Masterarbeit, 2012
92 Seiten, Note: 2,0
1. EINLEITUNG
2. HISTORISCHER VERLAUF DER ÖLPREISE
3. MARKTPLÄTZE
3.1. Physische Marktplätze
3.2. Börsliche Handelsplätze
3.3. Ölsorten
3.3.1. Brent
3.3.2. WTI
4. MARKTFUNKTIONEN: ANGEBOTSSEITE
4.1. Die Nachfrageseite
4.2. Die marktbeherrschenden Akteure
4.2.1. Die Firma Exxon Mobil in ihrer Marktposition
5. ZWISCHENFAZIT
6. RISIKO DER ÖLPREISVOLATILITÄT
7. DAS MARKTPREISRISIKO
8. RISIKOMANAGEMENTSTRATEGIE
8.1. Risikoerkennung/-definition
8.2. Risikoanalyse/-bewertung
8.3. Risikohandhabung/-steuerung
8.4. Risikokontrolle/-überwachung
9. IMPLEMENTIERUNG EINES RISIKOMANAGEMENTS BEI ÖLPRODUZENTEN
10. HEDGING
10.1. Micro- vs. Macro-Hedging
11. BILANZIERUNG VON HEDGINGPOSITIONEN (HEDGE ACCOUNTING)
12. HEDGINGINSTRUMENTE
12.1. Risikofaktoren derivativer Instrumente
12.2. Over The Counter vs. börsengehandelt
12.3. Der Future Kontrakt
12.3.1. Kosten von Futures
12.3.2. Preisbildung von Futures
12.3.3. Forward vs. Future
12.3.4. Das Clearingsystem
12.3.5. Marking to Market
12.3.6. Hedgen mit Futures
12.3.6. Das Basisrisiko
12.4. Die richtige Kontraktwahl anhand des Beispiels eines Rohölproduzenten
12.4.1. Chancen
12.4.2. Risiken
13. SWAPS
13.1. Abgrenzung zum Future Kontrakt
13.2. Anwendungsbeispiel: Ölkonzern sichert Ölpreis durch Rohstoffswap
13.2.1. Chancen
13.2.2. Risiken
13.3. Anwendungsbeispiel: Ölkonzern sichert Anlage/Investition durch Zinsswap
13.3.1. Chancen
13.3.2. Risiken
13.4. Anwendungsbeispiel: Ölkonzern sichert Anlage/Investition durch Währungsswap
13.4.1. Chancen
13.4.2. Risiken
14. OPTIONEN
14.1. Innerer Wert
14.2. Zeitwert
14.3. Market Maker
14.4. Hebelwirkung
14.5. Cap und Floor
14.6. Hedging einer Ölproduktion mit Options-Collar
14.6.1. Chancen
14.6.2. Risiken
15. ZWISCHENFAZIT
16. ANWENDUNGSBEISPIELE
16.1. Die Charttechnik
16.2. Aktuelle Situation
16.3. Handlungsmöglichkeiten zur Durchführung eines Hedges
16.4. Risikomanagementstrategie
16.5.1. Hedgingvariante 1
16.5.2. Hedgingvariante 2
16.5.3. Hedgingvariante 3
17. FAZIT
Diese Arbeit zielt darauf ab, den Ölmarkt zu analysieren und wirksame Preisabsicherungsstrategien für Erdölproduzenten zu identifizieren. Dabei wird untersucht, wie Unternehmen durch den gezielten Einsatz von Finanzderivaten ihre Risiken gegenüber schwankenden Rohölpreisen minimieren können, um Planungssicherheit für ihre Investitionen zu gewährleisten.
12.3.6. Das Basisrisiko
Die Basis beschreibt den Unterschied zwischen dem Kassakurs des Vermögenwertes und dem Futurepreis des verwendeten Kontraktes. Folgende Formeln bringen dies zum Ausdruck: b1 = S1 – F1 b2 = S2 – F2. Als Beispiel für das Basisrisiko läßt sich folgende Formel bestimmen: S2 + F1 - F2 = F1 + b2. Der Hd weiß, dass er den Vermögenswert in t2 verkaufen will und sichert diese Transaktion mit einem Verkaufsfuture. Der Preis für den zukünftigen Verkauf des Vermögensgegenstandes ist S2, der Gewinn, bzw. Verlust aus dem Futuregeschäft ist F1 – F2.
Diese Tatsache ist zu beachten, da der Hd ja auch falsch liegen kann und die Bilanz der Futuresicherung negativ ist. In diesem Beispiel wäre dies ein Ansteigen des Wertes des Vermögensgegenstandes. b2 bezeichnet in diesem Fall das Basisrisiko, welches bei Bekanntsein zu einem perfekten He führen würde. Anhand der Formel wird deutlich, dass der Faktor F2, also der Futurepreis zum Zeitpunkt t2, also in der Zukunft, das „Zünglein an der Waage“ ist. Durch dieses entscheidet sich, ob der He erfolgreich war oder nur Kosten verursacht hat.
Das Basisrisiko existiert also folglich nicht, wenn die Varianzen identisch sind und der Korrelationskoeffizient 1 ist. Um die Effektivität eines Hd zu beurteilen, lässt sich folgende Formel heranziehen: h = 1 - (Var[Basis] / Var[St]). Je mehr h an 1 liegt, desto effektiver der Hd.
1. EINLEITUNG: Einführung in die Problematik der Ölpreisvolatilität und Zielsetzung der Arbeit, Sicherungsstrategien für Produzenten zu vergleichen.
