Bachelorarbeit, 2013
47 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Aufbau und Zielsetzung der Arbeit
2 Technologische Diversifikation
2.1 Definition
2.2 Systematisierungskriterien
3 Die Pharmaindustrie
3.1 Zahlen und Fakten zum Innovationsverhalten
3.2 Herausforderungen der technologischen Diversifikation
3.2.1 Paradigmenwechsel: Abschied von Blockbustern
3.2.2 Gesellschaftliche Trends
3.3 Der Innovationsprozess in der Pharmaindustrie
4 Methodisches Vorgehen
4.1 Das Unternehmen Sanofi
4.2 Herleitung der Untersuchungsfragen
4.3 Beschreibung der Daten und Erhebungsmethode
4.4 Empirische Auswertungen
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Erkenntnisse über die Diversität und Projektabbrüche in der Pharmaindustrie zu gewinnen, wobei das Unternehmen Sanofi als empirische Basis dient. Im Zentrum steht die Untersuchung, inwiefern technologische Diversifikation und die strategische Ausrichtung der Projektpipeline den Innovationserfolg beeinflussen und warum Projekte in unterschiedlichen Stadien abgebrochen werden.
3.3 Der Innovationsprozess in der Pharmaindustrie
In diesem Abschnitt der Arbeit wird der Prozess der Arzneimittelentwicklung von der Wirkstoffsuche bis zur Markteinführung dargestellt. Die Entwicklung eines neuen Medikaments kostet ein Pharmaunternehmen im Durchschnitt 800 Millionen US Dollar und dauert zwischen 10 und 12 Jahren. Von anfangs 5000 bis 10.000 Substanzen in der Forschung schafft es im Schnitt nur eine einzige zur Zulassung. In Abbildung 4 wird der komplexe Prozess der Medikamentenentwicklung veranschaulicht. Die Abbildung zeigt die unterschiedlichen Phasen, die ein Wirkstoff von der Forschung bis zur Zulassung auf dem Markt durchlaufen muss. Besonders deutlich werden bei der Betrachtung die große Zeitspanne und die geringe Erfolgsquote der Wirkstoffe.
Der Prozess der Arzneimittelentwicklung beginnt mit einer Vielzahl von Fragen, um die Wirkstoffsuche zu konkretisieren. Unternehmen müssen sich fragen, für welche Krankheiten dringend neue Produkte benötigt werden, ob es neue Erkenntnisse in der Forschung gibt, welche die Chance ein wirksames Medikament zu entwickeln verbessern, ob die Nachfrage auf dem Markt vorhanden ist und schließlich, ob im Unternehmen genügend Kompetenzen zur Entwicklung verfügbar sind.
1 Einleitung: Einführung in die Problematik steigender Forschungskosten und Patentabläufe in der Pharmaindustrie sowie Definition des Ziels der Arbeit.
2 Technologische Diversifikation: Theoretische Herleitung des Diversifikationsbegriffs, dessen Systematisierungskriterien und die Relevanz für den Aufbau von Wettbewerbsvorteilen.
3 Die Pharmaindustrie: Analyse der aktuellen Marktsituation, der Herausforderungen wie der Abkehr von Blockbustern und der Darstellung des komplexen Arzneimittelentwicklungsprozesses.
4 Methodisches Vorgehen: Vorstellung der Unternehmensgeschichte von Sanofi sowie Beschreibung der Datengrundlage und der empirischen Analysemethodik zur Untersuchung der Projektabbrüche.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, insbesondere der Erkenntnisse zu Projektabbrüchen und den strategischen Herausforderungen in der Pharmabranche.
Pharmaindustrie, technologische Diversifikation, Innovationserfolg, Projektabbrüche, Wirkstoffentwicklung, Sanofi, Forschungs- und Entwicklungsmanagement, Patentablauf, Blockbuster, Arzneimittelentwicklung, klinische Phasen, M&A, Diversifikationsgrad, Projektpipeline, Innovationsprozess
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem Innovationserfolg und der Diversität in der Projektlandschaft forschender Pharmaunternehmen am Beispiel von Sanofi.
Die zentralen Themenfelder umfassen die technologische Diversifikation, das Innovationsmanagement in der Pharmabranche, das Verständnis von Projektabbrüchen sowie die strategische Bedeutung von M&A-Aktivitäten.
Das primäre Ziel ist es, durch eine empirische Analyse von Projektdaten Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie sich technologische Diversität auf die Projektpipeline auswirkt und welche Faktoren zu Projektabbrüchen führen.
Es wurde eine quantitative empirische Analyse von 1602 Projektdatensätzen des Unternehmens Sanofi aus dem Zeitraum 1995 bis 2011 durchgeführt, die mittels deskriptiver Statistik ausgewertet wurden.
Der Hauptteil behandelt theoretische Grundlagen der Diversifikation, die ökonomischen Rahmenbedingungen der Pharmaindustrie, den Prozess der Arzneimittelentwicklung und die konkrete empirische Untersuchung der Daten von Sanofi.
Wichtige Begriffe sind Pharmaindustrie, technologische Diversifikation, Projektabbrüche, Innovationsmanagement und Wirkstoffentwicklung.
Die Untersuchung deutet auf eine tendenziell höhere Neigung zum Projektabbruch bei Substanzen hin, die durch Fusionen und Übernahmen in die Pipeline gelangten, wobei dies stark von den spezifischen Umständen der Fusion abhängt.
Phase II ist aufgrund der Komplexität der klinischen Erprobung an Patienten kostenintensiv; die Arbeit zeigt, dass hohe Abbruchraten in diesem Stadium signifikant zur Gesamtkostenbelastung der Forschung beitragen.
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