Diplomarbeit, 2013
71 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Die Finanzkrise 2008
2.1. Die Ursachen der Finanzkrise 2008
2.1.1. Der Subprime-Markt
2.1.2. Die Verbriefung
2.1.3. Die Leitzinsentwicklung in den USA
2.1.4. Die Immobilienpreisentwicklung in den USA
2.1.5. Die Subprime-Krise
2.2. Von der Subprime-Krise zur Finanzkrise
2.2.1. Der Ausbruch der Finanzkrise
2.2.2. Die Ausbreitung der Krise nach Europa
2.2.3. Das Jahr 2008
2.3. Direkte Reaktionen auf die Finanzkrise
2.3.1. Federal Reserve System und Europäische Zentralbank
2.3.2. Staatseingriffe
2.3.3. Weltfinanzgipfel der G20-Staaten
3. Die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Banken
3.1. Bankenrettung in Deutschland
3.1.1. Das Finanzmarktstabilisierungsgesetz
3.1.2. Restrukturierungsgesetz und Bankenabgabe
3.2. Gesetzliche Vorgaben für die Banken
3.2.1. Basel II
3.2.1.1. 3-Säulen-Konzept
3.2.1.2. Die Umsetzung von Basel II
3.2.1.3. Von Basel II zu Basel III
3.2.2. Basel III
3.2.2.1. Die 7 Segmente von Basel III
3.2.2.2. Die Umsetzung von Basel III
3.2.2.3. Die Auswirkungen von Basel III
3.3. Instituts-Vergütungsverordnung
3.4. Das Europäische Finanzaufsichtssystem
3.5. Das Image der Banken
3.6. Ausblick
4. Die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Privathaushalte
4.1. Vermögensverluste
4.2. Arbeitslosigkeit und Ungleichheit
4.3. Vertrauensverluste
4.4. Das Anlegerverhalten
4.4.1. Das Anlegerverhalten in der Theorie
4.4.2. Veränderung des Anlegerverhaltens
4.4.2.1. Die Struktur des Geldvermögens
4.4.2.2. Studie zur Veränderung des Anlegerverhaltens
4.5. Anlagemöglichkeiten
4.6. Aktuelle Entwicklungen
5. Fazit
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die Konsequenzen der globalen Finanzkrise von 2008 zu analysieren und zu bewerten. Im Fokus steht dabei die Untersuchung, wie sich das Verhalten spezifischer Marktakteure – insbesondere von Banken und Privatanlegern – unter den veränderten ökonomischen Rahmenbedingungen angepasst hat und welche regulatorischen Maßnahmen als Reaktion auf die Krise implementiert wurden.
2.1.1. Der Subprime-Markt
Für eine umfassende Beurteilung der Auswirkungen und Folgen der Krise ist es unumgänglich, auch auf die Entstehungsgeschichte einzugehen. Für die Entstehung der Finanzkrise, die die gesamte Weltwirtschaft seit nunmehr fünf Jahren zeichnet, gibt es eine ganze Reihe von Ursachen und Einflussfaktoren.
Die Finanzkrise begann mit der Subprime-Krise (Hypothekenkrise) in den USA. Wie ist diese entstanden?
„Subprime-Markt“ ist die Bezeichnung für ein qualitativ niedriges Marktsegment des Marktes für Wohnungsbaufinanzierungen in den USA.
Noch im Jahr 2003 betrug der Anteil an Subprime-Krediten weniger als 10 %. Im Jahre 2006 waren es fast 25 %. Wie kam es zu diesem Anstieg?
Die US-amerikanische Regierung unterstützte den Eigenheimbau der Bevölkerung bereits seit dem Jahre 1930 – nach dem Ende der ersten großen Weltwirtschaftskrise. Die staatliche Förderung sollte die Wirtschaft ankurbeln. Durch den Häuserbau entstanden neue Arbeitsplätze, die Menschen verdienten mehr Geld, das wiederum in die Wirtschaft investiert wurde. Außerdem konnte der Staat die Steuereinnahmen erhöhen. Staatliche Förderung sowie die leichtfertige Kreditvergabe der Banken machten den Erwerb von Immobilien für nahezu jeden Amerikaner möglich – im Besonderen auch für bonitätsschwache Kunden.
