Bachelorarbeit, 2013
73 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Nachhaltigkeitsmanagement
2.1. Entstehung des Nachhaltigkeitsleitbildes
2.2. Unternehmerische Nachhaltigkeit
2.3. Bewertung von Nachhaltigkeit
2.4. Nachhaltigkeitsmanagement
2.5. Herausforderungen in der Umsetzung
2.6. Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie
2.6.1. Identifikation der Fokusfelder
2.6.2. Strategische Positionierung
2.6.3. Zielsetzung
2.7. Gründe gegen Nachhaltigkeit
3. Nachhaltigkeitscontrolling
3.1. Definition von Controlling
3.2. Rolle des Controllings im Nachhaltigkeitsmanagement
3.3. Ausgestaltung des Nachhaltigkeitscontrollings
4. Interviewauszug „Nachhaltigkeit bei ...“
5. Umsetzungsfahrplan für ein Online-Versandgeschäft der Bekleidungsbranche
5.1. Ausgangssituation der Shirt GmbH
5.2. Problemstellung
5.3. Strategieentwicklung in der Shirt GmbH
5.3.1. Identifikation der Fokusfelder der Shirt GmbH
5.3.2. Strategische Positionierung der Shirt GmbH
5.3.3. Zielsetzung der Shirt GmbH
5.4. Sustainability Balanced Scorecard der Shirt GmbH
5.5. Lieferanten-Scoring bei der Shirt GmbH
5.6. Integration der ökologischen Gewinn- und Verlustrechnung
5.7. Übertragbarkeit auf andere Unternehmen
6. Fazit
Das primäre Ziel der Arbeit besteht darin, die Herausforderungen und Chancen eines Nachhaltigkeitscontrollings aufzuzeigen und zu untersuchen, wie Unternehmen diese systematisch in ihre Geschäftsprozesse integrieren können, um langfristige Wettbewerbsvorteile zu generieren.
2.6.1. Identifikation der Fokusfelder
Durch die Beschäftigung mit Nachhaltigkeit werden Unternehmen Maßnahmen erkennen, die einen finanziellen Mehrwert schaffen werden, wie z.B. die Optimierung des Ressourcenverbrauchs. Dagegen wird ein Unternehmen durch z.B. öffentlichen Druck oder Reputationsanforderungen auch solche Maßnahmen umsetzen müssen, die zwar einen langfristigen ökonomischen, aber keinen kurzfristigen finanziellen Erfolg darstellen. Da jedes Unternehmen in seinen Ressourcen beschränkt ist, wird es nicht möglich sein, alle Maßnahmen gleichzeitig umzusetzen. Aus diesem Grund ist es erforderlich, Schwerpunkte zu setzen, sogenannte Fokusfelder. Durch die Strukturierung und Priorisierung der Nachhaltigkeitsthemen kann ein individuelles Nachhaltigkeitsprofil geschaffen werden, das sich leicht intern und extern kommunizieren lässt. Zudem kann auch ein Nicht-Engagement in für das Unternehmen weniger relevanten Themen glaubwürdig begründet werden.
Die Deutsche Post DHL wählte im Rahmen seines Nachhaltigkeitsengagements die folgenden Fokusfelder:
• GoGreen: Umweltschutz durch Reduzierung der Emissionen in der Logistik
• GoHelp: Katastrophenhilfe durch Bereitstellung der Logistik
• GoTeach: Bildungsförderung für benachteiligte Kinder und Kinder der Mitarbeiter
Ein Unternehmen, für das das Marktpotenzial, also die Gesamtheit aller potentiell absetzbaren Gütern auf einem definierten Markt, von großer Bedeutung ist, sollte sein Fokusfeldportfolio produktseitig wählen. Eine produktseitige Auswahl bei einem Automobilhersteller wäre, der Schwerpunkt auf die Treibstoffeffizienz zu legen, um dadurch die Emissionen während der Nutzungsphase zu reduzieren. Im Gegensatz dazu würde ein Unternehmen, bei dem Nachhaltigkeit von großer Relevanz in der Leistungserstellung ist, seinen Fokus eher produktionsseitig definieren, so z.B. Energieerzeuger oder Logistikunternehmen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Nachhaltigkeit für Unternehmen ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Rolle des Controllings in diesem Prozess.
