Bachelorarbeit, 2013
45 Seiten, Note: 2,0
Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung
I. Einleitung
1. Kaiserreich und Industrielle Revolution
1.1 Das Kaiserreich
1.2 Die Industrielle Revolution
1.3 Allgemeine Darstellung der Industriellen Revolution
1.4 Technologische und gesellschaftliche Veränderungen
1.5 Das Ruhrgebiet
1.6 Das Königreich Württemberg
1.6.1 Die Maschinenfabrik Esslingen
1.6.2 Arbeiterbewegung und soziale Fürsorge
2. Vergleich der Region Ruhrgebiet mit der Region Esslingen
2.1 Schwerindustrie
2.2 Bevölkerungszahlen
2.3 Industriearten
3. Resümee
Das Hauptziel dieser Arbeit ist ein wissenschaftlicher Vergleich der industriellen Entwicklung zwischen dem Ruhrgebiet als Zentrum der Schwerindustrie in der preußischen Rheinprovinz und dem Neckarraum um Esslingen. Die Forschungsfrage fokussiert sich auf die Betrachtung der unterschiedlichen, ähnlichen oder gegensätzlichen Verläufe der Industrialisierung in diesen zwei spezifischen Regionen.
1.4 Technologische und gesellschaftliche Veränderungen
Das Kaiserreich hatte zwar die verschiedenen Königreiche, Fürsten- und Herzogtümer vereint, aber weil diese Reiche als 25 Bundesstaaten erhalten blieben, gab es bereits wieder große Unterschiede. Dazu kam, dass durch die geographischen Besonderheiten innerhalb der Bundesstaaten sich verschiedene Wirtschaftsregionen ergaben, die unterschiedlich produzierten und sich unterschiedlich industriell entwickelt hatten. Zur gleichen Zeit existierten stark agrarisch geprägte Regionen und industrielle Zentren. Die Koexistenz der wichtigen, aber stagnierenden Landwirtschaft zur der sich weiter entwickelnden Industrie47 macht deutlich, dass es keine einheitliche Sicht auf das Kaiserreich, was die Technik und die Industrialisierung angehen, geben kann.
Die voranschreitende Technik war ein wichtiger Bestandteil des Prozesses der Industrialisierung. Strittig ist für die Technikgeschichte, ob die Technik die Gesellschaft bedingt oder die Gesellschaft die Technik48. Übereinkunft besteht darüber, dass die Entwicklung der Dampfmaschine die Produktion, die Transportwege und damit die gesamte soziale Struktur innerhalb Deutschlands veränderte. Ohne diese Veränderungen würde es keine Industrielle Revolution geben. Daher muss der technische Fortschritt eine Region erreichen, um dort Veränderungen herbeizuführen. Am Beispiel der Esslinger Maschinenfabrik, welche auf Bestreben des Staates gegründet wurde, ist ersichtlich, wie der Staat die Technik und damit den Fortschritt in sein Land zu holen bestrebt war. Im Ruhrgebiet waren es vor allem die reichen Vorkommen an Kohle und Eisenerz, welche die Anschaffung von neuen Techniken und die Ansiedlung weiterer Industriezweige begünstigte, um konkurrenzfähig mit England zu sein. Darüber hinaus benötigte Preußen das Eisen für sein Militär und sorgte damit selbst für ein wirtschaftliches Wachstum in der Region. Aber auch hier musste erst die Technik entwickelt werden, um den industriellen Ausbau zu fördern. Ohne Technik gibt es keine Industrielle Revolution, das zeigt die Industrialisierung deutlich. Die Verbesserung der Herstellung von Produkten ist erforderlich, um die Industrie zu revolutionieren.
I. Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, einen Vergleich zwischen dem Ruhrgebiet und dem Raum Esslingen hinsichtlich ihres industriellen Entwicklungsverlaufs zu ziehen.
1. Kaiserreich und Industrielle Revolution: Dieses Kapitel erläutert die politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen des Kaiserreiches sowie allgemeine Definitionen und technologische Aspekte der Industrialisierung.
1.1 Das Kaiserreich: Es wird die Gründung und Struktur des Kaiserreiches sowie die demographischen Veränderungen und die Urbanisierung in dieser Epoche beschrieben.
1.2 Die Industrielle Revolution: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Industriellen Revolution als Prozess des wirtschaftlich-technischen Wandels und diskutiert die Periodisierung der deutschen Industrialisierung.
1.3 Allgemeine Darstellung der Industriellen Revolution: Die allgemeinen Auswirkungen des Wandels auf die Bevölkerung und die regionale Verteilung der Industriezentren werden hier beleuchtet.
