Masterarbeit, 2013
96 Seiten, Note: 1,5
1 Das Controlling von Markenportfolios als Herausforderung an das Markenmanagement in der Automobilindustrie
1.1 Stellenwert der Mehrmarkenstrategie für Automobilhersteller
1.2 Notwendigkeit eines Mehrmarkencontrolling
1.3 Zielsetzung und Gang der Untersuchung
2 Grundlagen zur Marke und Shadow Endorsement-Strategie im Rahmen des Mehrmarkenmanagement
2.1 Grundlagen der Markenführung
2.1.1 Begriff und Erscheinungsformen der Marke
2.1.1.1 Begriffsverständnis der Marke
2.1.1.2 Erscheinungsformen der Marke
2.1.2 Ziele und Leitgrößen des Markenmanagement
2.1.3 Grundkonzept der identitätsorientierten Markenführung
2.2 Konzeption von Markenportfolios
2.2.1 Grundlagen der klassischen Portfoliotheorie
2.2.2 Konzeptualisierung von Markenportfolios und Mehrmarkenstrategien
2.2.3 Ziele von Mehrmarkenstrategien
2.3 Controlling von Markenportfolios
2.3.1 Grundzüge des Markencontrolling
2.3.2 Ansatzpunkte zum Controlling von Markenportfolios
2.3.3 Zielsystem des Mehrmarkencontrolling
3 Konzeptualisierung eines identitätsorientierten Markentools zur Markenportfolio-Strukturierung in der Automobilindustrie
3.1 Entwicklung eines Modellrahmens
3.1.1 Wesen von Portfoliomarken
3.1.2 Faktische und Bestimmte Corporate Brands
3.2 Strategische Rahmenplanung von Markenportfolios
3.2.1 Marktstrategische Positionierung
3.2.2 Strategische Markenrollen
3.3 Abgrenzung von Markenidentitäten
3.4 Effekte der Corporate Brand
3.5 Modellentwicklung
4 Schlussbetrachtung
4.1 Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse
4.2 Implikationen für die Unternehmenspraxis
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, einen wissenschaftlichen Beitrag zum Controlling von Mehrmarkenstrategien in der Automobilindustrie zu leisten. Angesichts der hohen Komplexität von Markenportfolios in dieser Branche wird eine Systematik entwickelt, um das interne und externe Zusammenspiel von Portfoliomarken zu optimieren und die Markenführung auf Basis identitätsorientierter Ansätze nachhaltig zu stärken.
Wesen von Portfoliomarken
Im Rahmen der Entwicklung des theoretischen Bezugsrahmens dieser Arbeit wurde deutlich, dass der Begriff der Corporate Brand im Rahmen von Mehrdachmarkensystemen zuweilen mit abweichenden Bedeutungsinhalten belegt wird. Das notwendige Verständnis von Marken scheint jedoch eine dringende Voraussetzung, um die Wirkungsbeziehungen zwischen Portfoliomarken und insbesondere zwischen Unternehmensmarke und Unternehmensbereichsmarken durchdringen zu können. Legt man die Gedanken Aakers zugrunde, fungiert die Corporate Brand als Anker organisationaler Markenassoziationen, die durch Ausstrahlung von Werten, Kompetenz und Glaubwürdigkeit im Sinne der Markenidentität substanziell auf die Wahrnehmung der Produktmarken einwirkt.
Die Bedeutung der Corporate Brand wird in kaum einer anderen Branche so deutlich wie in der Automobilindustrie. Da zur rationalen Lösung des Kundenproblems - dem Transport - praktisch jeder Marktteilnehmer in ähnlicher Weise beitragen kann, wird die Kaufrelevanz der Produktmarken vor allem durch den emotionalen Zusatznutzen der Automobilmarke determiniert, der auf das Identifikationsbedürfnis des Nachfragers abzielt. Insofern kann die Markenführung auch als „Königsdisziplin der Automobilindustrie“ verstanden werden, einer Branche, in der letztlich nur markierte Leistungen und keine No-Names existieren.
