Studienarbeit, 2004
14 Seiten
1. Einführung
2. Die Lesegewohnheiten von angehenden ErzieherInnen
3. Beratungskonzeption und Beratungsbereiche
4. Praxis der literarischen Beratung
4.1 Die Gattungen der Kinder- und Jugendliteratur im Kindergarten
4.2 Literarische Trends
4.3 Projekt „Wie baue ich eine kleine Bücherei im Kindergarten auf?“
Die Arbeit untersucht die Grundlagen der literarischen Beratung von (angehenden) ErzieherInnen im Kontext des Kindergartens. Dabei werden die Lesegewohnheiten der Zielgruppe analysiert, ein theoretisches Beratungskonzept vorgestellt und praktische Handlungsempfehlungen für den Aufbau einer Kindergarten-Bücherei gegeben.
Die Gattungen der Kinder- und Jugendliteratur im Kindergarten
Die folgenden Gattungen der Kinder- und Jugendliteratur im Kindergarten werden kurz skizziert sowie ihre pädagogische Umsetzung erörtert:
? Bilderbuch
? Kinderlyrik
? Märchen
? Comics
? Medienangebote im Bereich Kinder- und Jugendliteratur.
Bilderbücher können umwelterklärende und umweltverstehende Hilfen im Kindergarten sein und die Sprachtüchtigkeit und Denkleistung der Kinder fördern und trainieren. Ein Bilderbuch sollte nach Möglichkeit Sprachanreizsituationen schaffen. Dies kann durch handlungsreiche Bilder, die Darstellung von Konflikt- und Problemsituationen, offene Fragen und durch angemessene Beachtung des Erfahrungsbereiches des Kindes erreicht werden.
Aus dem Blickwinkel der literarischen Beratung ist darauf hinzuweisen, dass Bilderbücher literarische Ersterfahrungen ermöglichen und den Kindern den Zugang zu anderen Gattungen der Kinder- und Jugendliteratur erleichtern.
Bilderbücher, die zu ausgewählten Lebensfragen wie Angst, Einsamkeit, Krankheit und Tod oder auch zu gesellschaftskritischen Fragen wie Landschafts- und Umweltschutz Verstehens und Verarbeitungshilfen anbieten, sollten den inhaltlich belanglosen Bilderbüchern vorgezogen werden.
1. Einführung: Das Kapitel führt in die Notwendigkeit literarischer Beratung für (angehende) ErzieherInnen ein und verortet das Thema in der Literatur- und Medienpädagogik.
2. Die Lesegewohnheiten von angehenden ErzieherInnen: Es werden Ergebnisse einer Umfrage zur Lesemotivation, Lesesozialisation und Bibliotheksnutzung bei Studierenden der Fachakademie für Sozialpädagogik dargestellt.
3. Beratungskonzeption und Beratungsbereiche: Das Kapitel definiert den Begriff der literarischen Beratung und stellt das Konzept der Kooperativen Beratung nach Prof. Mutzeck als methodischen Rahmen vor.
4. Praxis der literarischen Beratung: Dieser Abschnitt behandelt die konkrete Anwendung, angefangen bei der Vorstellung verschiedener Literatur-Gattungen bis hin zu aktuellen Trends.
4.1 Die Gattungen der Kinder- und Jugendliteratur im Kindergarten: Hier werden Bilderbücher, Kinderlyrik, Märchen, Comics und weitere Medien hinsichtlich ihrer pädagogischen Bedeutung analysiert.
4.2 Literarische Trends: Es erfolgt eine Einordnung aktueller Erzählformen und Diskussionsthemen im Elementarbereich anhand ausgewählter Beispiele.
4.3 Projekt „Wie baue ich eine kleine Bücherei im Kindergarten auf?“: Ein praxisorientierter Leitfaden für die Organisation, Systematik, EDV-Erfassung und pädagogische Einbindung einer Kindergarten-Bücherei.
Literarische Beratung, ErzieherInnen, Kindergarten, Lesesozialisation, Lesegewohnheiten, Bilderbuch, Kinderliteratur, Bibliothek, Medienpädagogik, Kooperative Beratung, Leseförderung, Literaturdidaktik.
Die Arbeit behandelt die professionelle literarische Beratung von (angehenden) ErzieherInnen im Kindergartenumfeld, um die Qualität der pädagogischen Arbeit mit Literatur und Medien zu verbessern.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Lesegewohnheiten des Personals, der theoretischen Fundierung von Beratungsprozessen und der praktischen Umsetzung einer organisierten Bücherei in der Kindertagesstätte.
Ziel ist es, ein Beratungskonzept bereitzustellen, das ErzieherInnen befähigt, kompetenter mit Literatur umzugehen und diese gezielt in die pädagogische Arbeit zu integrieren.
Es wurde eine schriftliche Umfrage an einer Fachakademie für Sozialpädagogik durchgeführt, um die Lesegewohnheiten und Bedürfnisse der Zielgruppe empirisch zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Befragungsergebnisse, die theoretische Definition literarischer Beratung und eine detaillierte Anleitung zum Aufbau und Betrieb einer Kindergarten-Bibliothek.
Kernbegriffe sind Literarische Beratung, Lesesozialisation, Kinderliteratur, Bibliothekswesen im Elementarbereich und Kooperative Beratung.
Die Umfrage ergab, dass Zweitkursler eine höhere tägliche Lesedauer aufweisen und das Lesen stärker mit Lern- und Informationszielen verknüpfen, während bei Erstkurslern der Spaßfaktor und das Abschalten im Vordergrund stehen.
Neben der Ausrichtung an der Konzeption des Kindergartens sollten insbesondere Werke bevorzugt werden, die Kindern bei der Bewältigung von Lebensfragen (z.B. Angst, Krankheit) helfen, anstatt inhaltlich belanglose Literatur anzubieten.
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