Bachelorarbeit, 2013
66 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Gruppen
2.2. Einstellungen
2.3. Soziale Identitätstheorie
2.4. Schaffung eines positiven Intergruppenkontaktes
2.4.1. Direkter Intergruppenkontakt
2.4.2. Indirekter Intergruppenkontakt
2.5. Fragestellung
3. Methode
3.1. Ein- und Ausschlusskriterien
3.2. Vorgehen
3.3. Einbezogene Quellen
4. Ergebnis
4.1. Emotionen und intrapersonale Faktoren
4.2. Empfundene Nähe
4.3. Kontakterfahrung
4.4. Typighaftigkeit des Fremdgruppenmitglieds
4.5. Welchen Einfluss haben Normen?
4.5.1. Der Einfluss der Eigengruppennormen
4.5.2. Wahrgenommene Fremdgruppennormen
5. Diskussion
5.1. Einschränkungen
5.2. Implikationen für zukünftige Forschung
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, den Forschungsstand zur Wirksamkeit von stellvertretendem Kontakt („extended contact“) auf intergruppale Einstellungen systematisch zu reviewen und die zugrunde liegenden Mediatoren, wie intergruppale Ängstlichkeit, Nähe und Normeinflüsse, zu analysieren.
2.4.2. Indirekter Intergruppenkontakt
Nach Mazziotta et al. (2011) ist der indirekte intergruppale Kontakt jede Art von Kontakt, die keine tatsächliche Interaktion der Gruppen untereinander beinhaltet. So lässt sich der indirekte Kontakt in drei, nicht scharf voneinander abzugrenzenden Arten unterteilen: imagined oder gedachter intergruppaler, vicarious oder nachempfundener und stellvertretender Kontakt. Crisp und Turner (2009) beschreiben imagined contact als mentale Simulation eines sozialen Kontaktes. Als Beispiel können an dieser Stelle Berichte durch Medien genannt werden, welche als Vorbild für ein gewünschtes oder bestimmtes Verhalten gegenüber der Fremdgruppe fungieren. Der vicarious oder nachempfundene intergruppale Kontakt ist nach Mazziotta et al. (2011) eine Form des indirekten Kontaktes, bei der eine Beobachtung eines erfolgreichen Kontaktes zwischen einem Eigen- und einem Fremdgruppenmitglied erfolgt und somit zum Abbau von Vorurteilen oder Aufbau des positiven Intergruppenkontaktes führt. Dabei ist ersichtlich, dass eine starke Verbindung zu Banduras sozialkognitiver Lerntheorie (1986) besteht, bei welcher das Lernen am Modell im Vordergrund steht. Der extended contact oder stellvertretende Kontakt nach Wright, Aron, McLaughlin-Volpe und Ropp (1997) besagt, dass zum Aufbau positiver Intergruppeneinstellungen respektive zum Abbau von Vorurteilen die Kenntnis genügt, dass ein Eigengruppenmitglied eine Beziehung zu einem Fremdgruppenmitglied pflegt.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik intergruppaler Vorurteile ein und erläutert die Relevanz des stellvertretenden Kontakts als Ansatz zur Förderung eines positiven gesellschaftlichen Zusammenlebens.
2. Theoretische Grundlagen: Hier werden zentrale Konzepte wie Gruppenidentität, Einstellungen und verschiedene Kontaktmodelle (direkter vs. indirekter Kontakt) dargelegt, die das theoretische Fundament der Arbeit bilden.
3. Methode: Dieses Kapitel erläutert die Kriterien für die Literaturauswahl und das systematische Vorgehen bei der Suche nach relevanten empirischen Studien im Bereich des stellvertretenden Kontakts.
4. Ergebnis: Die Ergebnisse der 21 untersuchten Studien werden hier in Bezug auf verschiedene Mediatoren, wie Emotionen, Nähe und Normen, detailliert ausgewertet und diskutiert.
5. Diskussion: Das Fazit fasst die Wirksamkeit der Mediatoren zusammen, beleuchtet methodische Einschränkungen und gibt Ausblicke auf notwendige zukünftige Forschungsschwerpunkte.
Stellvertretender Kontakt, Extended Contact, Intergruppale Einstellungen, Vorurteilsabbau, Intergruppale Ängstlichkeit, Soziale Identitätstheorie, Normeneinfluss, Inklusion des anderen in das Selbst, IOS, Sozialpsychologie, Indirekter Kontakt, Gruppennormen, Empfundene Nähe, Kontakterfahrung.
Die Arbeit untersucht, wie indirekter Kontakt – insbesondere der sogenannte „stellvertretende Kontakt“ – dazu beitragen kann, Vorurteile abzubauen und intergruppale Einstellungen positiv zu verändern.
Zentrale Themen sind die sozialen Mechanismen hinter der Einstellungsänderung, die Rolle von Freundschaften zwischen Gruppenmitgliedern und die Einflüsse von Gruppennormen auf das Verhalten des Einzelnen.
Das Ziel ist ein systematisches Review der Forschungsliteratur, um zu prüfen, welche Mediatoren (wie Ängstlichkeit oder Nähe) die Effektivität von stellvertretendem Kontakt maßgeblich bestimmen.
Es handelt sich um eine systematische Literaturarbeit (Review), bei der 21 einschlägige empirische Studien seit 1999 analysiert und methodisch eingeordnet werden.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen der Gruppenpsychologie mit den empirischen Befunden zu Mediatoren wie intergruppaler Ängstlichkeit, Nähe (IOS) und Normeneinflüssen verknüpft.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie „stellvertretender Kontakt“, „Intergruppenkontakt“, „Vorurteilsreduktion“ und „Soziale Identität“ definieren.
Die Theorie erklärt, warum Menschen eine klare Bevorzugung der eigenen Gruppe (Ingroup) zeigen und wie durch Kategorisierung Prozesse wie die Abwertung der Fremdgruppe entstehen, die ein Kontaktmodell überwinden muss.
Während direkter Kontakt persönliche Interaktion erfordert, basiert der stellvertretende Kontakt lediglich auf der Kenntnis, dass ein Mitglied der eigenen Gruppe eine freundschaftliche Beziehung zu jemandem aus einer Fremdgruppe unterhält.
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