Es erscheint zweckmäßig die Corporate Brand in diesem Sinne als Identitäts- und Werteträger zu verstehen, die ihre Produktmarken mit einer Markenpersönlichkeit bekleidet und somit entscheidender Faktor für die Kaufverhaltensrelevanz der Marke ist. Aus dieser Anschauung geht unmittelbar hervor, dass auch Unternehmensbereichsmarken eines Automobilherstellers als Träger organisationaler Markenassoziationen durch den Charakter einer Corporate Brand konstituiert sind. Die Herausforderung des Mehrmarkenmanagements in der Automobilindustrie ist somit im Kern in der hygienischen Verknüpfung verschiedener Corporate Brands zu sehen, deren Identitäten möglichst frei von assoziativen Überschneidungen in der Angebotsmatrix der Eigentümergesellschaft zu verorten sind.
1 Das Controlling von Markenportfolios als Herausforderung an das Markenmanagement in der Automobilindustrie: Dieses Kapitel erläutert die steigende Bedeutung der Mehrmarkenstrategie für Automobilhersteller als Reaktion auf Marktsättigung und Wettbewerbsdruck und begründet die Notwendigkeit eines systematischen Mehrmarkencontrollings.
2 Grundlagen zur Marke und Shadow Endorsement-Strategie im Rahmen des Mehrmarkenmanagement: Das Kapitel führt in die theoretischen Grundlagen der identitätsorientierten Markenführung ein, konzeptualisiert Markenportfolios und analysiert die spezifischen Controllinganforderungen für Mehrmarkenstrategien.
3 Konzeptualisierung eines identitätsorientierten Markentools zur Markenportfolio-Strukturierung in der Automobilindustrie: Hier erfolgt die Entwicklung eines Modellrahmens zur Strukturierung von Markenportfolios unter Berücksichtigung von Corporate-Brand-Effekten und der strategischen Planung von Markenrollen.
4 Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die zentralen Untersuchungsergebnisse zusammen und diskutiert die praktischen Implikationen der entwickelten Modellkonzeption für das Management von Automobilmarken.
Mehrmarkenstrategie, Markencontrolling, Automobilindustrie, Markenidentität, Corporate Brand, Shadow Endorsement, Markenportfolio, Markenstärke, Kaufverhaltensrelevanz, Markenführung, Markenarchitektur, Markendifferenzierung, Kannibalisierung, Identitätsorientierte Markenführung, Markenimage.
Die Arbeit untersucht das Controlling von Mehrmarkenstrategien in der Automobilindustrie und entwickelt einen identitätsorientierten Ansatz zur Strukturierung von Markenportfolios.
Die Arbeit befasst sich intensiv mit Markenarchitekturen, der Abgrenzung von Unternehmens- und Produktmarken sowie den komplexen Wirkungszusammenhängen innerhalb von Markenportfolios.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines konsistenten Modells zur effektiven Steuerung und Strukturierung von Markenportfolios, um das Zusammenspiel der Marken zu optimieren.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung aus der strategischen Managementforschung und der Marketinglehre, ergänzt durch die Analyse von Branchenbeispielen und Fallstudien aus der Automobilindustrie.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die theoretische Herleitung der Markenführung, die Konzeption von Markenportfolios, die Analyse von Controllingbedarfen und die anschließende Entwicklung eines eigenen Markentools zur Strukturierung.
Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere Markenidentität, Shadow Endorsement, Corporate Brand und das Mehrmarkencontrolling.
Shadow Endorsement beschreibt eine Strategie, bei der Produktmarken eine eigenständige Wirkung entfalten, dabei jedoch von der Rückendeckung einer starken, oft impliziten Unternehmensmarke (Corporate Brand) profitieren.
Das Design bildet den ersten Kontaktpunkt zwischen Marke und Kunde. Da Automobilprodukte hohe Ähnlichkeiten in ihrer technischen Funktionalität aufweisen, ist ein unverwechselbares Design essenziell für die emotionale Positionierung und die Kaufentscheidung.
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