Masterarbeit, 2007
68 Seiten, Note: 2
Kapitel 1
Einleitung
Kapitel 2
Die Modelle der Krisen
2.1. Erste Generation der Krisen
2.2. Zweite Generation der Krisen
2.3. Dritte Generation der Krisen
Kapitel 3
Argentinien-Krisen
3.1. Historische Entwicklung der argentinischen Wirtschaft
3.2. Die Notwendigkeit eines Stabilitätsprogramms
3.2.1. Konvertibilitätsplan durch Cavallo
3.2.2. Die Ziele des Konvertibilitätsplan
3.2.3. Das argentinische Currency Board
3.3. Die Analyse der ökonomischen Variablen nach dem Currency Board
3.3.1. Hohe Kapitalzuflüsse und der Faktor der Zinssätze nach der Einrichtung des Currency Board-Systems
3.3.2. Auswirkungen des Currency Board-Systems auf die Inflation und das Wachstum
3.3.3. Der Einfluss der Außenwirtschaftskrise auf die argentinische Wirtschaft
3.3.4. Die Entwicklungen vor der Krise im Bankenbereich
3.4. Ausbruch der Krise
3.4.1. Erforderliche Maßnahmen
3.4.2. Die Erklärung der Zahlungsunfähigkeit und die Ursachen der Krise
3.4.3. Die Rolle des IWF
3.5. Argentinien nach der Krise
Kapitel 4
Türkei-Krisen
4.1. Historische Entwicklung der türkischen Wirtschaft
4.2. Das Stabilitätsprogramm im Jahr 1999
4.3. Die türkische Wirtschaft nach dem Stabilitätsprogramm
4.3.1. Die Probleme des Stabilitätsprogramms in der türkischen Wirtschaft
4.3.2. Der Einfluss des Stabilitätsprogramms auf die ökonomischen Variablen
4.3.3. Der Entwicklung vor der Krise im Bankenbereich
4.4. Ausbruch und die Ursachen der Krise
4.4.1. Erforderliche Maßnahmen
4.4.1.1. Das neue ökonomische Programm
4.4.1.2. Die Rolle des IWF
4.5. Die Türkei nach der Krise
Kapitel 5
Ein Vergleich der Argentinien- und der Türkei-Krisen
5.1. Die Wechselkurspolitik
5.2. Die kurzfristigen Kapitalzuflüsse
5.3. Die endogenen und exogenen Störungen der Wirtschaftslage
5.4. Die ausländischen Banken im Inland
5.5. Die Auslandsverschuldung
Kapitel 6
Schlussbetrachtung
Diese Masterarbeit analysiert die Währungskrisen in Argentinien und der Türkei aus einer politisch-ökonomischen Perspektive, mit dem Ziel, die zugrunde liegenden Ursachen durch die Anwendung verschiedener Krisenmodelle (erste, zweite und dritte Generation) zu identifizieren und die Effektivität der ergriffenen Stabilitätsprogramme zu vergleichen.
2.1. Erste Generation der Krisen
Die erste Generation von Krisen, die eine klassische Krise darstellt, wurde im Jahr 1979 von Krugman formuliert.7 Bei diesem Modell wird angenommen, dass das Verhalten der Politiker exogen ist und vollständige Informationen herrschen.8 Eine Krise der ersten Generation kommt unter der Annahme eines festen Wechselkurses vor, wenn es eine spekulative Attacke auf die Währung gibt. Die spekulative Attacke beseitigt mit der Zeit die Währungsreserven. Dann ist die Regierung außer Stande, den festen Wechselkurs länger zu verteidigen.9 Die Spekulanten verursachen den Zusammenbruch des festen Wechselkurses, weil sie erwarten, dass die heimische Währung irgendwann abgewertet wird. Somit wird die heimische Währung gegen die ausländische Währung durch die Spekulanten mit dem festen Wechselkurs getauscht.
