Examensarbeit, 2012
16 Seiten, Note: 1,0
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Phänomen der Trobairitz im Mittelalter. Sie beleuchtet die Entwicklung dieser weiblichen Troubadoure, ihren Wirkungsraum und insbesondere das Leben und Schaffen der berühmtesten Trobairitz, der Comtessa de Dia. Darüber hinaus werden weitere bedeutende Troubairitz und ihre Werke vorgestellt.
Die Einleitung führt in das Thema der Trobairitz ein und skizziert den Aufbau der Arbeit. Das zweite Kapitel beleuchtet den Begriff „Troubairitz" und stellt die historischen Rahmenbedingungen für das Auftreten dieser weiblichen Dichterinnen im 12. und 13. Jahrhundert dar. Das dritte Kapitel befasst sich mit der Entwicklung der Trobairitz und beleuchtet die Stellung der Frau im Mittelalter, insbesondere in Okzitanien. Das vierte Kapitel widmet sich dem Wirkungsraum der Trobairitz und untersucht die Verbreitung ihrer Werke, insbesondere in Italien. Das fünfte Kapitel stellt die Comtessa de Dia vor, die berühmteste Troubairitz, und beleuchtet ihr Leben und ihre Werke, darunter die Lieder „Ab ioi et ab ioven m'apais" und „A chantar m'er do so q'ieu no volria". Das sechste Kapitel widmet sich weiteren bedeutenden Troubairitz und ihren Werken, darunter Na Castelloza d' Auvergne, De N' Azlais de Porcairagues, Na Clara N' Anduza und Beatritz de Romans. Dieses Kapitel beleuchtet auch die Problematik der Identifizierung von Troubairitz und ihren Werken, insbesondere bei anonymen Werken und Tensons.
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die Trobairitz, Troubadoure, mittelalterliche Lyrik, okzitanische Literatur, Comtessa de Dia, Liebeslyrik, Frauenrolle im Mittelalter, Okzitanien, Tenson, mittelalterliche Musik, „Ab ioi et ab ioven m'apais", „A chantar m'er do so q'ieu no volria".
Die Trobairitz waren die weiblichen Gegenstücke zu den Troubadouren im 12. und 13. Jahrhundert, die vor allem in Südfrankreich (Okzitanien) höfische Lyrik verfassten.
Die Comtessa de Dia gilt als die bekannteste Trobairitz. Von ihr ist unter anderem das Lied „A chantar m'er do so q'ieu no volria“ überliefert.
Ihre Lyrik wurde in okzitanischer Sprache (Langue d'oc) verfasst, der Literatursprache des mittelalterlichen Südfrankreichs.
Zentrales Thema war die „fin'amor“ (die höfische Liebe), wobei die Frauen oft eine aktivere und direktere emotionale Perspektive einnahmen als ihre männlichen Kollegen.
Ein Tenson ist ein Streitgedicht oder Wechselgesang, in dem zwei Dichter (oft ein Troubadour und eine Trobairitz) Argumente zu Fragen der Liebe austauschen.
Viele Werke sind anonym überliefert oder die Identität der Autorinnen lässt sich aufgrund spärlicher historischer Quellen nur schwer zweifelsfrei feststellen.
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