Masterarbeit, 2012
77 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Kreativität und Kontrolle in Unternehmen
1.2 Problemstellung, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Kreativität
2.1 Individuelle Kreativität
2.1.1 Persönlichkeitspsychologischer Ansatz
2.1.2 Soziopsychologischer Ansatz – Drei Bestandteile kreativer Wertschöpfung
2.2 Kreativität im Kontext externer Einflussfaktoren
2.2.1 Externe Einflussfaktoren individueller Kreativität
2.2.2 Wechselwirkungen von externen und persönlichen Kreativitätsmerkmalen
2.3 Messung von Kreativität
2.3.1 Die Consensual Assessment Technique
2.3.2 Weitere Verfahren zur Messung von Kreativität
3. Motivation als Ausgangspunkt der Wirkung von Kontroll- und Anreizsystemen
3.1 Motive und Motivation
3.2 Formen der Motivation
3.2.1 Intrinsische Motivation
3.2.2 Extrinsische Motivation
3.3 Motivationstheorien
3.3.1 Die Bedürfnishierarchie nach Maslow
3.3.2 Die Zweifaktorentheorie nach Herzberg, Mausner und Snyderman
3.3.3 Die kognitive Bewertungstheorie nach Deci und Ryan
3.3.4 Die Prizipal-Agenten-Theorie
3.3.5 Die Motivation Crowding Theory
4. Kontrollsysteme und Kreativität
4.1 Typologie und Entwicklung von Kontrollsystemen
4.2 Handlungskontrolle und ihre Wirkung auf die Kreativität von Mitarbeitern
4.3 Personelle Kontrolle und ihre Wirkung auf die Kreativität von Mitarbeitern
4.4 Kulturelle Kontrolle und ihre Wirkung auf die Kreativität von Mitarbeitern
5. Anreizsysteme im Kontext von Kreativität
5.1 Ergebniskontrollen in kreativen Bereichen
5.2 Anreize und ihre Wirkung auf die intrinsische Motivation
5.3 Materielle Anreize und Kreativität
5.3.1 Negative Effekte
5.3.2 Positive Effekte
5.4 Verbale Anreize und Kreativität
6. Diskussion
6.1 Theoretischer Beitrag und Handlungsempfehlungen
6.2 Einschränkungen und weitere Forschungsfelder
Ziel dieser Arbeit ist es, den Zusammenhang zwischen Kontroll- und Anreizsystemen sowie der Kreativität von Mitarbeitern wissenschaftlich zu untersuchen und zu analysieren, wie Unternehmen Leistungssteuerung und innovative Prozesse in Einklang bringen können.
1.1 Kreativität und Kontrolle in Unternehmen
Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sind Unternehmen heute angehalten, kontinuierlich nach Wachstumsmöglichkeiten und neuen Methoden zur Leistungssteigerung Ausschau zu halten. Veränderte Kundenwünsche, neue Technologien, eine sich zunehmend rasant entwickelnde Globalisierung und sich verändernde gesellschaftliche Werte sind Herausforderungen, denen sich Organisationen stellen müssen (McMullen und Shepherd 2006).
Zur Beibehaltung und Generierung von Wettbewerbsvorteilen sind Firmen, vor allem wegen der Möglichkeit einfache, algorithmische Routinearbeit in Niedriglohnländern auszulagern (Pink 2011), vermehrt darauf angewiesen, auf intangible Ressourcen wie die individuellen Fähigkeiten der eigenen Mitarbeiter zu setzen.
Eine dieser Fähigkeiten, mit der sich diese Masterarbeit beschäftigt, ist Kreativität, also die Ideengewinnung für Produkte, Serviceleistungen oder Prozeduren, die neu und zugleich potentiell brauchbar, also direkt oder indirekt wertsteigernd für das Unternehmen sind (Amabile 1983a; Zhou und Shalley 2003).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Kreativität als Wettbewerbsfaktor ein und definiert die Problemstellung der Arbeit im Hinblick auf die Steuerung durch Kontrollsysteme.
2. Kreativität: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen individueller Kreativität, einschließlich Persönlichkeitsmerkmalen, externer Einflussfaktoren und verschiedener Messverfahren wie der Consensual Assessment Technique.
3. Motivation als Ausgangspunkt der Wirkung von Kontroll- und Anreizsystemen: Hier werden zentrale Motivationstheorien wie die Bedürfnishierarchie nach Maslow oder die Motivation Crowding Theory analysiert, um die psychologischen Grundlagen menschlichen Handelns im Arbeitskontext zu verstehen.
4. Kontrollsysteme und Kreativität: Dieses Kapitel untersucht verschiedene Kontrollmechanismen wie Handlungs-, personen- und kulturelle Kontrolle und analysiert deren Auswirkungen auf die kreative Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter.
5. Anreizsysteme im Kontext von Kreativität: Hier liegt der Fokus auf der Wirkung von materiellen und verbalen Anreizen auf die intrinsische Motivation und deren Konsequenzen für kreative Arbeitsprozesse.
6. Diskussion: Das abschließende Kapitel fasst die theoretischen Erkenntnisse zusammen, leitet Handlungsempfehlungen für die Unternehmensführung ab und benennt Einschränkungen sowie künftige Forschungsfelder.
Kreativität, Kontrollsysteme, Anreizsysteme, Intrinsische Motivation, Extrinsische Motivation, Leistungssteuerung, Arbeitsumfeld, Innovationsmanagement, Personalmanagement, Motivation Crowding Theory, Consensual Assessment Technique, Unternehmenserfolg, Mitarbeiterführung, Handlungskontrolle.
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen den notwendigen Kontroll- und Anreizsystemen eines Unternehmens und dem Bedürfnis nach Kreativität bei den Mitarbeitern.
Die zentralen Felder umfassen die Definition und Messung von Kreativität, motivationstheoretische Grundlagen, verschiedene Arten der Unternehmenskontrolle sowie die Auswirkungen von Belohnungssystemen.
Das Ziel ist es, den Einfluss von Kontroll- und Anreizsystemen auf die kreative Leistung von Mitarbeitern zu beleuchten und aufzuzeigen, unter welchen Bedingungen diese Instrumente die Kreativität fördern oder hemmen können.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Analyse bestehender wissenschaftlicher Literatur und empirischer Studien aus den Bereichen Psychologie und Betriebswirtschaftslehre.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung von Kreativität und Motivation sowie die anschließende kritische Analyse von Kontroll- und Anreizmechanismen in der betrieblichen Praxis.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Kreativität, Kontrollsysteme, Anreizsysteme, intrinsische und extrinsische Motivation sowie Innovationsfähigkeit.
Sie dient als ökonomischer Erklärungsrahmen, um das grundlegende Problem der Interessendivergenz zwischen Unternehmen (Prinzipal) und Mitarbeitern (Agent) und die daraus resultierende Notwendigkeit von Kontrollsystemen zu verstehen.
Die Arbeit zeigt, dass informatives und positives Feedback die intrinsische Motivation und somit die Kreativität steigern kann, wohingegen kontrollierendes Feedback eher hemmend wirkt.
Dies ist ein kontroverses Thema; die Ergebnisse deuten darauf hin, dass materielle Anreize in komplexen kreativen Aufgaben die intrinsische Motivation untergraben können, sofern sie primär als kontrollierend wahrgenommen werden.
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