Das hieraus entstandene Steuersparmodell funktionierte wie folgt: Für eine Immobilie wird ein 100-prozentiges Darlehen bei der Bank aufgenommen. Es werden keine Tilgungen geleistet, sondern lediglich die Zinsen beglichen. Diese wiederum sind steuerabzugsfähig und mindern so die Steuerlast des Käufers. Der Kauf eines Hauses kann auf diesem Weg günstiger sein, als das Wohnen zur Miete.
Gefördert durch die obigen Maßnahmen stieg die Anzahl der Hausbesitzer in den USA von 1968 bis 2007 um rund 5 % an.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die globale Bedeutung der Finanzkrise 2008, skizziert den zeitlichen Verlauf seit ihrem Ausbruch in den USA und definiert den Untersuchungsrahmen hinsichtlich der Auswirkungen auf Banken und Privatanleger.
2. Die Finanzkrise 2008: Dieses Kapitel analysiert die Ursachen der Krise, beginnend beim US-Subprime-Markt, über die Mechanismen der Verbriefung bis hin zu den direkten Reaktionen durch Zentralbanken, Staaten und internationale Gipfeltreffen.
3. Die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Banken: Der Fokus liegt hier auf den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Neuregelungen in Deutschland, der Bankenrettung sowie der detaillierten Betrachtung der regulatorischen Rahmenwerke Basel II und Basel III.
4. Die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Privathaushalte: Dieses Kapitel untersucht die direkten Folgen der Krise für Privatanleger, insbesondere im Hinblick auf Vermögensverluste, Vertrauensverlust, die veränderte Anlegerpsychologie und die aktuellen Anlagemöglichkeiten.
5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die langfristigen Veränderungen im Bankensystem sowie bei den Privatanlegern vor dem Hintergrund der anhaltenden Niedrigzinsphase.
Finanzkrise, Subprime-Krise, Verbriefung, Bankenregulierung, Basel III, Eigenkapitalanforderungen, Privatanleger, Anlegerverhalten, Finanzaufsicht, Geldvermögen, Immobilienmarkt, Liquiditätskrise, Staatseingriffe, Finanzmarktstabilisierungsgesetz, Bankenrettung
Die Arbeit behandelt die Ursachen und die weit reichenden Konsequenzen der globalen Finanzkrise ab 2008 mit einem spezifischen Fokus auf die Entwicklungen in Deutschland.
Die zentralen Themen umfassen die Entstehung der Krise durch den Subprime-Markt, die regulatorischen Antworten des Staates und der Bankenaufsicht (insbesondere Basel II/III) sowie die psychologischen und ökonomischen Auswirkungen auf Privathaushalte.
Das primäre Ziel ist es, die tatsächlichen Auswirkungen der Finanzkrise auf ausgewählte Marktakteure – Banken und Privatanleger – zu identifizieren und zu beurteilen, wie diese ihre Verhaltensweisen angepasst haben.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse, der Auswertung von Wirtschaftsdaten, Studien sowie der Analyse von gesetzlichen Rahmenbedingungen und regulatorischen Reformpaketen.
Im Hauptteil werden die Entstehung der Krise, die bankenrechtlichen Reformen in Deutschland, die Entwicklung des Bankensektors unter neuen Aufsichtssystemen und das veränderte Anlageverhalten der Deutschen detailliert analysiert.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Finanzkrise, Basel III, Subprime-Krise, Bankenrettung, Anlegerverhalten und staatliche Finanzmarktstabilisierung definiert.
Das Vertrauen hat nachweislich abgenommen, wobei Kunden heute skeptischer gegenüber Finanzdienstleistern sind und verstärkt Sicherheit bei ihren Anlageentscheidungen suchen.
Die G20-Gipfel bilden die Grundlage für die koordinierte internationale Finanzmarktregulierung und die Etablierung neuer globaler Standards, die in der Arbeit als Basis für nationale Umsetzungen diskutiert werden.
Die Niedrigzinsphase zwingt Anleger dazu, ihre traditionellen Sparmodelle zu hinterfragen, was zu einer erhöhten Attraktivität risikoreicherer Anlagen wie Aktien führt, um eine Rendite oberhalb der Inflationsrate zu erzielen.
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