Bachelorarbeit, 2013
95 Seiten, Note: 1,7
1. Problemstellung
2. Grundlagen der Bilanzpolitik
2.1. Definition
2.2. Motive und Ziele der Bilanzpolitik
2.2.1. Motive
2.2.2. Ziele
2.2.2.1. Monetäre Ziele
2.2.2.2. Nicht-Monetäre Ziele
2.2.3. Zielkonflikte
2.2.4. Strategien zur Lösung konkurrierender Ziele
2.3. Grenzen der Bilanzpolitik
3. Bilanzpolitische Maßnahmen und Gestaltungsmöglichkeiten nach HGB und IAS/IFRS
3.1. Sachverhaltsgestaltende Maßnahmen
3.2. Sachverhaltsabbildende Maßnahmen
3.2.1. Formelle bilanzpolitische Maßnahmen
3.2.2. Materielle bilanzpolitische Maßnahmen
3.2.2.1. Ermessensspielräume
3.2.2.2. Ansatz- und Bewertungswahlrechte
3.3. Konzernbilanzpolitik
3.3.1. Aspekte
3.3.1.1. Jahresabschluss II-Erstellung
3.3.1.2. Kapital- und Schuldenkonsolidierung
3.3.1.3. Zwischenergebniseliminierung und Aufwands- und Ertragskonsolidierung
3.3.1.4. Steuerabgrenzung im Konzernabschluss
4. Analyse und Auswertung ausgewählter bilanzpolitischer Maßnahmen der DAX-Unternehmen
4.1. Immaterielle Vermögenswerte
4.1.1. Überblick
4.1.2. Analyse und Auswertung am Beispiel von VW, Daimler und BMW
4.2. Sachanlagen
4.2.1. Überblick
4.2.2. Analyse und Auswertung am Beispiel von Bayer und Merck
4.3. Rückstellungen
4.3.1. Überblick
4.3.2. Analyse und Auswertung am Beispiel von Beiersdorf
4.4. Leasing
4.4.1. Überblick
4.4.2. Analyse und Auswertung am Beispiel von Lufthansa
5. Thesenförmige Zusammenfassung
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht bilanzpolitische Maßnahmen und Gestaltungsmöglichkeiten in DAX-Unternehmen, um aufzuzeigen, wie das Management durch gezielte Rechnungslegung den Jahresabschluss innerhalb gesetzlicher Rahmenbedingungen beeinflussen kann, um Unternehmensziele zu erreichen und das Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu steuern.
3.1. Sachverhaltsgestaltende Maßnahmen
Unter Sachverhaltsgestaltung werden zumeist geschäftspolitische Maßnahmen verstanden – oftmals kurzfristig – die vor Ablauf des Geschäftsjahres durchgeführt werden um die wirtschaftliche und bilanzrechtliche Realität vor dem Bilanzstichtag zu beeinflussen. Sie zielen vorrangig auf die Gestaltung der Bilanz ab. Es steht häufig der Wunsch im Vordergrund das zugrunde liegende Mengengerüst der Bewertung und Bilanzierung maßgebend zu beeinflussen um so bestimmte Voraussetzungen für die Anwendung anderer bilanzpolitischer Instrumente zu schaffen, die im Rahmen der Abschlusserstellung eingesetzt werden sollen.
Für den Bilanzleser sind die Maßnahmen aus dem Jahresabschluss in der Regel nicht zu erkennen. Zudem unterliegen sie nicht dem Stetigkeitsgrundsatz. Grundsätzlich lassen sich drei typische Formen unterscheiden:
(1) Zeitliche Vor- oder Nachverlagerung von Geschäftsvorfällen;
Beispiel: Die Anschaffung bzw. Reparatur von Anlagegütern wird zur Entlastung des Ergebnisses in nachfolgende Geschäftsjahre verlagert. Dies ist jedoch nur dann sinnvoll, wenn keine Rückstellungen für unterlassene Instandhaltungen gebildet werden müssen.
