Bachelorarbeit, 2013
30 Seiten, Note: 3,0
1. EINLEITUNG
1.1 Thesen und Fragestellung
1.2 Methode
2. REGULATIONSTHEORIE
2.1 Akkumulationsregime und Regulationsweise
2.2 Institutionelle Formen
3. AKKUMULATIONSREGIMES
3.1 FORDISMUS
3.1.1 Akkumulation und Regulation
3.1.2 Das fordistische Lohnverhältnis
3.1.3 Krise des Fordismus
3.2 POST-FORDISMUS
3.2.1 Markt statt Monopol
3.2.2 Das postfordistische Lohnverhältnis
3.2.2.1 Partizipierende Arbeitsformen
3.2.2.1 Einbindungen von Arbeitskräften
3.3 FINANZMARKT-KAPITALISMUS
3.3.1 Shareholder Value
3.3.1.1 Corporate Governance
3.3.1.2 Unternehmenssteuerung im Shareholder Value
3.3.2 Die Bedeutsamkeit von Finanzmärkten
3.3.2.1 Krise des Finanzmarkts
3.3.2.2 Folgen für die Realwirtschaft
4. ZUSAMMENFASSUNG
Die Arbeit untersucht die Entwicklung kapitalistischer Akkumulationsregime aus der Perspektive der Regulationstheorie mit einem Fokus auf das Lohnverhältnis nach der Krise des Fordismus. Ziel ist es, historisch und empirisch darzulegen, inwieweit der Finanzmarkt-Kapitalismus als neues Regimetypus gelten kann oder als ergänzende Instanz innerhalb postfordistischer Strukturen fungiert.
3.3 Finanzmarkt-Kapitalismus
Zu Beginn des Fordismus begannen Unternehmen die Finanzierung des Eigenkapitals durch eine konstant anhaltende Nachfrage an Konsumgütern zu erhalten. Um der drohenden Stagnation von Unternehmensgewinnen entgegenzuwirken, stabilisiert der keynesianische Staat nationale Ökonomien durch die Zahlung indirekter Löhne, die den produktiven Sektor durch die Aufrechterhaltung der Nachfrage bislang aufrechterhielt. Bischoff definiert den Fordismus als ein Nebeneinander von Akkumulationsregime und Regulationsweise, das den krisenhaften Verlauf der kapitalistischen Produktion nicht aufzuhalten vermag. Mit der Krise des Fordismus und dem damit verbundenen Zusammenbruch des bis dato dominierenden Geld- und Währungsregimes passte sich im Zuge der Globalisierung der internationale Wettbewerb an die deregulierten Märkte an.
Der deregulierte Markt forcierte die stetige Anpassung von Konsumgütern an die ständig wechselnden Marktverhältnisse, die durch Produktinnovationen und Just-in-Time-Lieferungen zu einem ständigem Anpassungsdruck sowie zu steigenden Unternehmenskosten führten, die nun außerhalb des produktiven Sektors eingeholt werden mussten, um Innovationen zu steigern und kostenintensive Elemente zu reduzieren.
Die Finanzierung des Eigenkapitals nahm Anfang der 1980er-Jahre starke Konturen an und begann durch das steigende Interesse privater Haushalte an Unternehmensanteilen eine neue Form der Gesellschaftsformationen zu entwickeln. Jedoch fehlen dem Finanzmarkt-Kapitalismus ähnlich dem Post-Fordismus nicht nur die Ansätze, sondern auch die Ausprägung seiner charakteristischen Merkmale, die aus der Perspektive der Regulationstheorie ein neues Akkumulationsregime definieren.
1. EINLEITUNG: Einführung in die Begrifflichkeit der Regulation und Darstellung der Thesen, Fragestellung sowie der methodischen Vorgehensweise.
2. REGULATIONSTHEORIE: Erläuterung der theoretischen Basis, insbesondere der Konzepte von Akkumulationsregime, Regulationsweise und der fünf institutionellen Formen.
3. AKKUMULATIONSREGIMES: Detaillierte historische Analyse des Fordismus, des Post-Fordismus und des aktuellen Finanzmarkt-Kapitalismus unter Berücksichtigung des Lohnverhältnisses.
4. ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenführende Betrachtung der Ergebnisse zur Transformation von Akkumulationsregimen und der Verzahnung von Finanz- und Realwirtschaft.
Regulationstheorie, Akkumulationsregime, Fordismus, Post-Fordismus, Finanzmarkt-Kapitalismus, Lohnverhältnis, Shareholder Value, Corporate Governance, Kapitalakkumulation, Realwirtschaft, Globalisierung, Flexibilisierung, Arbeitsorganisation, Krise, Kapital.
Die Arbeit analysiert den Wandel kapitalistischer Produktionsweisen von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart unter Anwendung des regulationstheoretischen Ansatzes.
Im Zentrum stehen die Struktur und Stabilität von Akkumulationsregimen, die Transformation des Lohnverhältnisses sowie der Einfluss der Finanzialisierung auf die Unternehmenssteuerung.
Das Ziel ist die historisch-empirische Aufarbeitung der Entwicklung vom fordistischen hin zum finanzmarktgetriebenen Kapitalismus, um dessen Charakter als eigenständiges Regime oder ergänzende Instanz zu bewerten.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung der Regulationstheorie sowie einer historischen und empirischen Analyse von Akkumulationsregimen anhand von Daten und Fachliteratur.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse des Fordismus, des Post-Fordismus und des Finanzmarkt-Kapitalismus, wobei jeweils die Rolle des Lohnverhältnisses und der Unternehmenskontrolle im Fokus steht.
Wichtige Begriffe sind Regulationstheorie, Fordismus, Post-Fordismus, Finanzmarkt-Kapitalismus, Shareholder Value und Kapitalakkumulation.
Der Autor argumentiert, dass er sich eher als eine regulative Instanz des produktiven Sektors versteht, die durch externe Kapitalisierung und Shareholder-Value-Logiken gekennzeichnet ist, statt ein völlig neues Regime zu bilden.
Es dient als Kernelement zur Bestimmung des Regimes, da es den Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit sowie die Kopplung von Löhnen und Produktivität auf organisatorischer Ebene regelt.
Es beschreibt den Interessengegensatz zwischen Management und Anteilseignern, bei dem das Management partikulare Interessen verfolgt, während Aktionäre Transparenz und Wertsteigerung einfordern.
Sie fungiert als notwendiger Wendepunkt, der den Übergang von einer keynesianisch geprägten Ära hin zu flexibilisierten, global ausgerichteten Post-Fordismus-Strukturen markiert.
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