Masterarbeit, 2011
191 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1. Theoretischer Hintergrund
1.2. Problem
1.3. Motivation
1.4. Vorgehensweise und Ziel der Arbeit
2. Theoretischer Hintergrund
2.1. Nachhaltigkeit
2.1.1. Historische, politische und gesellschaftliche Grundlagen
2.1.2. Fokus Substanzerhaltung
2.1.2.1. Konzept Wirtschaftsökologie
2.1.2.2. Konzept Salutogenese
2.1.3. Substanzerhaltung in Wissenschaft und Praxis
2.1.4. Spannungen und der Umgang damit
2.2. Personalmanagement
2.2.1. Einführung in unterschiedliche Perspektiven des Personalmanagements
2.2.2. Definition des Begriffs Personalmanagement
2.2.3. Entwicklungslinien des Personalmanagements
2.2.4. Personalmanagement in der Praxis - Funktionen und Aufgabenbereiche
2.2.5. Betriebliches Gesundheitsmanagement
2.2.5.1. Handlungsfelder im betrieblichen Gesundheitsmanagement
2.2.5.2. Gesundheit und Krankheit
2.2.5.3. Krankheitprävention und Gesundheitsförderung
2.2.6. Korrelation Personalmanagement und betriebl. Gesundheitsmanagement
2.3. Organisation Krankenhaus
2.3.1. Funktion und Aufgabe von Krankenhäusern
2.3.2. Struktur und Führung von Krankenhäusern
2.3.3. Konsequenzen des dynamischen Wandels in deutschen Krankenhäusern
2.3.4. Arbeitssituation medizinisch-pflegerischer Berufsgruppen
2.3.4.1. Ärzteschaft
2.3.4.2. Pflegekräfte
2.3.5. Herausforderung Personalressource
2.3.5.1. Ressourcenbasis Personalherkunft
2.3.5.2. Ressourcenbasis Mitarbeitergesundheit Pflege
2.3.5.3. Ressourcenbasis Mitarbeitergesundheit Ärzte
2.4. Implikationen
2.4.1. Nachhaltigkeit im Personalmanagement
2.4.2. Personalmanagement im Krankenhaus
2.4.2. Nachhaltigkeit im Krankenhaus
3. Methodische Vorgehensweise
3.1. Themenfindung
3.2. Auswahl der Interviewpartner
3.3. Methodische Vorgehensweise der Leitfadenerstellung und Reflexion
3.4. Reflexion der Rolle der Forscherinnen im Interview
3.5. Methodische Vorgehensweise der Auswertung
4. Auswertung
4.1. Interview: Richard Karl
4.2. Interview: Georg Kaiser und Stefan Hauptmann
4.3. Interview: Jasmin Wentel
4.4. Interview: Bastian Dröge
4.5. Interview: Dr. Doro Deich
4.6. Interview: Prof. Dr. Frieder Wortmann
5. Zusammenfassung, Kritik und Ausblick dieser Arbeit
5.1. Zusammenfassung von Substanzorientierung und Forschungsergebnisse
5.1.1. Ausgangslage
5.1.2. Forschungsergebnisse
(1) Aktualität von Personalmanagement in deutschen Krankenhäusern
(2) Krankenhaus und Gesundheitsförderung
(3) Wahrnehmung von Spannung zwischen Effizienz und Substanzorientierung
(4) Ausgang von Entscheidungsdilemmata in der Praxis
(5) Analyse der Mitarbeiterbasis
(6) Investition in Bildungseinrichtungen
(7) Krankenhaus im Zusammenspiel mit seiner Umwelt
(8) Substanzorientierung ist Chefsache
5.2. Prinzipien und Handlungsanweisungen
(1) Personalmanagement conducts Management
(2) Umgang mit Spannungen und Trade-offs
(3) Beobachtung von Entscheidungskriterien zugunsten von Substanzerhalt
(5) Begleitung von Führungskräften im Umgang mit Spannungen
(6) Analyse der knappen Ressourcenbasis
(7) Investition und Kooperation in Ausbildungseinrichtungen der Mitarbeiter
(8) Gesundheitsförderung
(9) Förderung gesunder Lebensbedingungen durch Kooperationen mit der Umwelt
(10) Förderung des Images der von Knappheit bedrohten Berufe
(11) Ressourcenpartnerschaften mit anderen Unternehmen
5.3. Kritik
5.4. Ausblick
Die Arbeit untersucht, wie deutsche Krankenhäuser neben Effizienzanforderungen auch Aspekte der Innovation, Effizienz und Substanzerhaltung nachhaltig in ihr Personalmanagement integrieren können, um den wachsenden Herausforderungen durch Fachkräftemangel und gesundheitliche Belastungen zu begegnen.
Substanzerientiertes Nachhaltigkeitsverständnis
Nachhaltigkeit als Substanzerhaltung konzentriert sich auf die Funktionsfähigkeit von Ressourcenquellen (Herkunft, Regenerations- und Reproduktionsbasis der jeweils benötigten Ressource). Erhalt und Entwicklung einer absolut knappen Ressourcenbasis ist rationales, ökonomisches Eigeninteresse des Unternehmens, das für neben effektivem und effizientem Wirtschaften Sorge getragen werden muss, um langfristig wirtschaften und als Unternehmen überleben zu können. Ziel ist der Erhalt, die Regeneration und Reproduktion der jeweils knappen materiellen (natürliche, humane Ressourcen) oder immateriellen (Vertrauen, Reputation etc.) Ressourcenbasis, indem auf einen langfristigen Ausgleich zwischen Ressourcenverbrauch und Ressourcennachschub fokussiert wird (Müller-Christ/Remer 1999; Müller-Christ 2001; Müller-Christ 2003b).