Wenn die heimische Zentralbank ausreichende Währungsreserven zur Verfügung hat, kann die Erwartung der Spekulanten erfüllt werden. Wenn sie keine Währungsreserven mehr hält, kann sie nicht mehr die heimische Währung gegen ausländische Währung tauschen. Dies verursacht den Verzicht auf den festen Wechselkurs. Auch bedeutet es, dass der Verzicht auf den festen Wechselkurs, der von der Erwartung von Spekulanten abhängig ist, endogen ist. Dieses Verhalten der Spekulanten führt zum Zusammenbruch des festen Wechselkurses.10
Die Spekulanten beenden ihre Attacke auf die Währung nicht, bis die Währungsreserven der Zentralbank mit Laufe der Zeit vollständig beseitigt werden und der feste Wechselkurs aufgegeben wird. In anderen Worten kann man sagen dass die Spekulanten miteinander konkurrieren, bis der feste Wechselkurs nicht sein höchstes Niveau erreicht hat, wovon sie mehr profitieren können. Dies führt zum Wettbewerb zwischen Spekulanten.11
Kapitel 1: Einleitung: Diese Einleitung skizziert die makroökonomischen Probleme der Entwicklungsländer und führt in die Thematik der Währungs- und Finanzkrisen in Argentinien und der Türkei ein.
Kapitel 2: Die Modelle der Krisen: Hier werden theoretische Krisenmodelle (erste bis dritte Generation) analysiert, um die Dynamiken von Währungskrisen und deren Zusammenhang mit dem Bankensektor zu verstehen.
Kapitel 3: Argentinien-Krisen: Dieses Kapitel behandelt die historische Entwicklung, den Konvertibilitätsplan und das Currency Board-System in Argentinien sowie die Auslöser der dortigen Krise.
Kapitel 4: Türkei-Krisen: Der Fokus liegt auf der türkischen Wirtschaftsentwicklung, dem Stabilitätsprogramm von 1999 und den spezifischen Ursachen der Finanz- und Währungskrisen in der Türkei.
Kapitel 5: Ein Vergleich der Argentinien- und der Türkei-Krisen: Hier erfolgt eine systematische Gegenüberstellung der Krisen in beiden Ländern hinsichtlich Wechselkurspolitik, Kapitalzuflüssen und exogener Störungen.
Kapitel 6: Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Auswirkungen der angewandten Stabilitätsprogramme auf beide Nationen.
Währungskrise, Finanzkrise, Argentinien, Türkei, Currency Board, Stabilitätsprogramm, Kapitalzuflüsse, Wechselkurspolitik, Inflation, IWF, Bankensystem, Wirtschaftskrise, Auslandsschulden, Reformpolitik, makroökonomische Stabilität.
Die Arbeit untersucht und vergleicht die ökonomischen und politischen Faktoren, die zu den Währungskrisen in Argentinien und der Türkei zu Beginn des 21. Jahrhunderts geführt haben.
Die zentralen Themen umfassen die Anwendung theoretischer Krisenmodelle auf die Situation in Schwellenländern, die Rolle der Wechselkurspolitik sowie die Auswirkungen von IWF-gestützten Stabilitätsprogrammen.
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Auslöser von Krisen in Entwicklungsländern zu erlangen, indem die Erfahrungen aus Argentinien und der Türkei systematisch analysiert und gegenübergestellt werden.
Es handelt sich um eine vergleichende deskriptive Analyse, die durch die Auswertung ökonomischer Indikatoren, Statistiken und die Anwendung etablierter Krisenmodelle gestützt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Krisenmodelle, die detaillierte Untersuchung der argentinischen Krise, die Analyse der türkischen Krisen sowie einen direkten Vergleich der wirtschaftspolitischen Maßnahmen beider Länder.
Wichtige Begriffe sind insbesondere das Currency Board-System, kurzfristige Kapitalzuflüsse, Leistungsbilanzdefizite, politische Instabilität und die Rolle des Internationalen Währungsfonds.
Es fungierte als ein Anker für die Geldpolitik, um durch die Bindung an den US-Dollar Vertrauen und Stabilität zu schaffen, führte jedoch letztlich aufgrund von mangelnder Flexibilität und ökonomischer Überbewertung zur Verschärfung der Krise.
Im Gegensatz zum argentinischen System setzte die Türkei auf einen flexibleren Währungskorb (US-Dollar und Euro) und versuchte, eine proaktive Ausgangsstrategie für das Wechselkurssystem zu etablieren.
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