2. HISTORISCHER VERLAUF DER ÖLPREISE: Analyse der historischen Preisdynamik und des Anstiegs der Volatilität, insbesondere nach der Ölkrise 1973.
3. MARKTPLÄTZE: Differenzierung zwischen physischen Marktplätzen (Spotmarkt) und börslichen Handelsplätzen für den internationalen Rohölhandel.
4. MARKTFUNKTIONEN: ANGEBOTSSEITE: Untersuchung der Angebotsbedingungen, Einflussfaktoren wie Bohrkosten und politische Rahmenbedingungen sowie die Rolle marktbeherrschender Akteure.
5. ZWISCHENFAZIT: Zusammenfassung der komplexen wechselseitigen Abhängigkeiten von Angebot und Nachfrage sowie der Machtverhältnisse staatlicher Konzerne.
6. RISIKO DER ÖLPREISVOLATILITÄT: Definition und statistische Betrachtung der Volatilität als Schwankungsbreite und ihre zunehmende Bedeutung für Marktteilnehmer.
7. DAS MARKTPREISRISIKO: Erörterung der Risiken für Ölproduzenten durch Preisschwankungen und die Notwendigkeit aktiven Risikomanagements zur Sicherung der Planung.
8. RISIKOMANAGEMENTSTRATEGIE: Detaillierte Darstellung des Risikomanagementprozesses, unterteilt in Erkennung, Analyse, Steuerung und Überwachung.
9. IMPLEMENTIERUNG EINES RISIKOMANAGEMENTS BEI ÖLPRODUZENTEN: Anwendung des Risikomanagementprozesses auf die spezifischen Anforderungen von Ölproduzenten bei fallenden Rohölpreisen.
10. HEDGING: Grundlegende Definition von Hedging als Risikobegrenzungsinstrument und Voraussetzung für das Eingehen von Sicherungspositionen.
11. BILANZIERUNG VON HEDGINGPOSITIONEN (HEDGE ACCOUNTING): Erläuterung der Bilanzierungsregeln nach IAS 39 für Sicherungsgeschäfte und deren Anforderungen an die Effektivität.
12. HEDGINGINSTRUMENTE: Analyse derivativer Instrumente, mit Fokus auf Futures, deren Kostenstruktur und das Basisrisiko bei der Absicherung.
13. SWAPS: Untersuchung von Swap-Verträgen als OTC-Instrumente zur Absicherung gegen Rohstoffpreis-, Zins- und Währungsrisiken.
14. OPTIONEN: Beschreibung von Optionen als bedingte Termingeschäfte und deren Einsatz zur flexibleren Absicherung, etwa durch Collar-Strategien.
15. ZWISCHENFAZIT: Kritische Würdigung der Vielfalt an Sicherungsinstrumenten und der Notwendigkeit einer situationsgerechten Auswahl.
16. ANWENDUNGSBEISPIELE: Anwendung der theoretischen Erkenntnisse unter Einbeziehung von Charttechnik und konkreten Hedging-Szenarien.
17. FAZIT: Abschließende Betrachtung der Notwendigkeit von Hedging für Ölproduzenten und Plädoyer für einfache, transparente Strategien.
Ölmarkt, Erdölproduzenten, Hedging, Finanzderivate, Ölpreisvolatilität, Risikomanagement, Futures, Swaps, Optionen, Hedge Accounting, IAS 39, Marktpreisrisiko, Charttechnik, Absicherungsstrategien, Basisrisiko.
Die Arbeit untersucht die Risiken, denen Erdölproduzenten aufgrund volatiler Ölpreise ausgesetzt sind, und zeigt auf, wie diese durch den Einsatz von Finanzderivaten aktiv abgesichert werden können.
Zentrale Themen sind die Funktionsweise des Ölmarktes, die Prinzipien des Risikomanagements, die Funktionsweise verschiedener Finanzderivate (Futures, Swaps, Optionen) sowie die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften.
Das Ziel ist es, Erdölproduzenten eine methodische Unterstützung bei der Auswahl geeigneter Sicherungsstrategien zu bieten, um Planungssicherheit trotz schwieriger Marktbedingungen zu erreichen.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse, der Erörterung ökonomischer Modelle (z.B. Hedging-Effektivität) sowie praxisorientierter Fallstudien und charttechnischer Marktanalysen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Darstellung der Risikomanagement-Prozesse, eine detaillierte Analyse der einzelnen Derivate-Klassen sowie die praktische Anwendung dieser Strategien anhand von Beispielszenarien.
Die wichtigsten Schlagworte umfassen Hedging, Ölpreisvolatilität, Risikomanagement, Finanzderivate und Hedge-Accounting.
Die Charttechnik dient als ergänzendes Werkzeug, um historische Kursverläufe zu analysieren, Unterstützungslinien und Widerstände zu identifizieren und somit fundiertere Entscheidungen für den richtigen Zeitpunkt einer Absicherung zu treffen.
Diese Strategie ist attraktiv, weil sie eine Absicherung gegen fallende Preise bietet, ohne direkt Kosten durch Optionsprämien zu verursachen, da diese durch den Verkauf einer anderen Option kompensiert werden.
Das Basisrisiko bezeichnet die Gefahr, dass die Preisentwicklung des zugrundeliegenden Future-Kontrakts nicht exakt mit der Preisentwicklung des tatsächlich abzusichernden physischen Rohstoffs korreliert.
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