Die demografische Entwicklung in Deutschland bewirkt neben der Rohstoffknappheit eine drastische Knappheit aktueller und zukünftiger Mitarbeiter. Die existenten Mitarbeiter lassen in Leistungsqualität, Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft nach. Defizite im Bildungssystem, ungesunde Arbeitsbedingungen und höhere Erwartungen an Arbeitgeber, wie Karriereförderung und Work-Life-Balance stellen eine große Herausforderung an Unternehmen dar, ebenso wie der Verlust von Vertrauen (Dochtery et al. 2008; Zaugg et al. 2001; Kira 2002). Um eine dauerhafte Sicherung der Verfügbarkeit von Ressourcen zu erreichen und um die Fähigkeit der Unternehmensumwelten zu erhalten, diese Ressourcen bereit zu stellen, ist es wichtig, einen dauerhaften langfristigen Ressourcenzugang zu schaffen und auch langfristig die erforderliche Ressourcenqualität (Ausbildungsqualität von Mitarbeitern) zu gewährleisten (Ehnert 2009).
Dies wird verwirklicht durch die Kontrolle ökonomischen Handelns, welches die Erhaltung und Regeneration von Ressourcen be- oder verhindert und durch Investitionen in Ressourcennachschub, Ressourcenerhalt und -regeneration. Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen, Qualifikation von Mitarbeitern, Gesundheitsförderung, Rahmen für Work-Life-Balance und Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind praktische Schritte auf dem Weg zur Umsetzung (Müller-Christ/Remer 1999; Müller-Christ 2001; Ehnert 2009).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den theoretischen Hintergrund des Nachhaltigkeitsbegriffs, das Problem des Fachkräftemangels und die Motivation zur Untersuchung eines substanzorientierten Personalmanagements in Krankenhäusern.
2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert Nachhaltigkeit, erläutert die Grundkonzepte des Personalmanagements sowie des Gesundheitsmanagements und analysiert die spezifische Organisationsstruktur deutscher Krankenhäuser.
3. Methodische Vorgehensweise: Hier wird das qualitative Forschungsdesign vorgestellt, das auf leitfadengestützten Experteninterviews basiert und eine interpretative Auswertung zur Ableitung von Handlungsempfehlungen verfolgt.
4. Auswertung: In diesem zentralen Teil werden die geführten Experteninterviews transkribiert, interpretiert und hinsichtlich der Themen Nachhaltigkeit, Personalmanagement und Spannungsfelder im Krankenhausalltag analysiert.
5. Zusammenfassung, Kritik und Ausblick dieser Arbeit: Das Kapitel fasst die zentralen Forschungsergebnisse zusammen, reflektiert die methodische Herangehensweise und leitet konkrete Handlungsempfehlungen sowie Prinzipien für ein nachhaltiges Personalmanagement ab.
Nachhaltigkeit, Personalmanagement, Krankenhaus, Substanzerhaltung, Fachkräftemangel, Gesundheitsmanagement, Salutogenese, Organisationsentwicklung, Führungskräfteentwicklung, Arbeitsbelastung, Ressourcenmanagement, Mitarbeiterbindung, Work-Life-Balance, Strategische Personalplanung, Organisationskultur
Die Arbeit untersucht das Konzept der Nachhaltigkeit im Personalmanagement von deutschen Krankenhäusern, speziell unter dem Fokus der Substanzerhaltung von Mitarbeitern angesichts von Fachkräftemangel und hoher Arbeitsbelastung.
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Nachhaltigkeit, die Rolle des betrieblichen Gesundheitsmanagements, die spezifischen Anforderungen an die Personalressource im Krankenhaus sowie die Bewältigung von Spannungsfeldern zwischen Effizienz und Mitarbeiterorientierung.
Ziel ist es, Handlungsempfehlungen für Führungskräfte abzuleiten, wie durch eine substanzorientierte Unternehmensführung langfristig die Qualität und Verfügbarkeit der Ressource Personal gesichert werden kann.
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt. Grundlage bilden sechs leitfadengestützte Experteninterviews mit Personen aus dem deutschen Krankenhauswesen, die mithilfe einer hermeneutischen Textinterpretation ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Themenkomplexe Nachhaltigkeit, Personalmanagement und Organisationsstruktur sowie eine detaillierte empirische Auswertung der Experteninterviews.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Substanzerhaltung, Personalmanagement, Krankenhausorganisation, Gesundheitsförderung, Fachkräftemangel, Salutogenese und strategische Organisationsentwicklung.
Die Interviews zeigen, dass ein ständiger Druck auf das mittlere Management lastet, der oft zu Lasten der Mitarbeitergesundheit geht, da kurzfristige Kennzahlen priorisiert werden.
Die Arbeit betont, dass Substanzerhaltung „Chefsache“ ist. Führungskräfte tragen die Verantwortung, den notwendigen Spielraum zu schaffen, um auch gegen kurzfristige Effizienzziele eine nachhaltige Personalstrategie zu implementieren.
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