(2) Einleitung von Maßnahmen, die nach dem Bilanzstichtag wieder rückgängig gemacht werden können; und
Beispiel: Rückzahlung eines Bankkredites kurz vor dem Bilanzstichtag und Neuaufnahme im folgenden Geschäftsjahr.
(3) Durchführung bilanzpolitisch motivierter Handlungen, die nach dem Bilanzstichtag nicht mehr umkehrbar sind.
Beispiel: Veräußerung von Vermögensgegenständen gegen Entgelt und unter Auflösung von stillen Reserven an einen Leasinggeber, um sie von diesem anschließend zurück zu leasen. Der Leasingvertrag wird so gestaltet, dass die Aktivierung des Vermögensgegenstandes beim Leasinggeber als wirtschaftlichem Eigentümer erfolgt. (sale-and-leaseback)
1. Problemstellung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle der Bilanzpolitik innerhalb der Unternehmenspolitik und diskutiert das Spannungsfeld zwischen zielgerichteter Informationspolitik und Bilanzschönung.
2. Grundlagen der Bilanzpolitik: Dieses Kapitel definiert Bilanzpolitik, erläutert die verschiedenen Motive und Ziele des Managements und stellt Strategien zur Bewältigung von Zielkonflikten dar.
3. Bilanzpolitische Maßnahmen und Gestaltungsmöglichkeiten nach HGB und IAS/IFRS: Hier werden die zentralen Instrumente der Bilanzpolitik systematisch in sachverhaltsgestaltende und sachverhaltsabbildende Maßnahmen unterteilt und deren Anwendungsbereiche erläutert.
4. Analyse und Auswertung ausgewählter bilanzpolitischer Maßnahmen der DAX-Unternehmen: In diesem Hauptteil erfolgt die praktische Untersuchung bilanzpolitischer Spielräume anhand konkreter Beispiele aus der Automobil-, Pharma- und Luftfahrtbranche.
5. Thesenförmige Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer prägnanten Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse über die Nutzung bilanzpolitischer Instrumente und deren Auswirkungen auf den Jahresabschluss.
Bilanzpolitik, Jahresabschluss, HGB, IAS, IFRS, Sachverhaltsgestaltung, Sachverhaltsabbildung, Ermessensspielräume, Wahlrechte, DAX-Unternehmen, Rückstellungen, Leasing, immaterielle Vermögenswerte, Eigenkapital, Ergebnissteuerung
Die Arbeit befasst sich mit der aktiven Gestaltung von Jahresabschlüssen durch Unternehmen, dem sogenannten "Bilanzpolitik-Ansatz", um gezielt auf Unternehmenskennzahlen Einfluss zu nehmen.
Zu den Kernbereichen gehören die theoretischen Grundlagen der Bilanzpolitik, die Unterscheidung zwischen formellen und materiellen Maßnahmen sowie deren praktische Anwendung in großen Konzernen.
Das Ziel ist es zu analysieren, welche bilanzpolitischen Gestaltungsspielräume DAX-Konzerne nutzen und wie sich diese Maßnahmen konkret auf die Kennzahlen und das Jahresergebnis auswirken.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Fundierung der bilanzpolitischen Instrumente mit einer empirischen Analyse, die auf Daten und Jahresabschlüssen ausgewählter DAX-Konzerne basiert.
Der Hauptteil analysiert spezifische Positionen wie immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Rückstellungen und Leasingverhältnisse in der Praxis von Unternehmen wie VW, Bayer oder der Lufthansa.
Bilanzpolitik, Jahresabschluss, Wahlrechte, Ermessensspielräume, HGB, IFRS, Konzernabschluss, Kennzahlenanalyse.
Solche Transaktionen können stille Reserven freisetzen und die Bilanzstruktur verbessern, indem sie die Liquidität erhöhen und Finanzierungskennzahlen positiv beeinflussen.
Durch die Wahl einer längeren Nutzungsdauer sinkt die jährliche Abschreibungslast, was den Gewinn und das Eigenkapital in der Periode kurzfristig erhöht.
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