Examensarbeit, 2013
106 Seiten, Note: 2,0
1 EINLEITUNG
2 AKTUELLE SACHLAGE UND DARSTELLUNG DES PROBLEMFELDES
2.1 Die vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderung
2.1.1 Die wichtigsten Weisungen und Aussagen der UN-BRK als Wegweiser in eine inklusive Gesellschaft
2.2 Aktueller Stand: Inklusion in der BRD
2.3 Der gesellschaftliche Umgang mit Behinderung
2.3.1 Zum Terminus Behinderung
2.3.2 Der Behinderungsbegriff aus sonderpädagogischer Sicht
2.3.3 Soziale Konstruktion von Behinderung
2.4 Inklusion – Meilenstein oder Etikettenschwindel?
2.4.1 Allgemeines zum Begriff Inklusion
2.4.2 Inklusion als optimierte Integration
2.5 Zusammenfassung Kapitel 2
3 INKLUSION IN SCHULE UND VEREIN – ZWEI PRAXISBEISPIELE
3.1 Inklusion im (Sport)unterricht am Beispiel einer saarländischen Grundschule
3.1.1 Die Grundschule „im Vogelsang“
3.1.2 Interview mit der Schulleitung
3.1.3 Eine inklusive Sportstunde
3.2 Inklusion im Vereinssport am Beispiel eines saarländischen Leichtathletikvereins
3.2.1 Die LG Reimsbach-Oppen
3.2.2 Inklusion in der LG Reimsbach-Oppen
3.2.3 Interview mit den Verantwortlichen der LG
3.2.4 Eine inklusive Trainingseinheit
3.3 Zusammenfassung Kapitel 3
4 SPORTPÄDAGOGISCHE ASPEKTE VON INKLUSION IM SCHUL- UND VEREINSSPORT
4.1 Zur Sinnhaftigkeit inklusiven Sporttreibens und der Nutzen für Nicht-Behinderte
4.1.1 Über die Vereinbarkeit von Lernzielen und Inklusion – Der Doppelauftrag des Sportunterrichts
4.2 Anforderungsprofil der Lehrkraft
4.3 Kriterien inklusiven Unterrichts
4.4 Methoden inklusiver Unterrichtsgestaltung im Sport
4.4.1 Differenzierung im inklusiven Sportunterricht
4.4.2 Psychomotorik im inklusiven Sportunterricht
4.5 Inklusion in Sportvereinen
4.6 Strukturelle Voraussetzungen
4.7 Zusammenfassung Kapitel 4
5 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der UN-Behindertenrechtskonvention für die schulpädagogische Arbeit und den Sport in Deutschland. Zentrales Ziel ist es, den aktuellen Stand inklusiver Sportangebote in Schulen und Sportvereinen zu beleuchten sowie aufzuzeigen, mit welchen Methoden und Maßnahmen eine erfolgreiche Inklusion in heterogenen Gruppen gelingen kann.
4.4.1.1 Differenzierung unter dem Aspekt der logischen Entwicklung
Das Ziel dieses Ansatzes ist es, nicht an den Defekten des Schülers anzusetzen, sondern an seinem aktuell bestehenden Leistungsvermögen und ihn dort so zu fördern, dass möglichst die „Zone der nächsten Entwicklung“ (Fediuk & Holter, 2003, S. 24) erreicht wird. Eine wichtige sportdidaktische Überlegung besteht laut Fediuk & Holter (2003) dabei darin, „die Vielfalt in den perzeptiven und motorischen Leistungen unter dem Gesichtspunkt des Werts und nicht des Defekts zu betrachten“. Diese Überlegungen orientieren sich an einer „entwicklungslogischen Didaktik“ (Feuser, 2002), die nicht etwa die (sportliche) Leistung, sondern die optimale Entwicklung des Schülers in den Mittelpunkt stellt. Hierbei gelingt die zu realisierende „innere Differenzierung“ durch eine entwicklungslogische, biografieorientierte Individualisierung der Schüler (Feuser, 2002, S. 289). Die innere Differenzierung erfolgt dabei im Idealfall jahrgangs- und klassenübergreifend, interkulturell und integrativ; einzig die individuelle Persönlichkeitsentwicklung rückt in den Mittelpunkt und ist maßgeblich für die Differenzierung.
