Bachelorarbeit, 2012
53 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Die Krimiserie aus der Sicht der Fernsehmacher
1.2 Die Krimiserie aus der Sicht der RezipientInnen
2. Theoretische Basis
2.1 Die Krimiserie und ihre Faszination
2.2 Die Nutzung von Krimiserien
2.2.1 Der Uses-and-Gratifications-Ansatz im Bezug auf Krimiserien
2.2.2 Die Krimiserie – Erregung und Entspannung zugleich
2.3 Die Wirkung von Krimiserien
2.3.1 Das Fernsehen als Sündenbock
2.3.2 Die Kultivierungsthese im Kontext der Krimiserie
2.3.3 Vielseher und ihre Welt
3. Empirischer Teil
3.1 Vorstellen der Forschungsfrage zur Krimi-Rezeption
3.2 Erhebungsinstrument
3.3 Forschungsergebnisse
4. Resümee
5. Quellenverzeichnis
5.1 Literaturverzeichnis
5.2 Internetquellen
6. Anhang
6.1 Fragebogen
6.2 Kreuztabellen Einstellungsfragen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Faszination und Wirkung von Krimiserien auf das Fernsehpublikum. Ziel ist es, auf Basis des Uses-and-Gratifications-Ansatzes, der Kultivierungsthese von George Gerbner sowie des Vielsehersyndroms zu analysieren, ob ein verstärkter Konsum von Krimiformaten zu einem ängstlicheren oder pessimistischeren Weltbild bei den RezipientInnen führt.
2.2.2 Die Krimiserie – Erregung und Entspannung zugleich
Barbara Sichtermann stellt fest, dass der Durchschnittsmensch im Fernsehen Erregung und Entspannung zugleich sucht. Die zwei Emotionen laufen parallel ab und diesen Zwiespalt empfinden die ZuseherInnen meist als Vergnügen.
Spannung kann als Wirkungsform der Dramaturgie gesehen werden, die auf der Verteilung von Wissen und der Aktivierung von Emotionen durch den Plot beruht. Unter „Plot“ wird das verstanden, was der Film oder die Fernsehsendung zeigt. Im Gegensatz dazu steht die „Story“ oder auch „Fabel“ genannt. Unter „Story“ oder „Fabel“ wird die erzählte Geschichte verstanden, die erst im Kopf der ZuschauerInnen entsteht.
Spannung hervorzurufen und sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufzulösen ist das Ziel einer jeden Erzählung. Die Grundvoraussetzung dafür ist jedoch, dass das Publikum überhaupt wissen will, wie es weiter geht.
Wuss erklärt diese Einforderung von Informationen mit dem Kontrollbedürfnis des Menschen. Bei der Rezeption einer Krimiserie handelt es sich dabei natürlich nur eine passive Kontrolle. In diesem Fall wird versucht einzuschätzen, wie sich die (filmische) Situation entwickeln wird. Durch Hinweise, die im Verlauf der Handlung gegeben werden, wird eine bestimmte Erwartungshaltung aufgebaut.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die hohe Popularität von Krimiformaten ein und erläutert die Relevanz der Thematik aus Sicht der Fernsehmacher sowie der Zuschauer.
2. Theoretische Basis: Hier werden die medienwissenschaftlichen Grundlagen wie der Uses-and-Gratifications-Ansatz und die Kultivierungsthese detailliert dargelegt, um das Phänomen Krimiserie theoretisch einzuordnen.
3. Empirischer Teil: Dieses Kapitel stellt das Studiendesign vor, beschreibt das eingesetzte Online-Fragebogen-Instrument und präsentiert die erhobenen Daten zur Krimirezeption.
4. Resümee: Hier werden die Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst und die theoretischen Erkenntnisse mit den empirischen Daten kritisch reflektiert.
Krimiserien, Vielseher, Angst, Kultivierungsthese, Krimi-Vielseher, Medienwirkung, Uses-and-Gratifications, Fernsehnutzung, Weltbild, Spannung, Entspannung, Rezeptionsforschung, Genrekonventionen.
Die Arbeit untersucht die medienpsychologische Wirkung von Krimiserien auf die Zuschauer, insbesondere im Hinblick auf das Bedürfnis nach Spannung und die mögliche Entstehung von Ängstlichkeit.
Die Schwerpunkte liegen auf der Faszination des Krimi-Genres, der Gratifikationssuche durch das Publikum und der wissenschaftlichen Debatte um Kultivierungseffekte durch Medienkonsum.
Es wird untersucht, ob Krimi-Vielseher ängstlicher sind und ein pessimistischeres Weltbild aufweisen als Wenig- oder Nichtseher von Krimiserien.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie eine quantitative Online-Umfrage, um Hypothesen zur Wirkung von Krimikonsum zu überprüfen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine ausführliche Theoriearbeit zu Medienwirkungen (Kultivierung, Nutzungsmotive) und einen empirischen Teil mit der Auswertung von 107 Fragebögen.
Die Untersuchung wird maßgeblich durch Begriffe wie Krimiserien, Vielseher, Kultivierungsthese, Angst und Medienwirkung geprägt.
Nein, die empirischen Daten zeigten nur minimale Unterschiede zwischen Krimi-Vielsehern und Nicht-Sehern, weshalb die Ausgangshypothese falsifiziert werden musste.
Die Zuschauer nutzen Krimiserien, um in einer fiktiven Umgebung das Gefühl von Vorhersehbarkeit und Kontrolle zu erleben, was zur Entspannung beitragen kann.
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