Examensarbeit, 2008
62 Seiten
1. Das Problem: Niedrige Lesemotivation der Jugendlichen in den Klassen Neun
1.1 Problemwahrnehmung
1.2 Problembeschreibung und –analyse
2. Auswahl der Lektüre
2.1 Warum „So lonely“?
2.2 Zum Inhalt des Romans
3. Erstellung einer Literaturkartei
3.1 Arbeitshypothese
3.2 Die Lehrerfunktionen
3.3 Zum Konzeptbegriff
4. Theoretische und didaktische Überlegungen zum Konzept
4.1 Kooperatives Lernen
4.1.1 Die lerntheoretischen Grundlagen des Kooperativen Lernens: Der Konstruktivismus
4.1.2 Das Konzept des Kooperativen Lernens
4.1.3 Warum Kooperatives Lernen?
4.1.4 Wie kann Kooperatives Lernen im Deutschunterricht eingesetzt werden?
4.2 Der produktionsorientierte Literaturunterricht
5. Aufbau, Funktion und Ziele der Literaturkartei
5.1 Die Umsetzung der Literaturkartei am Beispiel einer Unterrichtsreihe zu „So lonely“
5.2 Die Umsetzung der Literaturkartei am Beispiel von drei konkreten Unterrichtsstunden zur Unterrichtsreihe
6. Reflexion und Evaluation
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, ein motivierendes Konzept für den Umgang mit Ganzschriften im Deutschunterricht der Jahrgangsstufe 9 zu entwickeln, um der sinkenden Lesemotivation entgegenzuwirken. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie durch die Bündelung von Literaturkartei, kooperativen Lernformen und produktionsorientierten Verfahren ein handlungsorientierter Zugang geschaffen werden kann, der die Lebenswelt der Jugendlichen einbezieht.
2.1 Warum „So lonely“?
Der Jugendroman des schwedischen Autors Per Nilsson wurde 1997 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Jugendbuch ausgezeichnet.
Ein Auszug aus der Begründung der Jury für diese Auszeichnung lautet: „Ein Buch, das Liebe und Liebesleid buchstabiert: von Angst bis Zorn, von Zärtlichkeit bis Alleinsein. Ein Buch, das tiefe Glückseligkeit und tragisches Leiden nachempfinden lässt. Nicht zuletzt ein Buch, das den seltenen Blick in das Liebesjammertal eines männlichen Protagonisten gewährt.“
Mit dem Roman spricht der Autor vor allem Jugendliche an, die gerade auf dem Weg in die Adoleszenz sind. Diese können sich gut in den Protagonisten „er“ hineinversetzen und dessen Gefühle und Gedanken nachvollziehen. Der Roman berührt somit die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler. Dies ist ein entscheidender Faktor für die Lesemotivation. Der Roman berührt sowohl das weibliche als auch das männliche Geschlecht an. Sowohl Jungen als auch Mädchen durchleben die Phase des ersten Verliebtseins und können sich in den beiden Protagonisten („er“ und Ann-Katrin) wiederfinden.
An dieser Stelle möchte ich Kafka zitieren: „Wenn das Buch, was wir lesen, uns nicht mit einem Faustschlag auf den Schädel weckt, wozu lesen wir dann dieses Buch?“
Meiner Meinung nach ist Per Nilssons Jugendroman in der Lage, genau das zu erreichen. Die Schülerinnen und Schüler erleben die Situation des Protagonisten „er“ mit und werden mit immer wieder neuen Denkanstößen konfrontiert (Gedanken an Selbstmord, „Blindheit“ der Liebe, etc.). Sie werden beim Lesen in eine andere, ihnen jedoch sehr nahe stehende Welt versetzt, in der sie sich in die Protagonisten hineinversetzen können und so Erfahrungen machen können, die ihnen in ihrer eigenen Lebenswelt dabei helfen können, sich zurechtzufinden. Sie erleben die Perspektiven einer Partnerschaft und können so ihren Horizont erweitern. Dies eröffnet ihnen die Chance, empathiefähiger mit ihren Mitmenschen und Partnern umzugehen und ihr eigenes Handeln zu reflektieren.
1. Das Problem: Niedrige Lesemotivation der Jugendlichen in den Klassen Neun: Analyse der Ursachen für sinkendes Leseinteresse bei Jugendlichen und die Rolle der Schule als formelle Sozialisationsinstanz.
2. Auswahl der Lektüre: Begründung für die Wahl von "So lonely" und inhaltlicher Abriss des Romans.
3. Erstellung einer Literaturkartei: Definition der Literaturkartei als Arbeitsinstrument und Erläuterung der zugrunde liegenden pädagogischen Lehrerfunktionen.
4. Theoretische und didaktische Überlegungen zum Konzept: Detaillierte Herleitung der Konzepte Kooperatives Lernen und produktionsorientierter Literaturunterricht.
5. Aufbau, Funktion und Ziele der Literaturkartei: Konkrete methodische Umsetzung in Unterrichtsreihen und beispielhafte Stundendesigns.
6. Reflexion und Evaluation: Kritische Würdigung der Wirksamkeit der Literaturkartei und Vorschlag zur Erhebung des Lernerfolgs durch Fragebögen.
Lesemotivation, Literaturkartei, Ganzschrift, Kooperatives Lernen, produktionsorientierter Literaturunterricht, Per Nilsson, So lonely, Adoleszenz, Deutschunterricht, Sekundarstufe I, Lesekompetenz, Unterrichtsmethoden, Konstruktivismus, Schülerorientierung, Differenzierung.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung einer Literaturkartei als methodisches Konzept, um die Lesemotivation von Jugendlichen der Jahrgangsstufe 9 am Beispiel des Romans „So lonely“ zu steigern.
Zentrale Themen sind die Lesesozialisation, kooperative Lernformen, produktionsorientierte Unterrichtsgestaltung sowie die Lebenswelt von Jugendlichen während der Adoleszenz.
Das Hauptziel ist die Förderung der Lesemotivation durch die Bündelung von Literaturkartei, kooperativen Lernarrangements und produktionsorientierten Verfahren im Deutschunterricht.
Es handelt sich um eine fachdidaktische Konzeption, die theoretische Grundlagen des Konstruktivismus mit praktischen Unterrichtsentwürfen und methodischen Ansätzen wie dem reziproken Lesen oder Gruppenanalysen verbindet.
Im Hauptteil werden theoretische Fundamente des kooperativen und produktionsorientierten Lernens gelegt und in konkreten, beispielhaften Verlaufsplänen für Unterrichtsstunden angewandt.
Wichtige Begriffe sind Lesemotivation, kooperatives Lernen, Literaturkartei, produktionsorientierter Unterricht und Adoleszenz.
Sie wird durch arbeitsblattbasierte Aufgaben integriert, die in verschiedene Sozialformen eingebettet sind und gezielt die Handlungs- und Produktionsorientierung der Lernenden fördern.
Diese Methode fördert das verstehende Lesen durch wechselseitige Rollenübernahmen in Kleingruppen, wodurch Lesekompetenz und Texterschließung aktiv trainiert werden.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

