Diplomarbeit, 2013
125 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
1.1 Fragestellung und Intention der Studie
1.2 Aufbau der Studie
1.3 Methodisches Vorgehen
2. Demografische Alterung in Deutschland und altersgerechte Strategien auf Quartiers- und Gebäudeebene
2.1 Demografische Alterung in Deutschland
2.1.1 Hauptdeterminanten der demografischen Alterung
2.1.2 Herausforderungen für die Stadtplanung
2.1.3 Fokussierung auf die Quartiersebene
2.2 Altersgerechte Quartiersentwicklung als Strategie auf der Quartiersebene
2.2.1 Begriffsfassung
2.2.2 Zielsetzung
2.2.3 Handlungsfelder
2.2.4 Umsetzungsphasen
2.3 Gemeinschaftliche Wohnformen als Strategie auf der Gebäudeebene
2.3.1 Begriffsfassung
2.3.2 Aufbaustruktur
2.3.3 Umsetzungsphasen
2.4 Altersgerechte Quartiersentwicklung und gemeinschaftliche Wohnformen
2.4.1 Relevanz in der Gesellschaft und in der altersgerechten Quartiersentwicklung
2.4.2 Definition der Forschungslücke
2.4.3 Thesenformulierung
2.5 Zusammenfassung
3. Altersgerechte Quartiersentwicklung in Arnstadt-Ost und die Rolle der Hausgemeinschaft „Gemeinsam statt einsam. Generationswohnen in Arnstadt-Ost“
3.1 Das Wohnquartier Arnstadt-Ost
3.1.1 Lage und Erschließung
3.1.2 Quartiersstrukturen
3.2 Altersgerechte Quartiersentwicklung und der Weg zum gemeinschaftlichen Wohnprojekt
3.2.1 Arnstadt-Ost wird Stadtumbaugebiet
3.2.2 Altersgerechte Quartiersentwicklung im Rahmen des Stadtumbaus
3.2.3 Die Idee des gemeinschaftlichen Wohnprojekts
3.3 Die Hausgemeinschaft „Gemeinsam statt einsam. Generationswohnen in Arnstadt-Ost“
3.3.1 Ausgangssituation im Quartier
3.3.2 Umsetzungsphasen
3.4 Auswertung der Ergebnisse in den Handlungsfeldern
3.4.1 Handlungsfeld: Wohnen
3.4.2 Handlungsfeld: Öffentlicher Raum
3.4.3 Handlungsfeld: Struktur der Nahversorgung
3.4.4 Handlungsfeld: Freizeitangebote
3.4.5 Handlungsfeld: Mobilität
3.4.6 Handlungsfeld: Soziale Integration und Vernetzung
3.5 Interpretation der Ergebnisse
3.6 Zusammenfassung
4. Schlussbetrachtungen
4.1 Definition der Rolle der Hausgemeinschaft für die altersgerechte Entwicklung in Arnstadt-Ost
4.2 Schlussfolgerungen innerhalb der einzelnen Handlungsfelder
4.3 Fazit
4.4 Weiterer Forschungsbedarf
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle gemeinschaftlicher Wohnformen als Instrument für eine altersgerechte Quartiersentwicklung, basierend auf der Fragestellung, wie durch solche Projekte ein selbstständiges Leben im Alter im vertrauten Quartier gefördert werden kann. Dabei wird analysiert, inwiefern die Hausgemeinschaft „Gemeinsam statt einsam. Generationswohnen in Arnstadt-Ost“ zur altersgerechten Entwicklung des Quartiers beiträgt.
