Bachelorarbeit, 2013
67 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Exkurs Statistik
3. Geschichte Moskaus
4. Rede Chruschtschows auf dem Baukongress 1954 und Folgen
5. Wohnpolitik
6. Wohnbau
6.1 Mikrorayon
6.2 Satellitenstädte
6.3 Новый Арбат
6.4 Späte 6oer Jahre
7. Probleme
7.1 Material
7.2 Fachkräftemangel
8. GenPlan
8.1 1935
8.2 1971
8.3 „1993“
8.4 „1999“
9. 7oer-8oer Jahre
9.1 Beginn Ära Breschnew
9.1.1 Ironie des Schicksals
9.2 Ausgehende Breschnew-Ära und Perestroika
10. 9oer Jahre
10.1 Staatlicher Wohnbau
10.2 Privatisierung und Boom
10.3 Rechtsgrundlage
11. Das erste Jahrzehnt des neuen Jahrtausends
11.1 Москва-Сити
11.2 Verkehr
11.3 Bausektor
12. Das Zentrum
12.1 Dekaden des Desinteresses
12.2 Umschwung
12.3 Neues Jahrtausend
13. Boutique Hotel
14. Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht die Stadtentwicklung von Moskau mit einem besonderen Fokus auf der Evolution des Wohnsektors ab dem Jahr 1954, dem Wendepunkt hin zur Abkehr vom stalinistischen Baustil. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich politische Vorgaben in architektonische Realität übersetzten und welche sozio-ökonomischen Auswirkungen diese Prozesse auf die Lebensbedingungen der Moskauer Bevölkerung und das Stadtbild hatten.
4. Rede Chruschtschows auf dem Baukongress 1954 und Folgen
«Wir sind nicht gegen Schönheit, wir sind nur gegen sinnlose Dinge!»31 N.S. Chruschtschow
Mit diesen Worten kritisiert der neue Kremlherr und gleichfalls oberste Bauherr des Landes, N.S. Chruschtschow, in seiner mehrstündigen Rede unter dem Motto «Höhere Qualität mit weniger Kosten» vor der Nationalen Konferenz der Vertreter des gesamten planenden, organisierenden und ausführenden Bauwesens direkt den Moskauer Chefarchitekten Alexander Wlasow. Ganz und gar sarkastisch berichtet er vom Entwurf des Architekten Sacharow für ein Wohngebäude, an dessen oberen Geschossen Skulpturen angebracht werden sollen: «Das Wohnzimmer mit fünf Wänden und einem Fenster in der Ecke ist unpraktisch, ganz zu schweigen davon, daß die Bewohner dieses Zimmers ein ganzes Leben lang auf den Rücken einer Skulptur zu blicken haben... Gut, daß man solche Häuser nicht gebaut, daß man den Genossen Sacharow von derartigen Kunstwerken abgehalten hat.»32 Doch steckt hinter dieser persönlichen Kritik weitaus mehr, als es zunächst den Anschein hat.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Stadtentwicklung Moskaus ein und legt den Fokus auf die Auswirkungen der Baupolitik nach der Rede Chruschtschows 1954.
2. Exkurs Statistik: Dieser Abschnitt problematisiert die Zuverlässigkeit sowjetischer Statistiken, insbesondere Bevölkerungsdaten, als Quellengrundlage.
3. Geschichte Moskaus: Ein kurzer historischer Abriss von der Gründung Moskaus bis zum Beginn der Chruschtschow-Ära.
4. Rede Chruschtschows auf dem Baukongress 1954 und Folgen: Analyse der Baupolitik-Wende unter Chruschtschow und der Abkehr vom stalinistischen Dekor hin zum funktionalen Massenbau.
5. Wohnpolitik: Untersuchung der Wohnungsfrage als Mittel der politischen Herrschaftslegitimation und als ungeschriebener Gesellschaftsvertrag.
6. Wohnbau: Darstellung der industriellen Baumethoden, der Standardisierung und der Entstehung der Plattenbausiedlungen.
7. Probleme: Analyse technischer und personeller Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Massenwohnbaus.
8. GenPlan: Überblick über die städtebaulichen Generalpläne von 1935, 1971, 1993 und 1999.
9. 7oer-8oer Jahre: Beschreibung der Phase von Monotonie, Stagnation und dem Phänomen der Papierarchitektur.
10. 9oer Jahre: Betrachtung des wirtschaftlichen Umbruchs im Bausektor und der Auswirkungen von Privatisierung.
11. Das erste Jahrzehnt des neuen Jahrtausends: Untersuchung der jüngsten Bauentwicklungen, insbesondere des Moskau-Siti-Projekts.
12. Das Zentrum: Analyse der Transformation des Moskauer Stadtzentrums zwischen historischen Erhaltungsansprüchen und exklusiver Kommerzialisierung.
13. Boutique Hotel: Fallstudie zur Renovierung eines historischen Gebäudes als Beispiel für moderne Umnutzung.
14. Resümee: Zusammenfassende Bilanz der städtebaulichen Entwicklung Moskaus über den untersuchten Zeitraum.
Moskau, Stadtentwicklung, Wohnsektor, Chruschtschow, Wohnungsbau, Plattenbau, Architekturpolitik, Sowjetunion, Perestroika, Privatisierung, Stadtplanung, Generalplan, Wohnungsnot, Mikrorayon, Zentrum.
Die Arbeit beleuchtet die Stadtentwicklung Moskaus, mit speziellem Fokus auf die Entwicklung des Wohnsektors und der Architekturpolitik von 1954 bis in die Gegenwart.
Die Themenfelder umfassen die Wohnpolitik, industrielle Baumethoden, die Bedeutung von städtebaulichen Generalplänen sowie den Übergang von der Planwirtschaft zum kapitalistischen Immobilienmarkt.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie politische Umbrüche – beginnend bei Chruschtschow bis zur postsowjetischen Ära – das Stadtbild und die Wohnverhältnisse in Moskau prägten.
Die Arbeit basiert auf einer Analyse von Stadtführern, Fachliteratur zur Architekturgeschichte und Stadtentwicklung, ergänzt durch persönliche Beobachtungen und Dokumentationen.
Der Hauptteil analysiert die historischen Etappen der Moskauer Baugeschichte, inklusive der Auswirkungen von Machtwechseln, der Einführung des Mikrorayon-Konzepts und der kommerziellen Aufwertung des Stadtzentrums in den 90er Jahren.
Moskau, Stadtentwicklung, Wohnungsbau, Chruschtschow, Plattenbau, Privatisierung und städtebauliche Transformation.
1954 markierte durch die Rede Chruschtschows auf dem nationalen Baukongress die Abkehr vom aufwendigen stalinistischen Baustil hin zu einem funktionalen, industriellen Massenwohnungsbau.
Das Kapitel nutzt den gleichnamigen sowjetischen Kultfilm von 1975 als Parodie, um die extreme Uniformität der sowjetischen Wohnsiedlungen und deren Folgen für den Alltag der Menschen darzustellen.
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