Bachelorarbeit, 2013
41 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Methodik
3. Forschungsstand und Quellenlage
3.1 Die späte römische Republik
3.2 Catilina und die Catilinarische Verschwörung
3.3 Cicero
3.4 Atticus
3.5 Die Briefe Ciceros
4. Gesellschaftlichte Rahmenbedingungen und die Ursachen der Verschwörung
5. Der Verlauf der Verschwörung
6. Das Leben Ciceros bis zu seinem Exil 58
7. Katalogisierung der Geldbegriffe
7.1 Vor der Verschwörung
7.2 Nach der Verschwörung
7.3 In den ad familiares
8. Analyse
9. Fazit
10. Literatur- und Quellenverzeichnis
Die Arbeit untersucht, ob sich die Sprache Ciceros in Bezug auf wirtschaftliche Themen sowie die Verwendung von Geldbegriffen in seinen Briefen durch die Catilinarische Verschwörung verändert hat. Hierzu werden Briefe aus den Sammlungen ad Atticum und ad familiares aus dem Zeitraum 68–60 v. Chr. analysiert und in ihren historischen Kontext eingeordnet.
3.1 Die späte römische Republik
Mit der Mitte des 2. Jahrhunderts v. Chr. begann eine allgemeine Krise der römischen Republik, die bis zur Entstehung des Prinzipats, also der Auflösung der Republik, andauern sollte. Einen ersten konkreten Ausdruck fand sie in den Reformversuchen der Gracchen, was oft auch als Markierung des Beginns der Phase der späten römischen Republik genutzt wird.
Die Quellenlage ist gerade für die ereignisreiche Zeit zwischen 133 und 79 äußerst unbefriedigend. Der größte Teil der lateinischsprachigen Werke dieser Zeit sind verloren gegangen. Deswegen muss vor allem auf die griechische Literatur und die späteren Autoren zurückgegriffen werden. Als die wichtigsten Vertreter sind hier Appian mit den „Bürgerkriegen“ und Plutarch mit seinen Biographien zu nennen. Diese werden noch durch einige bedeutende Inschriften ergänzt. Hingegen sind die letzten drei Jahrzehnte der Republik ausgezeichnet dokumentiert. Vor allem die Schriften Ciceros, Cäsars und Sallusts prägen die Überlieferungen. Trotz des Quellenreichtums dieser Zeit sind die Informationen vor allem von diesen drei Autoren, allen voran von Cicero, geprägt. Dadurch haben die Quellen der Kaiserzeit für die Betrachtung dieser Zeit ebenfalls eine große Bedeutung.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz wirtschaftlicher Krisen ein und stellt die Catilinarische Verschwörung als Fallbeispiel für die Schuldenproblematik der späten römischen Republik vor.
2. Methodik: Hier wird der analytische Ansatz erläutert, der auf dem Vergleich von Geldbegriffen in Ciceros Briefen vor und nach der Verschwörung basiert.
3. Forschungsstand und Quellenlage: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die historische Situation, die beteiligten Personen wie Cicero, Atticus und Catilina sowie die Bedeutung der Briefe als Quelle.
4. Gesellschaftlichte Rahmenbedingungen und die Ursachen der Verschwörung: Untersuchung der sozioökonomischen Faktoren wie Latifundienbildung, Sklavenwirtschaft und politischer Instabilität, die zum Ausbruch der Krise führten.
5. Der Verlauf der Verschwörung: Detaillierte Schilderung der Ereignisse, angefangen bei Catilinas politischer Karriere bis hin zur Niederschlagung der Verschwörung durch Cicero.
6. Das Leben Ciceros bis zu seinem Exil 58: Biographischer Abriss Ciceros, der seinen Aufstieg zum Konsul und die zunehmende politische Isolierung beleuchtet.
7. Katalogisierung der Geldbegriffe: Systematische Erfassung und Kontextualisierung der ökonomischen Begriffe, die in den verschiedenen Briefsammlungen vor und nach der Verschwörung identifiziert wurden.
8. Analyse: Interpretation der katalogisierten Begriffe, wobei signifikante Verschiebungen in der Wortwahl und in den Themenbereichen (z.B. von privaten Anekdoten hin zu politischen Bestechungsvorwürfen) aufgezeigt werden.
9. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Untersuchungsergebnisse und Diskussion der Frage, inwiefern die Verschwörung die Sprache Ciceros tatsächlich beeinflusst hat.
Cicero, Catilinarische Verschwörung, römische Republik, Finanzgeschichte, Geldbegriffe, Ad Atticum, Ad familiares, Atticus, Schuldenkrise, politische Ökonomie, pecunia, emere, Bestechung, Historische Linguistik, Krisenbewusstsein.
Die Bachelorarbeit untersucht, ob und wie sich die Sprache und Wortwahl Ciceros in Bezug auf wirtschaftliche Themen in seinen privaten Briefen unter dem Eindruck der Catilinarischen Verschwörung verändert hat.
Die Schwerpunkte liegen auf der Schuldenkultur der späten römischen Republik, dem Finanzwesen, politischen Bestechungsvorwürfen sowie der Rolle Ciceros und Atticus als Akteure in diesem wirtschaftlichen Umfeld.
Das Ziel ist die Katalogisierung und der anschließende Vergleich von Geldbegriffen in den Briefsammlungen ad Atticum und ad familiares, um Veränderungen im Sprachgebrauch zwischen 68 und 60 v. Chr. zu identifizieren.
Die Arbeit nutzt eine philologisch-historische Methode, bei der Begriffe kontextualisiert, quantitativ in ihrer Verwendung ausgewertet und vor dem Hintergrund der historischen Ereignisse analysiert werden.
Der Hauptteil umfasst die Quellenkritik, die historische Einordnung der Krise der späten Republik, eine biographische Darstellung der Hauptakteure sowie die detaillierte Katalogisierung und linguistische Analyse der relevanten Begriffe.
Neben Cicero und der Catilinarischen Verschwörung sind Begriffe wie Schuldenkrise, Finanzwesen, pecunia und Bestechung zentral für das Verständnis der Arbeit.
Ciceros Sprache wirkt nach den Ereignissen des Jahres 63 v. Chr. distanzierter; während Geld in frühen Briefen oft anekdotisch im privaten Kontext erscheint, verknüpft er es später vermehrt mit politischen Themen wie Bestechung und Korruption.
Atticus fungiert als Hauptadressat zahlreicher Briefe und als zentrale Figur, die als Finanzberater und Bankier Ciceros tief in dessen wirtschaftliche Angelegenheiten involviert war.
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