Magisterarbeit, 2012
228 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Erlebnispädagogik
2.1 Begriffsdefinitionen
2.1.1 Erklärung des Begriffs Erleben
2.1.2 Darlegung des Begriffs Erlebnis im Vergleich zu dem des Erlebens
2.1.3 Festlegung der Begriffe Erziehung, Bildung, Lernen und Erlebnispädagogik
2.1.3.1 Erziehung
2.1.3.2 Bildung
2.1.3.3 Lernen
2.1.3.4 Auseinandersetzung mit dem Begriff der Erlebnispädagogik
2.2 Die Entwicklung der Erlebnispädagogik
2.2.1 Wurzeln der Erlebnispädagogik – von der Antike bis zur Reformpädagogik
2.2.2 Kurt Hahn und sein Konzept der ‚Erlebnistherapie‘
2.2.3 Die Entwicklung der pädagogischen Praxis von den 1950er Jahren bis heute
2.3 Theoretische Begründungsversuche der Erlebnispädagogik
2.3.1 Zielsetzungen und Merkmale erlebnispädagogischer Arrangements
2.3.2 Reflexionsmodelle der Erlebnispädagogik
2.3.2.1 Das Modell ‚The mountains speak for themselves‘
2.3.2.2 Das Modell ‚Outward Bound Plus‘
2.3.2.3 Das ‚Metaphorische Modell‘
3 Geocaching als Freizeitaktivität
3.1 Mit moderner Technik auf Schatzsuche
3.1.1 Der Ablauf einer Geocachesuche
3.1.2 Die Entstehung und Entwicklung der Aktivität Geocaching
3.1.3 Die unterschiedlichen Arten eines Geocaches
3.1.4 Das Verstecken und Suchen beim Geocaching
3.2 Global Positioning System – zum technischen Hintergrund des GPS-Systems und GPS-Empfangsgeräten
3.2.1 Das Funktionsprinzip des GPS-Systems
3.2.2 Die grundlegenden Funktionen eines GPS-Empfangsgeräts
3.2.3 Zur Genauigkeit des GPS-Systems
4 Geocaching in der erlebnispädagogischen Praxis
4.1 Die Zusammenhänge zwischen Lernen, Erleben und Erlebnis vor dem Hintergrund der Erlebnispädagogik und in Bezug auf Geocaching
4.2 Die erlebnispädagogischen Reflexionsmodelle in ihrer Anwendung mit Geocaching
5 Zum Forschungsstand von Geocaching in der Pädagogik
5.1 „Natursportcamps und deren Potenziale zur Bildung für nachhaltige Entwicklung“
5.2 Projekt zu „GPS und Umweltbildung“
5.3 Multimediale Schatzsuche in Anlehnung an Geocaching
5.4 Resümee der erläuterten Untersuchungen vor dem Hintergrund der Konzeption von erlebnispädagogischen Geocaching-Programmen
6 Methodische Rahmung
6.1 Erhebungsdesign
6.2 Auswertungsdesign
7 Datenauswertung der durchgeführten Interviews
7.1 Darbietung des inhaltsanalytischen Auswertungskonzepts
7.1.1 Bestimmung des Ausgangsmaterials
7.1.2 Fragestellungen der Analyse
7.1.3 Analysetechnik und Ablaufmodell der Analyse
7.1.4 Präsentation erster Befragungsergebnisse
7.2 Interpretation des Interviewmaterials
7.2.1 Interpretation hinsichtlich der ersten Analysefrage
7.2.1.1 ‚Affektive Aspekte‘
7.2.1.2 ‚Kognitive Aspekte‘
7.2.1.3 ‚Verhaltensbezogene Aspekte‘
7.2.1.4 Fazit zur ersten Analysefrage
7.2.2 Interpretation hinsichtlich der zweiten Analysefrage
7.2.2.1 ‚Pädagogische Ansätze‘
7.2.2.2 ‚Psychologische Ansätze‘
7.2.2.3 Fazit zur zweiten Analysefrage
7.2.3 Interpretation hinsichtlich der dritten Analysefrage
7.2.3.1 ‚Konzeptbedingungen‘
7.2.3.2 ‚Konzeptinhalte‘
7.2.3.3 ‚Konzeptstruktur und -variationen‘
7.2.3.4 ‚Konzepterfahrung‘
7.2.3.5 Fazit zur dritten Analysefrage
7.3 Auseinandersetzung mit Gütekriterien der empirischen Sozialforschung
7.4 Diskussion
8 Schlussbetrachtung
Die Magisterarbeit untersucht, inwieweit Geocaching als Aktivität in erlebnispädagogische Programme integriert werden kann, um deren pädagogische Zielsetzungen zu unterstützen. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Konzeption regionaler Geocaching-Angebote unter erlebnispädagogischen Gesichtspunkten, wobei mittels qualitativer Leitfadeninterviews die Praxis eruiert und durch eine Inhaltsanalyse ausgewertet wird.