1.4 Technologische und gesellschaftliche Veränderungen: Das Kapitel befasst sich mit der wechselseitigen Beeinflussung von Technik und Gesellschaft sowie der Bedeutung technischer Innovationen für den wirtschaftlichen Fortschritt.
1.5 Das Ruhrgebiet: Hier wird die historische und wirtschaftliche Entwicklung des Ruhrgebietes als Zentrum der Monoindustrie und Schwerindustrie dargestellt.
1.6 Das Königreich Württemberg: Die industrielle Entwicklung Württembergs unter Berücksichtigung spezifischer regionaler Gegebenheiten wird hier in den Kontext gesetzt.
1.6.1 Die Maschinenfabrik Esslingen: Dieser Abschnitt konzentriert sich auf die spezifische Unternehmensgeschichte der Maschinenfabrik Esslingen als zentralem Akteur der regionalen Industrie.
1.6.2 Arbeiterbewegung und soziale Fürsorge: Es wird die Entstehung der Arbeiterbewegung sowie staatliche und betriebliche Maßnahmen zur sozialen Fürsorge in der Region thematisiert.
2. Vergleich der Region Ruhrgebiet mit der Region Esslingen: Dieses Kapitel führt den direkten Vergleich zwischen den beiden Wirtschaftsregionen durch.
2.1 Schwerindustrie: Hier erfolgt eine quantitative Analyse der Roheisenproduktion und der regionalen Schwerindustriebedeutung.
2.2 Bevölkerungszahlen: Der Vergleich der demographischen Dynamik und der Urbanisierung in beiden Regionen wird hier detailliert ausgearbeitet.
2.3 Industriearten: Dieser Abschnitt verdeutlicht die strukturellen Unterschiede zwischen der Monoindustrie des Ruhrgebiets und der breiten Diversifizierung in Esslingen.
3. Resümee: Das Resümee fasst die Schwierigkeiten des regionalen Vergleichs aufgrund der Quellenlage zusammen und bewertet die unterschiedlichen industriellen Erfolgsmodelle.
Industrielle Revolution, Deutsches Kaiserreich, Ruhrgebiet, Esslingen, Schwerindustrie, Industrialisierung, Urbanisierung, Wirtschaftsgeschichte, Maschinenfabrik, Monoindustrie, Strukturwandel, Technikgeschichte, Sozialgeschichte, Technologietransfer, Regionalgeschichte
Die Arbeit vergleicht die industrielle Entwicklung zweier unterschiedlicher Wirtschaftsregionen im Deutschen Kaiserreich: das Ruhrgebiet, geprägt durch die Schwerindustrie, und den Raum Esslingen mit einer diversifizierten industriellen Struktur.
Zentrale Felder sind die technologische Entwicklung, der demographische Wandel, die Auswirkungen der Industrialisierung auf die Gesellschaft, die spezifische Ausprägung der Industriearten sowie die Rolle von Großbetrieben versus mittelständischer Strukturen.
Das Ziel ist es, den unterschiedlichen, ähnlichen oder gegensätzlichen Verlauf der industriellen Entwicklung in diesen beiden Regionen wissenschaftlich zu betrachten und herauszuarbeiten, warum sich die Industrielle Revolution regional so verschieden manifestierte.
Die Arbeit nutzt einen komparativen Ansatz, bei dem historische Daten, statistische Tabellen zur Bevölkerungs- und Produktionsentwicklung sowie Überblicksliteratur und regionalspezifische Quellen analysiert und zueinander in Bezug gesetzt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der allgemeinen Rahmenbedingungen des Kaiserreiches, die spezifische Analyse der Industriegeschichte von Ruhrgebiet und Esslingen und einen direkten Vergleich der Schwerindustrie, der Bevölkerungsentwicklung und der Industriearten.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Industrielle Revolution, Schwerindustrie, Monoindustrie, Strukturwandel, Regionalgeschichte und Wirtschaftsgeschichte charakterisiert.
Das Ruhrgebiet dient als klassische Schwerindustrieregion ("Führungsregion") als Kontrast zum Neckarraum Esslingen, wo sich eine breitere Palette an Industriezweigen entwickelte, was einen interessanten Vergleich zwischen Mono- und diversifizierter Industrialisierung ermöglicht.
Die Maschinenfabrik Esslingen fungiert als konkretes Fallbeispiel, anhand dessen die industrielle Entwicklung Württembergs und die Abkehr von rein agrarischen Strukturen hin zur modernen Maschinen- und Elektroindustrie exemplarisch nachvollzogen wird.
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