Bachelorarbeit, 2013
114 Seiten, Note: 1,5
1 EINLEITUNG
2 HÖRFUNK IN DEUTSCHLAND
3 DIE BEDEUTUNG DER STIMME VON RADIOSPRECHERN
3.1 FUNKTION UND MERKMALE DER STIMME
3.2 SPRECHSTILE UND SPRECHWIRKUNG
4 STAND DER FORSCHUNG
4.1 WAS KENNZEICHNET GUTE NACHRICHTENSPRECHER IM HÖRFUNK? (2005)
4.1.1 Methodik
4.1.2 Ergebnisse
4.2 STIMME UND SPRECHWEISE ERFOLGREICHER FRAUEN (2005)
4.2.1 Methodik
4.2.2 Ergebnisse
4.3 WHAT MAKES A GOOD VOICE FOR RADIO (2013)
4.3.1 Methodik
4.3.2 Ergebnisse
5 EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG
5.1 METHODIK
5.2 U1: BEFRAGUNG DEUTSCHER PROGRAMMDIREKTOREN
5.2.1 Fragebogenentwicklung
5.2.2 Pretest
5.2.3 Datenerhebung
5.3 U2: NUTZER-BEFRAGUNG
5.3.1 Fragebogenentwicklung
5.3.2 Datenerhebung
6 ERGEBNISSE UND DISKUSSION
6.1 ERGEBNISSE DER BEFRAGUNG DEUTSCHER PROGRAMMDIREKTOREN
6.2 ERGEBNISSE DER NUTZER-BEFRAGUNG
6.3 VERGLEICH DER ERGEBNISSE
7 FAZIT UND AUSBLICK
8 QUELLENVERZEICHNIS
9 ANHANG
9.A FRAGEBÖGEN
9.A.A Fragebogen U1
9.A.B Fragebogen U2
9.B GRAFIKEN
9.B.A Grafiken U1
9.B.B Grafiken U2
9.B.C Grafiken zum Vergleich der Ergebnisse U1 und U2
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die für Radiosprecher im deutschen Hörfunk relevanten stimmlichen Merkmale aus der Perspektive von Programmverantwortlichen und Hörfunknutzern zu identifizieren und zu validieren, wobei ein besonderer Fokus auf allgemein gültigen sowie rollenspezifischen Kriterien liegt.
3.1 Funktion und Merkmale der Stimme
Die Funktion der Stimme wird nach Wittlinger und Sendlmeier zunächst als „Zuordnung der sprechenden Person zum jeweiligen Geschlecht“ (2005, S. 72) definiert. Aber nicht nur das Geschlecht, auch Persönlichkeitsmerkmale können durch den Zuhörer intuitiv abgeleitet werden, wobei dies oftmals durch gesellschaftliche Konventionen bzw. Hörmuster beeinflusst wird (vgl. ebd., S. 73). Allerdings können die Merkmale der Stimme je nach Geschlecht des Sprechers unterschiedlich interpretiert werden (vgl. ebd.). In Bezug auf den Hörfunk sieht Lindner-Braun einen Vorteil in der Deutung von Persönlichkeitsmerkmalen eines Sprechers darin, „daß [sic] die menschliche Stimme Aspekte der Persönlichkeit übermittelt, ohne daß [sic] […] der Teilnehmer in die erzwungene und damit peinliche Rolle des Voyeurs gedrängt wird“ (1998a, S. 55). Damit meint sie, dass der Zuhörer durchaus Persönliches über den Sprecher durch die individuellen Stimmmerkmale erfahren kann, gleichermaßen aber nicht unerwünscht in die Privatsphäre des Sprechers eindringt. Gethmann zufolge besteht die Funktion der Stimme im Hörfunkkontext zudem darin, ein Erkennungsmerkmal des aktuellen Radiosenders darzustellen, ähnlich der Musikfarbe des Senders (vgl. 2006, S. 128).
