Examensarbeit, 2013
34 Seiten, Note: 1,0
Theoretischer Hintergrund / Theorie der Wirkung der Farbe Rot
Theorie der Wirkung emotionaler Ausdrücke
Forschungsansatz und Hypothesen
Testaufbau, Methoden, Durchführung und Material
Auswertung
Fazit
Literatur
Anhang
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des sogenannten „Rot-Effekts“ auf die wahrgenommene sexuelle Attraktivität und den Paarungswillen von Frauen in Bezug auf Männer, die verschiedene emotionale Posen (Stolz oder Scham) einnehmen. Die zentrale Forschungsfrage ist dabei, ob ein subtiler roter Farbreiz als Verstärker für die bereits durch die jeweilige Körperpose signalisierte Attraktivität fungiert.
Theorie der Wirkung der Farbe Rot:
Nach Elliot und Maier (2012) bezogen sich zu Beginn der Farbforschung die meisten theoretischen Statements, sowohl indirekt als auch direkt, auf das physiologische Modell nach Goldstein (1942), in welchem er den Effekt physiologischer Reaktionen beim Rezipienten aufgrund bestimmter Farbeinwirkung beschreibt. Mangels einer genaueren Ausführung wurde sein Modell später hauptsächlich bezüglich der Farbenwirkung aufgrund unterschiedlicher Wellenlängen interpretiert: lange Wellenlänge (wie beispielsweise Rot) - erregend, kurze Wellenlänge (wie beispielsweise Blau) - beruhigend.
Grundsätzlich mangelte es aber allen diesen Forschungen und Theorien an belastbarer, signifikanter Empirie. So ergab erst die jüngere Forschung in diesem Bereich klare, empirische Ergebnisse zu der Wirkung der Farbe Rot. Elliot und Maier beschrieben hierbei in ihrer Color-in-Context Theorie, dass Farben nicht nur aufgrund ihres ästhetischen Aspekts und der größtenteils sozialisationsbedingten Assoziationen, sondern auch aufgrund biologisch bedingter, bestimmter transportierter Bedeutungen wirken. So beschreiben sie Farben als einen visuellen Stimulus, welcher unterschiedliche, aber immer spezifische Bedeutungen und Informationen transportieren kann, abhängig von dem jeweiligen Kontext. Verallgemeinert rechnen sie Farben mit positiver Assoziation das Bewirken von Zuneigung sowie Beschäftigung und Verharren in, beziehungsweise mit der gegebenen Situation, Farben negativer Assoziationen Vermeidungsverhalten durch unbewusstes Priming zu.
Theoretischer Hintergrund / Theorie der Wirkung der Farbe Rot: Dieses Kapitel erläutert die psychologische Wirkung von Farben, insbesondere Rot, auf menschliches Verhalten und Attraktivitätswahrnehmungen auf Basis der Color-in-Context-Theorie.
Theorie der Wirkung emotionaler Ausdrücke: Hier wird untersucht, wie Stolz und Scham als nonverbale Signale bei Männern die Attraktivitätsbewertung durch Frauen beeinflussen.
Forschungsansatz und Hypothesen: Das Kapitel leitet die Hypothese ab, dass Rot als Katalysator wirkt, welcher die durch die Körperpose induzierte Attraktivität oder Unattraktivität verstärkt.
Testaufbau, Methoden, Durchführung und Material: Detaillierte Beschreibung der experimentellen Anordnung, in der Probanden Fotos von Männern mit verschiedenen Emotionsposen und Farbprimes bewerteten.
Auswertung: Darstellung der statistischen Ergebnisse, die zeigen, dass Rot besonders die abwertende Wirkung einer Schampose signifikant verstärkt.
Fazit: Zusammenfassende Interpretation der Ergebnisse, Reflexion über methodische Einschränkungen und Ausblick auf zukünftige Forschungsansätze.
Literatur: Verzeichnis der in der Arbeit zitierten wissenschaftlichen Quellen.
Anhang: Visuelle Materialien und Details zum verwendeten Fragebogen.
Rot-Effekt, Stolz, Scham, sexuelle Attraktivität, Color-in-Context-Theorie, Beziehungspsychologie, Emotionsausdruck, Farbwirkung, Paarungswahl, Priming, Statusbeimessung, nonverbale Kommunikation, Sozialpsychologie, Attraktivitätsforschung, Verhaltensmessung.
Die Arbeit untersucht, wie die Farbe Rot die Wahrnehmung von Attraktivität bei Männern beeinflusst, die stolz oder beschämt wirken.
Die zentralen Themenfelder sind die Farbwirkungspsychologie, nonverbale Kommunikation durch Emotionsposen und die messbare Attraktivität im heterosexuellen Kontext.
Das Ziel ist zu belegen, dass Rot nicht nur neutral wirkt, sondern als psychologischer Prime die Attraktivitätswirkung von Körperposen verstärken kann.
Es wurde eine experimentelle Studie mit einem 2 Farben x 2 Valenzen Zwischensubjekt-Design durchgeführt, bei der Probandinnen die Attraktivität von Fotos bewerteten.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen der Farbwirkung und Emotionsausdrücke, die methodische Versuchsplanung sowie die statistische Auswertung der Attraktivitäts- und Verhaltensdaten.
Wichtige Begriffe sind der „Rot-Effekt“, die „Color-in-Context-Theorie“, „Stolz“, „Scham“ und „sexuelle Attraktivität“.
Die Untersuchung von Scham war essenziell, um zu prüfen, ob der Rot-Effekt nicht nur positive Signale wie Stolz verstärkt, sondern auch bereits als negativ wahrgenommene Signale zusätzlich verschärft.
Der Autor vermutet, dass die persönliche Anwesenheit eines Versuchsleiters die Antworten der Probanden beeinflusst haben könnte, da diese sich bei Fragen zum sexuellen Verhalten gehemmt fühlten.
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