Bachelorarbeit, 2013
82 Seiten, Note: 2,0
Vorwort
Hinführung zur zentralen Frage
Hauptteil. Einfluss auf Marina Abramović durch soziales und historisches Umfeld
1. Grenzerfahrungen innerhalb Jugoslawiens und ihrer Familie
1.1 Der historische Hintergrund
Entstehung des 2. Jugoslawiens
1.2 Heranwachsen in Jugoslawien
Gesellschaftliche und familiäre Grenzerfahrungen
1.3 Studium und Proteste in den 60ern und 70ern
Politische und künstlerische Grenzerfahrungen
1.4 Marina Abramovićs erste Performances
Körperliche und geistige Grenzerfahrungen
2. Leben und Kunst außerhalb Jugoslawiens. Grenzüberschreitungen
2.1 Das Verlassen Jugoslawiens
Liebes- und Arbeitsbeziehung zu Ulay
2.2 Reisen. Suche nach Weisheiten. Kunst als Brücke
Grenzerfahrungen in der Welt
3. Zerfallskriege im ehemaligen Jugoslawien
3.1 Der Zusammenbruch der SFRJ. Historischer Hintergrund
3.2 Marina Abramovićs künstlerische Rückkehr in den Balkan
Grenzerfahrungen innerhalb der Imagination des Balkans
Schluss
Grenzerfahrung als Brücke. Kunst als Vermittler für eine Integration Südosteuropas in ein europäisches Wir
Die Arbeit untersucht die biografischen und soziopolitischen Grenzerfahrungen der Künstlerin Marina Abramović, die im ehemaligen Jugoslawien aufwuchs. Ziel ist es zu ergründen, wie diese Erfahrungen ihre künstlerische Praxis prägten und wie sie ihre Performances als Brückenfunktion nutzt, um gesellschaftliche, politische und spirituelle Grenzüberschreitungen an ein internationales Publikum zu vermitteln.
1.1 Der historische Hintergrund. Die Entstehung des 2. Jugoslawiens
Cyrill Stieger erklärte historische Hintergründe, um Kunstschaffende aus Südosteuropa besser verstehen zu können. Er beschrieb, wie sich bereits seit dem 19. Jahrhundert in Kroatien und Slowenien unter Intellektuellen der Traum vom südslawischen Staat verbreitete, welcher dann im Dezember 1918 durch die Gründung des 1. Jugoslawien, als Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen, realisiert werden sollte. Dieses 1. Jugoslawien entstand quasi auf den Trümmern der Vielvölkerstaaten des Habsburger Reichs und des Osmanischen Reichs. 1929 wurde es in Königreich Jugoslawien umbenannt.
König Alexander setzte die Verfassung außer Kraft und löste das Parlament auf. Wie in Rumänien und Bulgarien wurde in der Zeit zwischen den Weltkriegen die demokratisch-parlamentarische Regierung durch eine „Königsdiktatur“ ersetzt. Durch den Zusammenschluss der Länder erhoffte man sich das Ende der Fremdherrschaft und eine nationale Selbstbestimmung. Der Begriff „Jugoslawien“ stand für Freiheit, nationale Emanzipation und politische Gleichberechtigung. Diese Hoffnungen zerschlugen sich bald, da sich die nationalen, politischen und sozialen Gegensätze im Königreich zuspitzten.
1. Grenzerfahrungen innerhalb Jugoslawiens und ihrer Familie: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entstehung Jugoslawiens sowie Abramovićs schwieriges familiäres Umfeld, das maßgeblich von den Traumata und Ideologien ihrer Eltern als Partisanen sowie dem konservativen Erbe ihrer Großmutter geprägt war.
2. Leben und Kunst außerhalb Jugoslawiens. Grenzüberschreitungen: Der Abschnitt behandelt Abramovićs Emigration nach Amsterdam und ihre künstlerische sowie persönliche Partnerschaft mit Ulay, in der sie durch nomadische Lebensweisen und körperintensive Performances neue Formen der Grenzüberschreitung und Identitätsfindung erforschten.
3. Zerfallskriege im ehemaligen Jugoslawien: Das letzte Kapitel analysiert die Auswirkungen der Balkankriege auf die Künstlerin und zeigt ihre künstlerische Rückkehr zu Themen wie Schuld, Sühne und kollektiver Identität in Werken wie „Balkan Baroque“ auf.
Marina Abramović, Performance-Kunst, Jugoslawien, Grenzerfahrung, Ulay, Körperkunst, Identität, Balkan, Sozialismus, Partisanen, Transformation, Zeit, Schmerz, Exil, Ritual.
Die Arbeit analysiert das Leben und Werk von Marina Abramović vor dem Hintergrund ihrer Herkunft aus dem ehemaligen Jugoslawien und untersucht, wie politische und soziale Grenzsituationen ihre künstlerische Entwicklung beeinflussten.
Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Kunst und Politik, die Bedeutung des eigenen Körpers als Instrument des künstlerischen Ausdrucks sowie der Einfluss biographischer Traumata auf die Performance-Kunst.
Es soll geklärt werden, welche Grenzerfahrungen Marina Abramović prägten und wie sie diese Erfahrungen in ihren Werken nutzt, um eine Brückenfunktion zwischen ihrer Herkunft und ihrem internationalen Publikum zu etablieren.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden kunsthistorischen und biographischen Analyse von Abramovićs Performances im Kontext der soziopolitischen Geschichte Jugoslawiens und des Balkans.
Der Hauptteil gliedert sich in drei Abschnitte: die familiären und historischen Prägungen innerhalb Jugoslawiens, die künstlerische Phase des Exils und der Partnerschaft mit Ulay sowie die Auseinandersetzung mit den Zerfallskriegen und der „Balkan-Identität“.
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Grenzerfahrung, Performance-Kunst, Identität, Körperkunst und die soziopolitische Transformation Jugoslawiens.
Abramovićs schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter, geprägt durch militärische Disziplin und fehlende emotionale Zuneigung, führte dazu, dass sie in ihrer Kunst Themen wie Kontrolle, Zerstörung und den Wunsch nach persönlicher Freiheit verarbeitete.
Sie nutzt Symbole wie den fünfzackigen Stern oder die Thematik der „Blut & Honig“-Ästhetik, um die Paradoxien ihrer Heimat und die komplexe Geschichte des Balkans in eine universelle künstlerische Sprache zu übersetzen.
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