Bachelorarbeit, 2013
70 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Aufbau und Zielsetzung der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Unternehmensnachfolge bei mittelständischen Unternehmen
2.1.1 Definition mittelständischer Unternehmen gemäß IfM Bonn und der europäischen Kommission
2.1.2 Bedeutung mittelständischer Unternehmen in Deutschland
2.1.3 Definition der Unternehmensnachfolge
2.1.4 Ursachen für die Unternehmensnachfolge
2.1.5 Formen der Unternehmensnachfolge
2.1.5.1 Unentgeltliche Übertragung
2.1.5.2 Entgeltliche Übertragung
2.2 Stiftungen
2.2.1 Definition
2.2.2 Entstehung
2.2.3 Rechtliche Grundlagen
2.2.4 Stiftungslandschaft Deutschland
2.2.4.1 Regionale Verteilung
2.2.4.2 Vermögensgrößen
2.2.4.3 Stiftungszwecke
2.2.5 Stiftungsformen der privaten Nachfolgeplanung
2.2.5.1 Stiftungen des öffentlichen Rechts
2.2.5.2 Familienstiftungen
2.2.5.3 Bürgerstiftungen
2.2.5.4 Gemeinnützige Stiftungen
2.2.6 Unternehmensverbundene Stiftungen
2.2.6.1 Unternehmensträgerstiftung
2.2.6.2 Beteiligungsträgerstiftung
2.2.6.3 Stiftung & Co. KG
2.2.6.4 Doppelstiftung
2.3 Steuerliche Aspekte bei Stiftungen
2.3.1 Besteuerung bei der Errichtung
2.3.1.1 Stiftungen im Allgemeinen
2.3.1.2 Besonderheiten bei Familienstiftungen
2.3.2 Fortlaufende Besteuerung
2.3.3 Besteuerung des Stifters
2.3.4 Besteuerung der Destinatäre
2.3.5 Erbersatzsteuer bei Familienstiftungen
3 Kritische Auseinandersetzung mit der Stiftung als Instrument der Unternehmensnachfolge
3.1 Motive bei der Einbeziehung von Stiftungen in die Unternehmensnachfolge
3.1.1 Motiv der Unternehmenskontinuität
3.1.2 Motiv der Sicherung der Unternehmensliquidität und des Familienvermögen
3.2 Nachteile bei der Wahl der Stiftung als Unternehmensnachfolge
3.3 Umsetzung in der Praxis
3.3.1 Die Lidl Stiftung & Co. KG und die Hertie-Stiftungen
3.3.2 Praktikabilität aus Sicht der Bank
4 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Eignung der Stiftung als Instrument der Unternehmensnachfolge für mittelständische Unternehmen und deren Eigentümerfamilien. Im Fokus steht dabei die Analyse, inwieweit Stiftungen zur Sicherung der Unternehmenskontinuität beitragen können, welche steuerlichen Aspekte hierbei eine Rolle spielen und welche praktischen Vor- sowie Nachteile mit diesem Nachfolgemodell verbunden sind.
2.2.1 Definition
„What is defined as a foundation in one country may not qualify as such in an other“.27
Vielmehr sei der Ursprung einer Stiftung zu definieren, der darin bestehe, das Eigentum eines (Geld-)Gebers an eine Institution zu übertragen, damit diese mit Auflagen das Vermögen verwaltet und die daraus resultierenden Erträge für einen bestimmten Zweck verwendet.28
Einen weiteren Ansatz bietet Strachwitz, der bei der Stiftungsdefinition die zeitliche Unbegrenztheit in den Fokus rückt: "Eine Stiftung ist das Ergebnis der Übertragung von Vermögenswerten an eine mit eigener Satzung ausgestattete Organisation, die so gestaltet ist, dass diese Satzung die Verwalter der Organisation bezüglich der Erhaltung und Verwendung des Vermögens dauerhaft bindet."29
Neben der Bindung an den Stifterwillen und dem eingeschränkten Verfügungsrecht der Organe, stehen bei Strachwitz demnach der Erhalt und die Verwendung des Vermögens im Vordergrund.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Unternehmensnachfolge ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Eignung der Stiftung als Nachfolgeinstrument zu prüfen.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Definitionen mittelständischer Unternehmen, die Gründe für Unternehmensnachfolgen sowie die rechtlichen und steuerlichen Grundlagen von Stiftungen.
3 Kritische Auseinandersetzung mit der Stiftung als Instrument der Unternehmensnachfolge: Hier werden die Motive für den Einsatz von Stiftungen, wie Unternehmenskontinuität, gegen die Nachteile und Herausforderungen in der Praxis abgewogen.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass eine Stiftung eine interessante Alternative darstellen kann, jedoch eine sorgfältige und frühzeitige Planung erfordert, um Zielkonflikte zu vermeiden.
Unternehmensnachfolge, Mittelstand, Stiftung, Familienstiftung, Gemeinnützige Stiftung, Doppelstiftung, Stiftungsrecht, Erbschaftssteuer, Erbersatzsteuer, Unternehmensvermögen, Unternehmenskontinuität, Nachfolgeplanung, Steueroptimierung, Stiftung & Co. KG, Beteiligungsträgerstiftung
Die Arbeit untersucht, ob und wie mittelständische Unternehmer eine Stiftung als Instrument für die geregelte Nachfolge ihres Unternehmens nutzen können.
Die Arbeit behandelt die Grundlagen der Unternehmensnachfolge, die verschiedenen Stiftungsformen, die steuerlichen Aspekte bei der Stiftungsgründung sowie die Vor- und Nachteile dieses Instruments.
Ziel ist es aufzuzeigen, inwieweit sich eine Stiftung als Nachfolgeinstrument eignet, um die Unternehmenskontinuität zu sichern und die Familie zu versorgen.
Es handelt sich um eine theoretische Analyse sowie eine ergänzende Auswertung von Experteninterviews mit Bankberatern zur praktischen Anwendung.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Nachfolge und Stiftungsrecht sowie eine kritische Auseinandersetzung mit Motiven, Nachteilen und Praxisbeispielen (Lidl, Hertie).
Die wichtigsten Schlagworte sind Unternehmensnachfolge, Familienstiftung, Erbersatzsteuer, Unternehmenskontinuität und Stiftung & Co. KG.
Da Familienstiftungen grundsätzlich keine Erbschaftssteuer bei Eigentümerwechseln auslösen, unterstellt der Gesetzgeber alle 30 Jahre einen fiktiven Generationenwechsel, um diesen steuerlichen Vorteil auszugleichen.
Die befragten Experten halten das Modell für sehr sinnvoll bei großen Vermögen, sehen jedoch in der Praxis oft zu geringe Kapitalvolumina und eine abnehmende Flexibilität bei den aktuellen Zinsniveaus.
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