2. Nachhaltigkeitsmanagement: Das Kapitel erläutert die historische Entwicklung des Nachhaltigkeitsbegriffs sowie dessen drei zentrale Dimensionen (ökonomisch, ökologisch, sozial) im unternehmerischen Kontext.
3. Nachhaltigkeitscontrolling: Hier wird die Notwendigkeit einer systemischen Steuerung von Nachhaltigkeitsaktivitäten durch das Controlling als strategischem Partner beleuchtet.
4. Interviewauszug „Nachhaltigkeit bei ...“: Dieser Abschnitt bietet einen Einblick in praktische Herausforderungen und Sichtweisen aus der Unternehmenspraxis.
5. Umsetzungsfahrplan für ein Online-Versandgeschäft der Bekleidungsbranche: Eine Fallstudie illustriert die praktische Implementierung von Nachhaltigkeitsinstrumenten bei der fiktiven Shirt GmbH.
6. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Bedeutung einer integrierten, strategischen Herangehensweise zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit.
Nachhaltigkeitsmanagement, Nachhaltigkeitscontrolling, Triple-Bottom-Line, Nachhaltigkeitsstrategie, Sustainability Balanced Scorecard, SBSC, Lieferanten-Scoring, Ökologische Gewinn- und Verlustrechnung, Stakeholder, Unternehmensführung, Ressourcenverbrauch, Umweltschutz, CSR, Unternehmenssteuerung, Bekleidungsbranche.
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen Nachhaltigkeit als Teil ihrer Unternehmensstrategie begreifen und durch ein gezieltes Nachhaltigkeitscontrolling messbar und steuerbar machen können.
Die Arbeit behandelt die Entwicklung von Nachhaltigkeitsstrategien, die Rolle des Controllings als beratende Funktion sowie Methoden zur quantitativen und qualitativen Erfassung von Nachhaltigkeitsleistungen.
Das Ziel ist es, den Mehrwert von Nachhaltigkeitsmanagement aufzuzeigen und einen Umsetzungsfahrplan zu entwickeln, um Nachhaltigkeit in die operativen Prozesse eines Unternehmens, konkret am Beispiel einer fiktiven Shirt GmbH, zu integrieren.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus theoretischer Aufarbeitung der Nachhaltigkeits- und Controlling-Literatur sowie eine fallstudienbasierte Anwendung an einem fiktiven Online-Versandgeschäft der Bekleidungsbranche.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen des Nachhaltigkeitsmanagements, die spezifischen Controlling-Instrumente (wie SBSC oder Lieferanten-Scoring) sowie die praktische Anwendung dieser Konzepte in einer Fallstudie.
Wichtige Begriffe sind Nachhaltigkeitscontrolling, SBSC (Sustainability Balanced Scorecard), Triple-Bottom-Line, ökologische Gewinn- und Verlustrechnung und Stakeholder-Integration.
Das Controlling fungiert als "Navigator", der nicht nur Finanzkennzahlen, sondern auch ökologische und soziale Indikatoren systematisch aufbereitet, um dem Management eine fundierte Entscheidungsbasis zu liefern.
Die SBSC ist ein erweitertes Steuerungsinstrument, das klassische Finanzperspektiven um ökologische und soziale Dimensionen ergänzt, um eine ganzheitliche Messung des Unternehmenserfolgs zu ermöglichen.
Die Arbeit weist darauf hin, dass viele ökologische und soziale Daten im klassischen Rechnungswesen bisher nicht erfasst werden und somit eine kreative Auswahl von Messgrößen sowie Annäherungswerte notwendig sind.
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