Bachelorarbeit, 2013
61 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
1. Was ist Behinderung?
1.1 Definition
1.2 Erklärungsmodelle für Behinderungen und Störungen
1.2.1 Biologisch medizinische Modelle
1.2.2 Psychologische Modelle
1.2.3 Soziologische Modelle
1.3 Verschiedene Ausprägungen von Behinderungen und Störungen
1.3.1 Lernstörung
1.3.2 Geistige Behinderung
1.3.3 Körperliche Behinderung
1.3.4 Störung des Sehens und Hörens
1.3.5 Entwicklungsstörung
2. Was ist Inklusion?
2.1 Definition
2.2 Herkunft und Entstehung
2.2.1 Pädagogik der Vielfalt
2.3 Kritik
3. Gesetzliche Vorgaben
3.1 Salamanca Erklärung
3.2 UN – Behindertenrechtskonvention
3.3 Schulrecht
4. Statistische Angaben
4.1 Menschen mit Behinderungen
4.2 Beschulung von Menschen mit Behinderung
4.3 Inklusion im deutschen Schulsystem
5. Inklusion im Sportunterricht
5.1 Aufgaben und Ziele des Sportunterrichts
5.2 Problematik
5.3 Lösungsstrategien
5.4 Stundenbeispiel
5.4.1 Ausgangslage und Hinführung
5.4.2 Ziel der Stunde
5.4.3 Methodik
5.4.4 Verlaufsplan
5.4.5 Inhaltliche Erläuterungen
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die praktische Umsetzung der Inklusion im deutschen Schulsport. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie inklusiver Sportunterricht gestaltet werden kann, um trotz unterschiedlicher körperlicher und geistiger Voraussetzungen eine gemeinsame Teilhabe zu ermöglichen.
5.2 Problematik
Dass die Inklusion die Institution Schule vor einige Herausforderungen stellt, wurde bisher schon herausgefunden. Eine besondere Herausforderung stellt die Inklusion im Schulsport dar. Häufig wird gemeint, dass gerade im Sportunterricht die Inklusion leicht und fast von allein vonstattengeht, denn beim Sporttreiben sind häufige Begegnungen, Kontaktaufnahmen und Körperkontakt häufig an der Tagesordnung. Auch die Einbindung von Menschen mit Behinderungen ist leicht vorstellbar. Der Sehbehinderte beispielsweise wird von einem anderen Kind geführt oder der Rollstuhl geschoben. Jedoch muss man dabei hinterfragen, inwieweit der Sport mit seinen Zielen noch im Vordergrund steht.
Sportlehrer sind den Umgang mit heterogenen Gruppen gewöhnt. Selten werden Sportklassen nach Leistung differenziert und auch bei der Einordnung in die verschiedenen Schulen der Sekundarstufen spielt das Fach Sport ähnlich wie Kunst oder Musik kaum eine Rolle. Allerdings ist diese Heterogenität häufig nicht gewünscht. Für Sportlehrer ist es meist durch ihre eigene Sportsozialisation (bspw. in Vereinen) normal, dass in einer recht leistungsgleichstarken Gruppe Sport getrieben wird. So stellt Graumann (2002, S. 29) fest: „Obgleich alle Lehrenden heute unter der Belastung leiden, die aus Heterogenität der SchülerInnen in jeder Schulform zu resultieren scheinen, haben die wenigsten gelernt, (…) sie als Potential und nicht als Belastung zu sehen“. Diese Einsicht muss geschaffen werden, damit ein qualitativ hochwertiger Sportunterricht stattfinden kann.
1. Was ist Behinderung?: Dieses Kapitel beleuchtet verschiedene wissenschaftliche Definitionen und Erklärungsmodelle für Behinderungen, um ein grundlegendes Verständnis für die unterschiedlichen Ausprägungen von Beeinträchtigungen zu schaffen.
2. Was ist Inklusion?: Hier werden die theoretischen Ansätze der Inklusion sowie deren geschichtliche Entstehung und Abgrenzung zur Integration dargestellt, inklusive einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Begriff.
3. Gesetzliche Vorgaben: Das Kapitel erläutert die rechtlichen Rahmenbedingungen für Inklusion, insbesondere durch die Salamanca-Erklärung und die UN-Behindertenrechtskonvention, sowie deren Umsetzung in das deutsche Schulrecht.
4. Statistische Angaben: Diese Sektion liefert eine empirische Grundlage zur Anzahl behinderter Menschen in Deutschland und zeigt den aktuellen Status der Beschulungssituation auf.
5. Inklusion im Sportunterricht: Der Hauptteil setzt sich intensiv mit der Gestaltung eines inklusiven Sportunterrichts auseinander, diskutiert fachspezifische Probleme und präsentiert konkrete Lösungsstrategien sowie ein praxisorientiertes Stundenbeispiel.
Inklusion, Sportunterricht, Behinderung, Schulsport, Heterogenität, Sonderpädagogik, UN-Behindertenrechtskonvention, Partizipation, Bewegungsförderung, Lehrerausbildung, Integration, Kompetenz, Leistungsbewertung, Schulentwicklung.
Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung und den Möglichkeiten der Umsetzung von Inklusion im deutschen Schulwesen, mit besonderem Fokus auf den Sportunterricht.
Zentrale Felder sind die Definition von Behinderung, die rechtlichen Grundlagen für Inklusion, die Analyse des aktuellen Inklusionsstandes in Deutschland und die sportpädagogische Praxis.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Inklusion im Sportunterricht trotz hoher Heterogenität der Schülerschaft gelingen kann und welche methodischen Ansätze hierfür notwendig sind.
Der Autor nutzt eine umfassende Literaturanalyse sowie die Auswertung statistischer Daten (z. B. Mikrozensus und Bertelsmann-Studien), um den theoretischen und praktischen Stand der Inklusion zu beleuchten.
Der Hauptteil analysiert die Schwierigkeiten, die bei der Durchführung von Sportunterricht in inklusiven Klassen entstehen, und erarbeitet Qualitätskriterien und Lösungsstrategien für Lehrkräfte.
Neben dem zentralen Begriff der Inklusion stehen Begriffe wie heterogener Unterricht, Partizipation, Sportpädagogik und rechtliche Rahmenbedingungen im Vordergrund.
Die Konvention dient als zentrale gesetzliche Grundlage und Impulsgeber für die gesetzlichen Anpassungen in den verschiedenen Bundesländern, insbesondere im Hinblick auf den gemeinsamen Schulbesuch.
Das Thema „Kämpfen“ dient als Beispiel, um zu zeigen, dass auch komplexe Anforderungen im Sportunterricht unter Berücksichtigung von Körperkontakt und fairem Miteinander inklusiv gestaltet werden können.
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