Masterarbeit, 2013
107 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielstellung
1.3 Wissenschaftliche Fragestellung
1.4 Methodik
1.5 Begriffe
2. Anschaulichkeit als didaktisches Prinzip
2.1 Anschauung und Erkenntnisbildung
2.2 Mittel der Veranschaulichung
3. Lehrfilm als didaktisches Medium
3.1 Allgemeine Überlegungen
3.2 Die Anschaulichkeit in Lehrfilmen
3.3 Funktionen des Lehrfilmes im Unterricht
3.4 Probleme beim Einsatz von Lehrfilmen im Unterricht
3.5 Auswahl von Filmen für den Unterricht
4. Sehen und Wahrnehmung von 3D
4.1 Physiologie des Sehens
4.2 Das Sehen in 3D
4.2.1 Kenngrößen des 3D-Sehens
4.2.2 Wahrnehmung von 3D
4.3 Sehfehler und resultierende Einschränkung
5. 3D-Filme im Unterricht
6. Produktion, Bearbeitung und Wiedergabe von 3D-Filmen
6.1 Grundregeln der 3D-Produktion
6.2 Bearbeitung von 3D-Filmen
6.2.1 Kodierung
6.2.2 3D-Videoformate
6.2.3 Berarbeitung des Filmmaterials
6.3 Technische Vorraussetzungen der Wiedergabe
6.3.1 3D-Darstellungsformate
6.3.2 Technische Systeme zur Darstellung von 3D-Inhalten
6.3.3 Weiterentwicklung der Bildschirme
6.3.4 Wiedergabemedium Blu-ray 3D
6.3.5 Probleme bei der Bildqualität von 3D
7. Konzeption des 3D-Filmes zum Thema Totalprothetik in Funktion
7.1 Hintergrund
7.1.1 Ziel
7.1.2 Bedingung der Nutzung
7.1.3 Ähnliche Produkte auf dem Markt
7.2 Analyse der Zielgruppe
7.2.1 Soziodemografische Merkmale
7.2.2 Vorwissen
7.2.3 Lernmotivation
7.2.4 Einstellungen und Erfahrungen
7.3 Fachliche Beschreibung der Lehrinhalte
7.4 Lehrziele
7.5 Einsatz des 3D-Filmes im Unterricht
8. Gestaltung und Entwicklung des 3D-Filmes
8.1 Gestaltung
8.2 Entwicklung
8.3 Reflexion der Produktion
9. Zusammenfassung und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Gestaltung und des Einsatzes von 3D-Filmen in der beruflichen Aus- und Weiterbildung im Fachbereich Zahntechnik. Die Arbeit analysiert, wie durch den Einsatz dreidimensionaler Lehrfilme ein tieferes Verständnis für komplexe berufliche Handlungssituationen, speziell bei der Totalprothetik in Funktion (TiF), erreicht werden kann.
1.1 Problemstellung
Jede unserer Erkenntnis beginnt mit den Sinnen. Leonardo da Vinci
3D ist eine Zahl-Buchstabe-Kombination, die sich derzeit in vielen Bereichen des all täglichen Lebens wieder findet. Angefangen vom Kino-, Film- und Fernseherlebnis über 3D-Spiele bis hin zu verschiedenen Anwendungen auf mobilen Endgeräten (z.B. Solarwalk-3D Sonnensystem, 3D Medical Images) hat sich 3D im Freizeitbereich etabliert. Den Einsatz ermöglichten technische Entwicklungen zur dreidimensionalen Wiedergabe auf visuellen Medien. Aber auch im beruflichen Bereich hat 3D Einzug gehalten. Mithilfe von 3D-Animationen werden verschiedene Produkte entwickelt, die die räumliche Planung von Gebäuden und Objekten unterstützen oder die Visualisierung im medizinischen Bereich ermöglichen.
Auch im Bildungsbereich ist 3D angekommen. Spezielle Entwicklungen werden eingesetzt (z.B. Cyberclassroom der Fa. Visenso), um Lernenden dreidimensional aufbereitete Inhalte zu vermitteln. In der Aus- und Weiterbildung werden simulierte 3D-Lernumgebungen für Trainingssituationen genutzt. „Dieser Realismus ist auch bei Verhaltens- und Einsatztrainings von Vorteil: So proben beispielsweise die Einsatzkräfte der Polizei Baden-Württemberg [...] für den Ernstfall.“ (Checkpoint eLearning 2013)
1. Einleitung: Diese Kapitel stellt die Relevanz der 3D-Technik in verschiedenen Lebensbereichen dar und leitet die Forschungsfrage hinsichtlich einer höheren Anschaulichkeit in der beruflichen Ausbildung ab.
