Bachelorarbeit, 2013
53 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen und Einordnung
2.1 Prinzipal-Agenten-Theorie
2.1.1 Einordnung und Annahmen der Prinzipal-Agenten-Theorie
2.1.2 Prinzipal-Agenten-Problematik
2.2 Bedeutung und Probleme von Personalauswahl (-verfahren)
2.3 Strukturierte Interviews
3 Analyse von Informationsasymmetrien bei der Personalauswahl
3.1 Prinzipal-Agenten-Problematik im Personalauswahlprozess
3.2 Phasengeleitete Möglichkeit zur Einschränkung von Informationsasymmetrien durch strukturierte Interviews
3.2.1 Vorbereitung
3.2.2 Durchführung
3.2.3 Auswertung und Entscheidungsfindung
4 Fazit
Die Arbeit analysiert die Eignung strukturierter Interviews als Instrument zur Reduzierung von Informationsasymmetrien im Kontext der Personalauswahl, wobei die Prinzipal-Agenten-Theorie als theoretischer Rahmen dient, um die Problematik von Informationsvorsprüngen zwischen Bewerber und Arbeitgeber zu beleuchten.
3.1 Prinzipal-Agenten-Problematik im Personalauswahlprozess
Eine Projizierung der Prinzipal-Agenten-Problematik auf die Personalauswahl setzt voraus, dass ein positiver Anwendungsbezug der zentralen Annahmen der PAT gegeben ist. Zunächst erfolgt daher eine Prüfung, ob diese Annahmen auch in der Personalauswahl Anwendung finden. Die anschließende Analyse über die jeweiligen Dimensionen der Informationsasymmetrien im Personalauswahlprozess lassen die Frage aufkommen, ob strukturierte Interviews ein geeignetes Instrument zur Senkung dieser darstellen.
Im Mittelpunkt der PAT steht die Institution des Vertrags und seine Rolle bei den Austauschbeziehungen zwischen Wirtschaftssubjekten (vgl. Ebers/Gotsch 1995, S. 195). Zwischen dem Arbeitgeber und dem passenden Bewerber besteht das Ziel einen Arbeitsvertrag zu schließen, in dem Rechte und Pflichten des Arbeitgebers und des Arbeitnehmers festgelegt werden (vgl. Bährle 2007, S. 88). Der Personalauswahlprozess soll aus einer Vielzahl von Kandidaten denjenigen selektieren, der die Aufgaben zur Erreichung der Unternehmensziele vermutlich am besten erfüllt und den im Arbeitsvertrag festgehaltenen Pflichten nachkommen wird. Der Vertrag, der in der PAT auch als Institution bezeichnet wird (s. Kapitel 2.1.1), existiert in Form eines Arbeitsvertrags und bestimmt das Verhalten eines Arbeitgebers und Arbeitnehmers.
1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Problem der Informationsasymmetrie bei der Personalauswahl und begründet die Relevanz der Untersuchung strukturierter Interviews anhand der Prinzipal-Agenten-Theorie.
2 Theoretische Grundlagen und Einordnung: Dieses Kapitel erläutert die Prinzipal-Agenten-Theorie, die Bedeutung von Auswahlverfahren sowie die methodischen Grundlagen strukturierter Interviews.
3 Analyse von Informationsasymmetrien bei der Personalauswahl: Der Hauptteil überträgt die theoretischen Erkenntnisse auf den Personalauswahlprozess und analysiert phasengeleitet die Wirksamkeit strukturierter Interviews zur Reduzierung von Informationsasymmetrien.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass strukturierte Interviews bei korrekter Durchführung und fachkompetenter Anwendung einen wesentlichen Beitrag zur Senkung der vorvertraglichen Qualitätsunsicherheit leisten können.
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Die Arbeit untersucht, ob und wie strukturierte Interviews im Personalauswahlprozess dazu beitragen können, Informationsasymmetrien zwischen Arbeitgeber und Bewerber zu reduzieren.
Zentrale Themenfelder sind die Prinzipal-Agenten-Theorie, die Problematik der vorvertraglichen Qualitätsunsicherheit bei der Personalauswahl sowie die methodische Ausgestaltung strukturierter Interviews.
Das primäre Ziel ist es, die Prinzipal-Agenten-Problematik auf die Personalauswahl anzuwenden und zu analysieren, inwieweit strukturierte Interviews als Instrument zur Verringerung der Informationsvorteile des Bewerbers dienen können.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse, die das Konzept der Prinzipal-Agenten-Theorie auf den Ablauf der Personalauswahl anwendet und diesen mit fachwissenschaftlicher Literatur zu Auswahlmethoden verknüpft.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Informationsasymmetrien im Auswahlprozess und eine detaillierte, phasengeleitete Untersuchung der Vorbereitung, Durchführung und Auswertung strukturierter Interviews zur Informationsaufdeckung.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Prinzipal-Agenten-Theorie, Personalauswahl, Informationsasymmetrie, strukturiertes Interview und Qualitätsunsicherheit charakterisiert.
Das Anforderungsprofil dient als Identifizierungsmaßnahme des Informationsdefizits des Arbeitgebers, um gezielte Fragen zu formulieren und eine objektive Bewertungsgrundlage zu schaffen.
Eine klare Rollenverteilung und der Einsatz von Fachinterviewern sind essenziell, um arbeitsrelevante Verhaltensbeispiele korrekt zu deuten und das Wissensdefizit (Hidden Information) über die Eignung des Bewerbers zu minimieren.
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