Damit aber die kooperative Arbeit an einem Gemeinsamen Gegenstand, im Sinne eines inklusiven Unterrichts, gesichert ist, darf laut Feuser (1998) jedoch nicht hinsichtlich der Unterrichtsinhalte differenziert werden. Nur dann kann, überspitzt formuliert, von Inklusion gesprochen werden. Bei der Auswahl des gemeinsamen Gegenstandes, also des Unterrichtsgegenstandes, nimmt sich Feuser der Auffassung von Klafki (1991) an. Demnach muss der Gegenstand so gewählt werden, dass sich die Schüler damit identifizieren können, d. h. dass er für sie einen Sinn und eine Bedeutung hat. Denn „ „Sinn“ und „Bedeutung“ sind für den Menschen die führenden, motivbildenden Ebenen, hinter denen seine Bedürfnisse und seine Emotionen stehen“ (Feuser, 1999, S. 40).
1 EINLEITUNG: Einführung in das Thema der Integrationsdiskussion und Zielsetzung der Arbeit unter Berücksichtigung der UN-Behindertenrechtskonvention.
2 AKTUELLE SACHLAGE UND DARSTELLUNG DES PROBLEMFELDES: Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen durch die UN-BRK und theoretische Klärung der Begriffe Behinderung, Integration und Inklusion.
3 INKLUSION IN SCHULE UND VEREIN – ZWEI PRAXISBEISPIELE: Untersuchung der Umsetzung von Inklusion anhand einer Grundschule und eines Leichtathletikvereins mittels qualitativer Experteninterviews und Beobachtungen.
4 SPORTPÄDAGOGISCHE ASPEKTE VON INKLUSION IM SCHUL- UND VEREINSSPORT: Detaillierte Darstellung der Sinnhaftigkeit, methodischen Ansätze wie Differenzierung und Psychomotorik sowie struktureller Anforderungen für den inklusiven Sport.
5 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Rekapitulation der wichtigsten Erkenntnisse und Aufruf zur weiteren gesellschaftlichen sowie strukturellen Transformation hin zu einer gelebten Inklusion.
Inklusion, Integration, Behinderung, UN-Behindertenrechtskonvention, Sportpädagogik, Schulsport, Vereinssport, Heterogenität, Differenzierung, Psychomotorik, Soziales Lernen, Sportunterricht, Förderbedarf, Bewegungserfahrung, Inklusive Didaktik
Die Arbeit untersucht die Bedeutung der UN-Behindertenrechtskonvention für die pädagogische Arbeit im Schul- und Freizeitsport und wie ein inklusiver Ansatz in die Praxis umgesetzt werden kann.
Zu den Schwerpunkten zählen die rechtlichen Grundlagen der Inklusion, die sportpädagogische Praxis in Schulen und Vereinen sowie methodische Ansätze für den Umgang mit heterogenen Gruppen.
Das Ziel ist es, den Leser theoretisch in das Thema Integration und Inklusion einzuführen und aufzuzeigen, wie Inklusion im Sport durch spezifische pädagogische Maßnahmen erfolgreich gestaltet werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer umfangreichen Literaturanalyse sowie qualitativen Befragungen und Beobachtungen in einer inklusiven Grundschule und einem Leichtathletikverein.
Im Hauptteil werden theoretische Konzepte zur Inklusion im Sport, wie die Differenzierung und die Psychomotorik, detailliert erörtert und auf ihre praktische Anwendbarkeit in heterogenen Gruppen geprüft.
Zentrale Begriffe sind Inklusion, Integration, UN-Behindertenrechtskonvention, Sportpädagogik, Heterogenität, Differenzierung und Psychomotorik.
Die Psychomotorik wird als ganzheitlicher Ansatz verstanden, der den Schüler in den Mittelpunkt stellt und durch individualisierte Lernangebote zur Persönlichkeitsentwicklung in inklusiven Gruppen beitragen kann.
Die Beispiele zeigen, dass Inklusion im Breitensport möglich ist, jedoch ein hohes Maß an Engagement, Vorbereitungszeit und oft die Zusammenarbeit mit Fachkräften erfordert, um erfolgreich zu sein.
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