Bachelorarbeit, 2003
35 Seiten, Note: 1,0
1 Aufgabenstellung und Zielsetzung
2 Grundlagen
2.1 UWB
2.2 Mehrantennensysteme
2.3 Betrachtung der verwendeten Antennen und deren Eigenschaften
2.4 Funkkanal
3 SISO-Systeme im Breitband
3.1 Grundlagen zu SISO-Systemen
3.2 Rake-Receiver
3.3 Versuchsaufbau / Simulation
4 SIMO-Systeme im Breitband
4.1 Grundlagen zu SIMO-Systemen
4.2 Versuchsaufbau / Simulation
5 MIMO-Systeme im Breitband
5.1 Grundlagen zu MIMO-Systemen
5.2 V-BLAST
5.3 Versuchsaufbau / Simulation
5.4 Waterfilling
5.5 Waterfilling im Breitband
6 Zusammenfassung
Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung von Mehrantennensystemen im Bereich Ultra-Breitband (UWB), um die Kapazitätssteigerung gegenüber herkömmlichen Einantennensystemen zu evaluieren. Dabei steht die Quantifizierung relativer Kapazitätsunterschiede auf Basis real gemessener Übertragungsfunktionen und einer Matlab-Simulation im Vordergrund.
5.4 Waterfilling
Eine Möglichkeit der weiteren Kapazitätssteigerung besteht darin, die insgesamt vorhandene Sendeleistung Pg mittels „Waterfilling“ auf die beiden orthogonalen Kanäle 1 und 2 aufzuteilen, so dass gilt: Pg = P1 + P2.
Dabei werden Kanäle mit einem hohen Signal-Rausch-Verhältnis mit viel Leistung versorgt, schlechtere Kanäle erhalten weniger Leistung oder werden sogar ausgelassen. Anschaulich dargestellt verteilt das „Waterfilling“ Verfahren eine vorhandene Menge Wasser (entspricht Pg) auf verschiedene Röhren (entsprechen den orthogonalen Kanälen), welche bereits unterschiedlich hoch mit Wasser gefüllt sind (Li: Anfänglicher Füllstand, reziprokes Signal-Rausch-Verhältnis). Die Verteilung erfolgt in einer Art und Weise, dass letztendlich alle Röhren gleich hoch gefüllt sind. Das pro Röhre aufgefüllte Wasser entspricht der pro Kanal bereitgestellten Sendeleistung Pi.
1 Aufgabenstellung und Zielsetzung: Einführung in die Untersuchung von Mehrantennensystemen zur Steigerung der Kanalkapazität mittels realer Messungen und Simulationen.
2 Grundlagen: Definition der UWB-Technik, der Mehrantennensysteme, der Antenneneigenschaften sowie der Charakterisierung des Funkkanals.
3 SISO-Systeme im Breitband: Erläuterung des Single-Input-Single-Output-Prinzips, der Rake-Receiver-Technik sowie der Validierung durch eine Matlab-Simulation.
4 SIMO-Systeme im Breitband: Darstellung von Single-Input-Multiple-Output-Systemen und der durch Mehrantennennutzung erzielten Effizienzsteigerung.
5 MIMO-Systeme im Breitband: Analyse von Multiple-Input-Multiple-Output-Systemen unter Anwendung von V-BLAST und Waterfilling-Verfahren zur Kapazitätsoptimierung.
6 Zusammenfassung: Abschlussbetrachtung der erzielten Effizienzgewinne durch den Einsatz von Mehrantennentechnologien im Vergleich zu SISO-Systemen.
UWB, Ultra-Breitband, Mehrantennensysteme, SISO, SIMO, MIMO, Kanalkapazität, Rake-Receiver, V-BLAST, Waterfilling, Bitfehlerrate, Signal-Rausch-Verhältnis, Übertragungsfunktion, Strahlformung, Diversität
Die Arbeit untersucht, wie Mehrantennensysteme im Ultra-Breitband (UWB) eingesetzt werden können, um die spektrale Effizienz und Kanalkapazität gegenüber einfachen Systemen mit nur einer Antenne zu erhöhen.
Die Arbeit umfasst die Grundlagen der UWB-Technik, die Modellierung von SISO-, SIMO- und MIMO-Funksystemen sowie fortgeschrittene Konzepte der Signalverarbeitung wie Rake-Empfänger, V-BLAST und Waterfilling.
Das Hauptziel ist die Quantifizierung des Kapazitätsgewinns, der durch den Übergang von SISO zu komplexeren MIMO-Antennenkonfigurationen unter Breitbandbedingungen erreicht werden kann.
Der Autor kombiniert messtechnische Erfassungen realer Übertragungsfunktionen mittels Netzwerkanalysatoren mit anschließenden Matlab-Simulationen zur statistischen Auswertung der Bitfehlerraten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine sukzessive Steigerung der Systemkomplexität: beginnend bei SISO, über SIMO bis hin zu MIMO-Systemen, wobei für jede Stufe der Versuchsaufbau und die Leistungscharakteristik detailliert analysiert werden.
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe UWB, MIMO-Systeme, Kanalkapazität, V-BLAST und Waterfilling definieren.
V-BLAST wird eingesetzt, um durch Transformation die verkoppelten Kanäle eines MIMO-Systems zu entkoppeln, was eine parallele Datenübertragung ermöglicht und die Kapazität signifikant steigern kann.
Beim Waterfilling wird die verfügbare Sendeleistung bevorzugt auf Kanäle mit einem hohen Signal-Rausch-Verhältnis verteilt, während schlechtere Kanäle weniger oder gar keine Leistung erhalten, um die Gesamtkapazität zu maximieren.
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