2. Anschaulichkeit als didaktisches Prinzip: Es wird erörtert, wie das Prinzip der Anschaulichkeit Erkenntnisprozesse im Unterricht unterstützt und welche didaktischen Anforderungen an die Veranschaulichung gestellt werden.
3. Lehrfilm als didaktisches Medium: Dieses Kapitel untersucht die Funktionen, Auswahlkriterien und didaktischen Möglichkeiten von Lehrfilmen und beleuchtet Probleme bei deren Einsatz.
4. Sehen und Wahrnehmung von 3D: Hier werden physiologische Grundlagen des menschlichen Sehens sowie wahrnehmungspsychologische Prozesse analysiert, um Voraussetzungen und Herausforderungen der 3D-Wahrnehmung zu verstehen.
5. 3D-Filme im Unterricht: Dieses Kapitel fasst die theoretischen Erkenntnisse zusammen und begründet den gezielten Einsatz von 3D-Filmen in Lernprozessen.
6. Produktion, Bearbeitung und Wiedergabe von 3D-Filmen: Das Kapitel bietet eine technische Analyse der 3D-Film-Herstellung, von den Aufnahmeregeln über Kodierung und Formate bis hin zu Wiedergabesystemen und Problemen bei der Bildqualität.
7. Konzeption des 3D-Filmes zum Thema Totalprothetik in Funktion: Dieses Kapitel beschreibt die konkrete Planung eines 3D-Lehrfilms, inklusive Zielgruppenanalyse und fachlicher Beschreibung der Lehrinhalte.
8. Gestaltung und Entwicklung des 3D-Filmes: Es wird der praktische Prozess der Gestaltung, Entwicklung und Produktion des spezifischen 3D-Films für die Zahntechnik reflektiert.
9. Zusammenfassung und Ausblick: Das Kapitel resümiert die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der 3D-Technik in der Berufsbildung.
3D-Technik, Berufsbildung, Zahntechnik, Anschaulichkeit, Lehrfilm, Wahrnehmung, Stereoskopie, Totalprothetik in Funktion, Mediendidaktik, Räumliches Sehen, Erkenntnisprozess, 3D-Produktion, 3D-Wiedergabe, Didaktik, Visualisierung.
Die Arbeit untersucht, wie 3D-Filme als didaktisches Medium in der beruflichen Aus- und Weiterbildung, speziell im Fachbereich Zahntechnik, eingesetzt werden können, um eine höhere Anschaulichkeit bei der Darstellung komplexer Handlungen zu erreichen.
Die zentralen Felder umfassen die Mediendidaktik (Lehrfilme), die Physiologie des menschlichen Sehens (insbesondere 3D/Stereoskopie), die technische Produktion und Wiedergabe von 3D-Inhalten sowie die praktische Konzeption eines 3D-Films zur „Totalprothetik in Funktion“.
Die Kernfrage lautet: Wie muss ein 3D-Film gestaltet sein, damit er in der beruflichen Aus- und Weiterbildung im Fachbereich Zahntechnik eine höhere Anschaulichkeit erreicht?
Es werden empirische Methoden kombiniert mit einer systematischen theoretischen Analyse zum Gegenstandsbereich (3D-Filme, Medientheorie, Physiologie) sowie eine technische Analyse im Rahmen einer praktischen Produktion eines 3D-Lehrfilms durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Didaktik, Wahrnehmung, Lehrfilm), technische Aspekte (Produktion und Wiedergabe von 3D) und die praxisorientierte Konzeption und Entwicklung eines spezifischen 3D-Films für Zahntechniker.
Die wichtigsten Schlagworte sind 3D-Technik, Berufsbildung, Zahntechnik, Anschaulichkeit, Lehrfilm, Stereoskopie und Totalprothetik in Funktion.
Es handelt sich um ein spezifisches, didaktisch aufbereitetes System zur Aufstellung von Totalprothesen, das auf Karl-Heinz Körholz zurückgeht und für Auszubildende eine strukturierte Methode darstellt, um statische und funktionelle Anforderungen bei der Prothesenherstellung zu erfüllen.
Die Komfortzone beschreibt den kritischen Abstand zwischen dem Tiefenbereich der Darstellung und der Bildschirmebene. Sie ist essenziell, damit Betrachter 3D-Inhalte über einen längeren Zeitraum ohne Ermüdung oder visuelle Überforderung konsumieren können.
Eine zu hohe Schnittfrequenz kann bei 3D-Filmen zu einem Verlust des Tiefeneindrucks führen und das visuelle System der Lernenden überfordern, weshalb in der Arbeit eine eher ruhige Schnittführung empfohlen wird.
3D-Drucker werden als Beispiel für die bereits erfolgte technologische Durchdringung des zahntechnischen Alltags genannt, was die Nutzung von 3D-Technologien auch in der Ausbildung legitimiert und als notwendig erachtet.
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