1 Einleitung
Die moderne Erlebnispädagogik ist mit der Kluft zwischen ihrer Theorie und Praxis konfrontiert – ein Problem das bereits in der Vergangenheit und noch heute im Verhältnis zwischen der Erziehungswissenschaft und der pädagogischen Professionalität vorzufinden ist (vgl. Schott 2003; S. 171, Koring 1997, S. 85). Betrachtet man kritische Äußerungen hinsichtlich der Erlebnispädagogik, kristallisieren sich zwei grundlegende Ansichten heraus: Einerseits plädiert man für eine Fortsetzung des offenen Suchprozesses im Sinne einer Fortentwicklung der Erlebnispädagogik, weil angenommen wird, dass „wird, dass ‚in sich geschlossene Theorie fixiert ist, […] sich die Erlebnispädagogik begrenzen und abgrenzen [wird]“ (Ziegenspeck 1993, S. 19, Auslassung, Anpassung: A. R.). Demnach kann sich diese pädagogische Teildisziplin nur solange konstruktiv entfalten, wie sie eben nicht durch theoretische Begründung in ihrem Wesen eingeschränkt wird. Folglich scheint sie ihre Eigenheit genau in dem Moment zu verlieren, in dem man sie in ein ‚Korsett theoretischer Konstruktionen‘ zu pressen versucht. Andererseits besteht „ein Defizit an fundierter Theoriebildung“ vor dem Hintergrund „eine[r] starke[n] Zunahme von erlebnispädagogischen Aktivitäten“ (Schott 2003, S.171, Anpassung: A. R.). Daraus ist zu schließen, dass in der erlebnispädagogischen Praxis in Form von entsprechend arrangierten Maßnahmen Aktivitäten eingebunden werden, deren Anwendung und Wirkungsweise weder plausibel erklärt noch empirisch überprüft wurde.
Als eine dieser Tätigkeiten, die jüngst Anwendung in der erlebnispädagogischen Praxis fanden, kann Geocaching genannt werden. Geocaching ist eine natursportliche Freizeitaktivität, bei der anhand von Koordinaten mit Hilfe eines GPS-Geräts versteckte „Schätze“ gesucht werden und der Fund im Internet registriert und kommentiert wird. Der hier nun relevante Aspekt ist die Art und Weise, zu dem Versteck zu gelangen. Da diese Suche sehr vielfältig gestaltet sein kann, so dass mitunter sportliche Aktivitäten wie Klettern oder Paddeln mit einbezogen werden, erschließt sich die Annahme, dass sich Geocaching daher auch für erlebnispädagogische Maßnahmen zu eignen scheint. Auf dieser Perspektive bauen sich das Erkenntnis- und Forschungsinteresse dieser Arbeit auf.
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis in der Erlebnispädagogik und führt Geocaching als potenzielles erlebnispädagogisches Instrument ein.
2 Erlebnispädagogik: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Erleben, Erziehung und Bildung und diskutiert historische Wurzeln sowie aktuelle Reflexionsmodelle der Erlebnispädagogik.
3 Geocaching als Freizeitaktivität: Das Kapitel bietet eine Einführung in das Geocaching, erklärt technische Grundlagen des GPS und beschreibt die verschiedenen Arten der Schatzsuche.
4 Geocaching in der erlebnispädagogischen Praxis: Hier werden Verbindungen zwischen erlebnispädagogischen Modellen und der Praxis des Geocachings hergestellt, um deren pädagogisches Potenzial aufzuzeigen.
5 Zum Forschungsstand von Geocaching in der Pädagogik: Es werden existierende Studien zu Natursportcamps, GPS-Umweltbildungsprojekten und multimedialen Schatzsuchen kritisch beleuchtet.
6 Methodische Rahmung: Dieses Kapitel begründet das gewählte qualitative Forschungsdesign, insbesondere die Entscheidung für leitfadengestützte Experteninterviews.
7 Datenauswertung der durchgeführten Interviews: Der Hauptteil der Analyse, in dem die Interviewdaten mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet und hinsichtlich der Forschungsfragen interpretiert werden.
8 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert das Potenzial sowie die Herausforderungen von Geocaching als erlebnispädagogische Methode.
Erlebnispädagogik, Geocaching, Erleben, GPS-Technik, qualitative Inhaltsanalyse, Leitfadeninterviews, erlebnispädagogische Programme, pädagogische Praxis, Reflexionsmodelle, Sozialkompetenz, Wissensvermittlung, Teamfindung, pädagogische Konzeption.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Integration der modernen Aktivität „Geocaching“ in erlebnispädagogische Programme und untersucht deren pädagogischen Nutzen.
Zentral sind die erlebnispädagogische Theorie, die technische Funktionsweise von GPS, die Anwendung von Geocaching als Lernmittel und die Analyse von Experteninterviews aus der Praxis.
Das Ziel ist es, herauszufinden, wie Geocaching-Angebote konzipiert sein müssen, damit sie erlebnispädagogische Ziele (wie Teambildung oder Wissensvermittlung) effektiv unterstützen können.
Die Autorin verwendet ein qualitatives Forschungsdesign, bestehend aus Experteninterviews, die nach der Methode der qualitativen Inhaltsanalyse von Philipp Mayring ausgewertet wurden.
Im Hauptteil werden neben theoretischen Grundlagen der Erlebnispädagogik die technische Komponente des Geocachings, der aktuelle Forschungsstand und eine detaillierte Auswertung von fünf Experteninterviews präsentiert.
Erlebnispädagogik, Geocaching, GPS-Technik, pädagogische Konzeption, qualitative Inhaltsanalyse und soziale Kompetenz sind die zentralen Begriffe.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass fachlich qualifiziertes Personal für die erlebnispädagogische Qualität essenziell ist, da reine Quereinsteiger ohne pädagogische Grundbildung an ihre Grenzen stoßen können.
Ohne Reflexion läuft Gefahr, dass Geocaching lediglich als rein spielerische Freizeitbeschäftigung wahrgenommen wird und der erlebnispädagogische Lerneffekt verloren geht.
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