Bachelorarbeit, 2012
59 Seiten, Note: 1,1
1. Begründung des Themas
2. Grundlegende Begriffe
2.1 Der Begriff der Körperbehinderung
2.2 Die Schule mit Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung
2.3 Progredienz und progrediente Erkrankungen
2.3.1 Kennzeichen und mögliche Erkrankungen
3. Sozialisationsprozesse progredient erkrankter Kinder und Jugendlicher
3.1 Personale Ebene
3.2 Familiäre Ebene
3.3 Institutionelle Ebene
3.4 Gesellschaftliche Ebene
3.5 Sinngebende Ebene
4. Todeskonzepte
4.1 Aspekte eines „reifen“ Todeskonzeptes
4.2 Religiöse Einflussfaktoren auf die Entwicklung von Todeskonzepten
4.3 Weitere Einflussfaktoren
4.3.1. Kognitive Entwicklung
4.3.1.1 Objektpermanenz und Zeitverständnis
4.3.2 Progrediente Erkrankungen
4.3.3 Medienkonsum
4.4 Drei Phasen nach NAGY
4.5 Altersstufen nach GESELL und ILG
5. Bewältigung einer lebensbedrohlichen Erkrankung
5.1 Einflussfaktoren
5.2 Coping-Prozesse
5.3 Modelle des Erlebens einer lebensbedrohlichen/finalen Erkrankung
5.3.1 Phasen-Lehre nach KÜBLER-ROSS
5.3.2 Bewältigungsmodell nach SHONTZ
6. Bibliotherapie
6.1 Geschichte der Bibliotherapie
6.2 Definition und Wirkungsweise
6.3 Auswahlkriterien für Bücher
7. Analyse zweier Bücher zur Thematisierung von Sterben und Tod unter besonderer Berücksichtigung der religiösen Vielfalt der Schülerinnen und Schüler
7.1 Wolf ERLBRUCH: Ente, Tod und Tulpe
7.1.1 Inhalt
7.1.2 Analyse
7.1.2.1 Berücksichtigung religiöser Vielfalt
7.2 Ulf NILSSON und Anna-Clara TIDHOLM: Adieu, Herr Muffin
7.2.1 Inhalt
7.2.2 Analyse
7.2.2.1 Berücksichtigung religiöser Vielfalt
8. Fazit
Diese Arbeit zielt darauf ab, bibliotherapeutische Möglichkeiten aufzuzeigen, um das sensible Thema von Tod und Sterben im Unterricht an Schulen mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung zu thematisieren, wobei insbesondere die religiöse Vielfalt der Schülerschaft berücksichtigt wird.
7.1.2 Analyse
Das Buch ist sehr kindgerecht gestaltet, er Text ist in kurzen Sätzen und in einfacher Sprache formuliert, die Handlung folgt einem logischen Aufbau und ist nachvollziehbar. Zu jedem Handlungsschritt gibt es eine passende Abbildung, die Handlung im Text und die Handlung der Bilder stimmen überein und schaffen somit eine Konsistenz zwischen Sprache und Optik. Die Bilder sind stets auf das Wesentliche beschränkt, auf die beiden Akteure Ente und Tod, die Tulpe des Todes und die im Text vorgegebene Umgebung der Handlungen und lenken somit nicht von der zentralen Dramaturgie ab. Die im Text beschriebenen Emotionen der Protagonisten lassen sich nur bei genauem Hinsehen in der Gestik wiederfinden, sowie in der Gestaltung der Augen, wo der Text durch die Gestaltung der Augen bzw. der Blicke unterstützt wird. Trotz der vorsichtigen und zurückhaltenden Gestaltung der Bilder und Formulierung des Textes sind die Emotionen der Protagonisten stets transparent und nachvollziehbar. Dadurch, dass es ein Tier ist, das auf den Tod trifft, und kein Mensch oder gar ein Kind, werden die Schülerinnen und Schüler nicht dazu gedrängt, sich mit der Ente und ihrem Schicksal zu identifizieren und können somit im Verlauf der bibliotherapeutischen Thematisierung immer wieder selbst entscheiden, ob sie die Situation der Ente auch auf sich beziehen möchten. Auch ist es möglich, die Begegnung mit dem Tod nur anderen Lebewesen, Menschen außer sich selbst, nur Tieren oder nur Enten zuzuschreiben, oder aber die Handlung als rein phantastisch einzuordnen.
