren. Das Maximum wäre erreicht, wenn ein potentieller Kreditnehmer gänzlich auf eine Kreditanfrage verzichtet, weil er aus naheliegenden Gründen mit einer intensiven Kreditüberwachung rechnet.35
I Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung von Kreditinstituten als Finanzintermediäre ein und umreißt die Problemstellung der Kreditüberwachung sowie den methodischen Aufbau der Arbeit.
II Grundlagen: Es werden zentrale Begrifflichkeiten wie Risikocontrolling, Kreditprüfung und Kreditüberwachung definiert sowie die gesetzlichen Anforderungen (insb. KWG und MaRisk) für laufende Kreditgeschäfte dargelegt.
III Kreditüberwachung: Dieses Kapitel erläutert die Informations- und Sicherungsfunktion sowie die verschiedenen Überwachungsbereiche (Einzel- und Gesamtkreditengagement) zur aktiven Steuerung von Kreditrisiken.
IV Identifikation von Krisenunternehmen: Der Fokus liegt hier auf Frühwarnsystemen und -verfahren, die dazu dienen, drohende Unternehmensrisiken durch quantitative und qualitative Indikatoren frühzeitig zu erkennen.
V Behandlung von Unternehmen in der Krise: Dieses Kapitel beschreibt vier Handlungsalternativen (Stillhalten, Sanierung, Kündigung, Risikotransfer) für Institute, um bei Krisen von Kreditnehmern ökonomisch rationale Entscheidungen zu treffen.
VI Zusammenfassung und Ausblick: Eine kritische Synthese der Ergebnisse sowie eine Reflexion über die zukünftige Bedeutung der laufenden Kreditüberwachung für die Stabilität des Finanzsektors.
Kreditüberwachung, Risikocontrolling, Kreditrisiko, Kreditprüfung, Frühwarnsystem, Sanierungskredit, Risikomanagement, KWG, MaRisk, Bonitätsrisiko, Kreditausfall, Insolvenzprävention, Kreditgeschäft, Forderungsmanagement, Finanzintermediäre.
Die Arbeit befasst sich mit der Kreditüberwachung als zentralem Bestandteil des bankbetrieblichen Risikocontrollings und untersucht, wie Banken ihre Kreditengagements nach der Kreditvergabe steuern.
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Risikobegriffen, die gesetzliche Regulierung (KWG/MaRisk), Instrumente zur Risikofrüherkennung und Strategien im Umgang mit notleidenden Kreditnehmern.
Das Ziel ist die Analyse der Kreditüberwachungsprozesse, um Kreditausfallrisiken durch frühzeitiges Gegenlenken zu minimieren und eine ökonomisch rationale Entscheidungsgrundlage bei Krisen zu schaffen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer deskriptiven Darstellung bankbetrieblicher Prozesse und regulatorischer Anforderungen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Begriffe, die operative Ausgestaltung der Kreditüberwachung sowie die praxisnahe Identifikation von Krisenunternehmen und deren Behandlung.
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Kreditüberwachung, Risikocontrolling, Frühwarnsysteme, Sanierungskredite und die regulatorischen Mindestanforderungen (MaRisk) definiert.
Während die Kreditprüfung vor der Kreditvergabe die Bonität bewertet, dient die Kreditüberwachung der fortlaufenden Beobachtung des Kreditengagements während der gesamten Laufzeit.
Die Sicherungsfunktion minimiert das aktive Kreditrisiko durch Verhütung und Beseitigung möglicher Schäden, was nicht nur das Institut schützt, sondern auch negative volkswirtschaftliche Auswirkungen reduziert.
Anlassbezogene Überwachung erfolgt bei konkreten Kundenanfragen (z.B. Krediterhöhung), während die nicht anlassbezogene Überwachung permanent und EDV-gestützt durch Frühwarnsysteme durchgeführt wird.
Ein geeigneter Indikator muss eindeutig, frühzeitig verfügbar, zeitnah durch den Berater erfassbar und unter Kosten-Nutzen-Aspekten vertretbar sein.
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