Examensarbeit, 2010
25 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
Zusammenfassung des Buches
Erzähleranalyse
Der Erzähler
Erzählerstimme
Erzählerperspektive und Blickwinkel
Formen der Redewiedergabe
Formen der Handlungswiedergabe
Figurenanalyse
Quantitative und qualitative Figurenkonstellation
Flat- und Round- Characters
Der Autor und seine Hauptfigur
Raumanalyse
Anschauungsraum
Handlungsraum
Gestimmter Raum
Zeitanalyse
Erzählzeit und erzählte Zeit
Rhythmuswechsel
Zeitraffung
Rückwendungen
Häufigkeit
Pausen
Handlungsanalyse
Eröffnung und Schluss
Struktur und Handlung
Handlungsstränge
Spannung- und Spannungshöhepunkte
Symbolische Kulisse
Der Vogel
Die Farben schwarz und weiß
Die Murmeln
Schlussfolgerung
Die vorliegende Arbeit untersucht Georges Simenons Kriminalroman „Maigret et le Clochard“ (1962), um zu ergründen, welche narrativen und strukturellen Merkmale den anhaltenden Erfolg der Maigret-Reihe begründen.
Der Erzähler
Simenon hat für seinen Maigret- Roman einen Erzähler geschaffen, der berichtend erzählt. Er erzählt folglich in der Er- oder sie- Form und weiß mehr als die Figuren, über die er erzählt, denn er ist auktorial- allwissend. So liest man zum Beispiel: „Maigret n’en savait guère plus ques ses compagnons“ (Simenon, 1969, S.9), was zeigt, dass Maigrets Wissen begrenzt ist, während der Erzähler alles zu wissen scheint, denn er kann auch erklären, warum Maigret so wenig weiß (Er hat nur die knappen Schilderungen gelesen) und folglich auch alles andere.
Ein anderes Beispiel wäre: „Maigret n’en savait rien. On aurait dit qu’il n’était pas pressé de savoir. Il vivait dans le présent aveec, toujours l’impression de choses deja vécues il y avait très longtemps “ (Simenon, 1969, S. 25). Wieder weiß der Erzähler mehr als seine Figur, denn er kennt seine Beweggründe und seine Vergangenheit. Aber auch, was in der Zukunft geschehen wird, ist dem auktorialen Erzähler bekannt: „Il était plus grand, plus maigre, de quelques années plus jeune, et Maigret allait bientôt s’aperçevoir qu’il bégayait“ (Simenon, 1969, S. 68). Der auktorial-allwissende Erzähler stellt sein Wissen vor allem durch Kommentare und Erklärungen des Verhaltens der Figuren zur Schau, da er alles über sie und die Handlung weiß.
Erzähleranalyse: Untersuchung der auktorialen Erzählweise, der Perspektive und der verschiedenen Formen der Redewiedergabe, die den Roman prägen.
Figurenanalyse: Betrachtung der Figurenkonstellation und Differenzierung zwischen Flat- und Round-Characters unter Einbeziehung der Parallelen zwischen Autor und Protagonist.
Raumanalyse: Analyse der Funktion des Raumes als Handlungsort sowie der symbolischen Bedeutung von Paris als „gestimmter Raum“.
Zeitanalyse: Untersuchung der zeitlichen Struktur, einschließlich Rhythmuswechsel, Zeitraffung und Rückwendungen zur Steigerung der Spannung.
Handlungsanalyse: Aufarbeitung des linearen Handlungsstrangs, der Eröffnungs- und Schlussstruktur sowie der spezifischen Spannungsaufbau-Mechanismen.
Symbolische Kulisse: Deutung von Symbolen wie Vögeln, den Farben Schwarz-Weiß und Murmeln als atmosphärische oder inhaltliche Verstärker.
Georges Simenon, Maigret et le Clochard, Kommissar Maigret, Romananalyse, Auktorialer Erzähler, Figurenkonstellation, Raumanalyse, Zeitanalyse, Symbolik, Kriminalroman, Erzählstruktur, Spannung, Literaturwissenschaft, Französische Literatur, Paris.
Die Arbeit analysiert Georges Simenons Kriminalroman „Maigret et le Clochard“ im Hinblick auf seine strukturellen und narrativen Besonderheiten, um den Erfolg der Maigret-Romane zu erklären.
Die Untersuchung umfasst die Rollen von Erzähler, Figuren, Raum und Zeit, die Handlungsstruktur sowie die symbolische Kulisse des Romans.
Das Ziel ist es, herauszufinden, warum die Maigret-Romane von Georges Simenon so populär sind und bis heute ein breites Publikum weltweit ansprechen.
Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse angewandt, die sich auf gängige Konzepte der Romananalyse stützt, etwa Erzähltheorie, Figurenanalyse nach Werner Ludwig und Raumtheorien.
Der Hauptteil ist in thematische Sektionen unterteilt, die jeweils einen Aspekt der Romananalyse beleuchten, von der Erzähleranalyse bis hin zur symbolischen Bedeutung einzelner Requisiten.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Erzählstruktur, auktorialer Erzähler, Figurenanalyse, Symbolik und Kriminalroman-Rezeption charakterisieren.
Die Murmeln symbolisieren Kindheit, Unschuld und eine Form der Kommunikation zwischen Maigret und dem Clochard, die jenseits von Sprache stattfindet.
Der Schluss wird als untypisch für das Genre eingestuft, da er keine klassische Festnahme des Täters beinhaltet, sondern den Leser zum Nachdenken über ethische Fragen anregt.
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