1. Begründung des Themas: Die Arbeit erläutert die Notwendigkeit, Sterben und Tod im schulischen Kontext an Schulen für körperliche und motorische Entwicklung zu behandeln, da betroffene Schüler mit existentiellen Fragen konfrontiert sind.
2. Grundlegende Begriffe: Hier werden zentrale Definitionen wie Körperbehinderung, das Schulprofil für diesen Förderschwerpunkt sowie die Charakteristika progredienter Erkrankungen geklärt.
3. Sozialisationsprozesse progredient erkrankter Kinder und Jugendlicher: Das Kapitel untersucht die Auswirkungen der Erkrankung auf die personale, familiäre, institutionelle, gesellschaftliche und sinngegebende Ebene der Sozialisation.
4. Todeskonzepte: Es erfolgt eine detaillierte Analyse, wie sich Todeskonzepte bei Kindern entwickeln und welche Faktoren, wie kognitive Reife, Medienkonsum und Religion, diese beeinflussen.
5. Bewältigung einer lebensbedrohlichen Erkrankung: Dieses Kapitel stellt Coping-Strategien vor und diskutiert psychologische Phasenmodelle, um den Prozess der Krankheitsverarbeitung zu systematisieren.
6. Bibliotherapie: Die historische Entwicklung, methodische Ansätze sowie die Auswahlkriterien für Bücher in der therapeutischen Arbeit werden hier theoretisch fundiert.
7. Analyse zweier Bücher zur Thematisierung von Sterben und Tod unter besonderer Berücksichtigung der religiösen Vielfalt der Schülerinnen und Schüler: Es wird die praktische Eignung der Kinderbücher "Ente, Tod und Tulpe" sowie "Adieu, Herr Muffin" anhand der entwickelten Kriterien und unter Einbezug religiöser Aspekte geprüft.
8. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Bedeutung der einfühlsamen Auseinandersetzung mit dem Tod im Unterricht und betont die Relevanz religiöser Sensibilität bei der Auswahl geeigneter Medien.
Bibliotherapie, Tod, Sterben, Körperbehinderung, progrediente Erkrankung, Todeskonzepte, Sozialisation, Coping, Religiöse Vielfalt, Inklusion, Schulpädagogik, Kinderliteratur, Lebensbedrohliche Erkrankung, Bewältigungsstrategien, Identitätsentwicklung
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Möglichkeit, das Thema Sterben und Tod im schulischen Unterricht an Förderschulen für körperliche und motorische Entwicklung aktiv und sensibel zu bearbeiten.
Zentrale Themen sind die psychosoziale Situation progredient erkrankter Schüler, die Entwicklung von Todeskonzepten bei Kindern, psychologische Bewältigungsprozesse sowie die methodische Anwendung der Bibliotherapie.
Das Ziel ist es, Lehrkräften bibliotherapeutische Kriterien und konkrete Buchempfehlungen an die Hand zu geben, um Kinder bei der Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Endlichkeit oder der von Angehörigen zu unterstützen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse und wendet diese Erkenntnisse in einer analytischen Untersuchung auf zwei ausgewählte Kinderbücher an.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Sozialisationsbedingungen behinderter Kinder, die psychologische Erforschung von Todeskonzepten, die Erläuterung von Bewältigungsmechanismen sowie die theoretische und praktische Einführung in die Bibliotherapie.
Die zentralen Schlagworte sind Bibliotherapie, Todeskonzepte, Körperbehinderung, progrediente Erkrankungen, Inklusion und religiöse Vielfalt im Unterricht.
Da Schüler unterschiedliche kulturelle und religiöse Hintergründe mitbringen, beeinflussen diese maßgeblich ihre Vorstellungen vom Tod und einem möglichen Leben danach, weshalb eine differenzierte Auswahl von Büchern notwendig ist.
Die Analyse konzentriert sich auf die Werke "Ente, Tod und Tulpe" von Wolf Erlbruch sowie "Adieu, Herr Muffin" von Ulf Nilsson und Anna-Clara Tidholm.
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