Handlungsfeld: Wohnen
Laut Kreuzer (2006) übernimmt die Wohnung die Funktion des Aufenthalts, der Daseins-, Gestaltungs- und Rückzugsmöglichkeiten in einem vertrauten und Sicherheit vermittelten privaten Raum (Vgl. ebd.: 75). Dabei wird die Wohnung bezüglich Lage, Größe und Ausstattung in jeder Lebensphase anders bewertet und als geeignet oder ungeeignet empfunden. Speziell im Alter verändern sich die Ansprüche an die Wohnung, da zum einen die Wohnung den Kernbereich des Lebens im Alter darstellt und zum anderen eine selbstständige Lebensgestaltung gewährleisten sollte. Unterstrichen wird diese Aussage durch Simbriger (2006), indem sie darauf hinweist, dass „Alte mehr wohnen“ im Gegensatz zu Kindern, Hausfrauen und Berufstätigen (Vgl. ebd.: 24). Begründet wird das „mehr wohnen“ einerseits durch veränderte motorische Fähigkeiten27, sensorische Wahrnehmungsleistungen28 und Seh- und Hörfähigkeiten29 im höheren Alter und andererseits durch das Ausscheiden aus dem Berufsleben30. Um so lange wie möglich selbstbestimmt und selbstständig bis ins hohe Alter in der eigenen Häuslichkeit verbleiben zu können, bedarf es der Anpassung der Wohnbedingungen an die individuellen Leistungsveränderungen der älteren Person.31 In welchem Umfang die Wohnraumanpassung erfolgen soll, ist laut Ottensmeier und Rothen (2012) eine individuelle Bedürfnis- und Wertentscheidung und entspricht somit der zunehmenden Heterogenisierung des Alters (Vgl. ebd.: 6).
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der demografischen Alterung ein und erläutert die Relevanz der Quartiersentwicklung für ein selbstständiges Altern.
2. Demografische Alterung in Deutschland und altersgerechte Strategien auf Quartiers- und Gebäudeebene: Dieses Kapitel liefert theoretische Grundlagen zu den Herausforderungen der demografischen Alterung und diskutiert Strategien auf Quartiers- und Projektebene.
3. Altersgerechte Quartiersentwicklung in Arnstadt-Ost und die Rolle der Hausgemeinschaft „Gemeinsam statt einsam. Generationswohnen in Arnstadt-Ost“: Das Kapitel analysiert das konkrete Fallbeispiel Arnstadt-Ost, den Planungsprozess und die Implementierung der Hausgemeinschaft in verschiedenen Handlungsfeldern.
4. Schlussbetrachtungen: Hier werden die Ergebnisse zusammengeführt, die Rolle der Hausgemeinschaft definiert und Schlussfolgerungen für die Handlungsfelder sowie weiterer Forschungsbedarf abgeleitet.
Demografische Alterung, Stadtplanung, altersgerechte Quartiersentwicklung, gemeinschaftliche Wohnformen, Arnstadt-Ost, Hausgemeinschaft, Generationswohnen, Stadtumbau, Handlungsfelder, Soziale Integration, Wohnraumanpassung, Wohnumfeld, Partizipation, Lebensphase Alter, Stadtentwicklung.
Die Arbeit untersucht den Beitrag gemeinschaftlicher Wohnformen zur altersgerechten Entwicklung von Stadtquartieren anhand eines praktischen Fallbeispiels.
Im Fokus stehen die demografische Alterung, die altersgerechte Quartiersentwicklung, gemeinschaftliche Wohnkonzepte und deren Auswirkungen auf bauliche sowie soziale Quartiersstrukturen.
Ziel ist es zu ergründen, ob und wie eine gemeinschaftliche Wohnform (am Beispiel Arnstadt-Ost) als Instrument für eine altersgerechte Quartiersentwicklung förderlich sein kann.
Die Studie nutzt einen qualitativen Forschungsansatz, bestehend aus Dokumentenanalysen sowie Leitfadeninterviews mit Bewohnern und Experten vor Ort.
Der Hauptteil analysiert das Quartier Arnstadt-Ost, den Weg zum gemeinschaftlichen Wohnprojekt, die verschiedenen Umsetzungsphasen und die Auswirkungen in Feldern wie Wohnen, öffentlichem Raum und sozialer Vernetzung.
Wichtige Begriffe sind insbesondere altersgerechte Quartiersentwicklung, Generationswohnen, Stadtumbau, Gemeinschaftsraum und soziale Integration.
Sie fungiert als Vorbildobjekt und "Anziehungsmagnet", fördert soziale Kontakte, unterstützt durch Beratungsangebote und wertet das Quartier baulich auf.
Die Arbeit identifiziert Konflikte bezüglich der Altershomogenität, der Ausstattung der Gemeinschaftsräume sowie die Notwendigkeit einer fachlichen Begleitung bei komplexen gruppendynamischen Prozessen.
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