Die Mitbegründerin der Hörfunkforschung, Herta Herzog, nennt als eine Funktion der Sprache, welche in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der Stimme steht, den Ausdruck (vgl. 1933, S. 301). Jedoch konstatiert sie, dass der Ausdruck erst an Bedeutung gewinnt, „wenn jemand da ist, der etwas als Ausdruck erlebt“ (ebd., S. 302). Die Stimme bzw. Sprache und ihr jeweiliger Ausdruck sind also zwangsläufig vom Zuhörer abhängig. Herzog stützt ihre damalige Arbeit auf Bühlers AXIOMATIK DER SPRACHWISSENSCHAFTEN (1933) und macht somit erste Dimensionen der Stimmwahrnehmung fest: In ihrer Untersuchung erkennen die Probanden vor allem Unterschiede in der Stimmhöhe und -schwankungen, im Tempo, der Artikulation, dem Rhythmus und Stimmtimbre (vgl. Herzog, 1933, S. 355 ff.).
1 EINLEITUNG: Einführung in die Relevanz positiver Stimmmerkmale im Radio und Darstellung der Forschungsfrage sowie der Zielsetzung der Arbeit.
2 HÖRFUNK IN DEUTSCHLAND: Überblick über die historische Entwicklung, die duale Rundfunkstruktur und die aktuelle Mediennutzungsforschung in Deutschland.
3 DIE BEDEUTUNG DER STIMME VON RADIOSPRECHERN: Theoretische Auseinandersetzung mit der Funktion der Stimme, verschiedenen Sprechstilen und der Wirkung auf den Zuhörer.
4 STAND DER FORSCHUNG: Darstellung relevanter Studien zu Stimmmerkmalen von Radiosprechern, die als Grundlage für die eigene empirische Untersuchung dienen.
5 EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG: Erläuterung der Methodik, der Fragebogenentwicklung sowie der Durchführung der Befragungen von Programmdirektoren und Nutzern.
6 ERGEBNISSE UND DISKUSSION: Statistische Auswertung und interpretierender Vergleich der Ergebnisse beider Befragungsgruppen.
7 FAZIT UND AUSBLICK: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse sowie Empfehlungen für die zukünftige Forschung im Bereich Radio und Stimme.
Hörfunk, Radiosprecher, Stimme, Stimmmerkmale, Sprechwirkung, Programmverantwortliche, Radionutzer, quantitative Untersuchung, Nachrichtensprecher, Moderatoren, Station-Voices, Mediennutzung, Sprechstil, Authentizität, Forschungsmangel.
Die Arbeit untersucht die Bedeutung und die spezifischen Merkmale von Stimmen bei Radiosprechern im deutschen Hörfunk unter Berücksichtigung sowohl professioneller als auch nutzerorientierter Perspektiven.
Die zentralen Themen umfassen die Stimmwahrnehmung, die unterschiedlichen Sprecherrollen (Moderatoren, Nachrichtensprecher, Station-Voices) sowie die Erwartungshaltung der Hörer gegenüber der Stimmqualität.
Ziel ist es, ein Modell für wichtige Stimmmerkmale von Radiosprechern zu validieren, um zu klären, welche Eigenschaften aus Sicht von Programmverantwortlichen und Hörern besonders wichtig sind.
Die Autorin verwendet eine explorative quantitative Methode, bestehend aus zwei Online-Befragungen (eine für Programmdirektoren, eine für Nutzer), die statistisch mittels SPSS ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, einen Forschungsstand mit Bezug auf internationale Studien (insbes. Warhurst et al.) und den empirischen Teil inklusive der Datenanalyse.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Hörfunk, Radiosprecher, Stimmmerkmale, Sprechwirkung, quantitative Forschung und die Differenzierung zwischen verschiedenen Rollentypen im Radio.
Die Untersuchung zeigt, dass sowohl Programmdirektoren als auch Hörer der Natürlichkeit der Sprecherstimme die höchste Priorität bei der Auswahl und Bewertung einräumen.
Während Programmdirektoren verstärkt Wert auf Persönlichkeit und Identifikationspotenzial legen, betrachten Nutzer das Radio häufiger als reines Informationsmedium, das nicht primär animierend wirken muss.
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