Bachelorarbeit, 2013
84 Seiten, Note: 1,8
1. Einleitung
2. Fanprojekte
2.1 Entstehung
2.2 Ziele
2.3 Methoden, Tätigkeitsbereiche und Adressaten
2.4 Organisation und Finanzierung
2.5 Kooperation / Vernetzung
2.6 Bundesarbeitsgemeinschaft Fanprojekte
2.7 Koordinationsstelle Fanprojekte
2.7.1 Aufgaben
2.7.2 Regionalverbände
2.8 Erwartungen an die Fanprojekte
2.8.1 Erwartungen der Polizei
2.8.2 Erwartungen der Vereine
3. Fans
3.1. Definition
3.1.1 Sozialwissenschaftliche Kategorisierung der Fanszene
3.2 Entwicklung der Fankultur in Deutschland
3.3 Fangruppen
3.3.1 Die Kutten
3.3.2 Hooligans
3.3.3 Ultras
3.3.3.1 Entstehung der Ultras in Italien
3.3.3.2 Ultras in Deutschland
3.3.3.3 Ultras und die Kommerzialisierung
3.3.3.4 Selbstverständnis der Ultras
3.3.3.5 Die Ultras als Jugendbewegung im Sozialraum
4. aktuelle Situation
4.1 aktuelle Diskussionen
4.2 Gewalt in deutschen Stadien
4.3 DFL- Sicherheitspapier "Sicheres Stadionerlebnis"
5. Resumee und Ausblick
Diese Bachelor-Thesis untersucht die Rolle und Arbeitsweise sozialpädagogischer Fanprojekte in Deutschland im Kontext aktueller Fankulturen und sicherheitspolitischer Debatten. Der Autor analysiert die Entwicklung von Fanbewegungen, insbesondere der Ultras, und hinterfragt kritisch die mediale und behördliche Wahrnehmung von Gewalt im Fußball.
3.2.3.1 Entstehung der Ultras in Italien
Bereits in den Anfängen des Fußballs als Zuschauersport in Italien zum Ende des 19. Jahrhunderts gab es so etwas wie eine Fankultur in Italien. Dabei waren beispielsweise Paraden durch die Stadt, wie man sie heute auch in Deutschland kennt, ein Stilmittel der Unterstützung beziehungsweise ein Stilmittel der Freude, wegen eines Sieges.
Nachdem der 13-Stundentag und die 7-Tage-Woche in Italien abgeschafft und der italienische Fußball im Zuge der Weltmeisterschaftssiege 1934 und 1938 professionalisiert wurde, entstanden auch mehr und mehr Rivalitäten zwischen den Vereinen, was oft zu körperlichen Auseinandersetzungen führte. (vgl. Gabler, 2009).
Aber die eigentlichen Wurzeln der Ultrafankultur entstanden erst in den späten 60er Jahren. Hier fanden zu dieser Zeit die linksgerichteten Studentenproteste und der "heiße Herbst", eine Arbeiterbewegung, statt.
Die nun meist jugendlichen Fans in den Stadien übernahmen dieses Phänomen in die Kurven, um auch hier gegen die soziale Ungerechtigkeit im Land zu demonstrieren (vgl. Scheidle, 2002). Man kann also sagen, dass Ultra schon anfangs eine Protestbewegung war.
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die aktuelle mediale und behördliche Wahrnehmung von Fußballfans und stellt das Ziel vor, die Arbeit sozialpädagogischer Fanprojekte sowie die unterschiedlichen Fanstrukturen zu analysieren.
2. Fanprojekte: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung, Organisation, Ziele und Finanzierung der Fanprojekte als Institutionen der aufsuchenden Jugendsozialarbeit.
3. Fans: Es werden verschiedene Fan-Kategorisierungen, die historische Entwicklung der Fankultur sowie die spezifischen Subkulturen Kutten, Hooligans und Ultras detailliert vorgestellt.
4. aktuelle Situation: Der Autor setzt sich kritisch mit aktuellen Diskursen um Gewalt im Fußball, der polizeilichen Statistik und den Maßnahmen des DFL-Sicherheitspapiers auseinander.
5. Resumee und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass die dargestellte Gewaltdebatte teils überzogen ist und plädiert für den Erhalt sozialpädagogischer Fanarbeit sowie einen direkten Dialog anstelle pauschaler Stadionverbote.
Fanprojekte, Sozialarbeit, Ultras, Hooligans, Fankultur, Gewaltprävention, DFL-Sicherheitspapier, Stadionverbote, Fanbetreuung, Jugendsozialarbeit, Fußball, soziale Integration, Kommerzialisierung, Fanpolitik, Sicherheitsrichtlinien
Die Arbeit analysiert die Funktion und Bedeutung sozialpädagogischer Fanprojekte in Deutschland sowie deren Interaktion mit verschiedenen Fangruppierungen, insbesondere den Ultras.
Die zentralen Themen sind die Geschichte der Fanprojekte, die soziologische Einordnung von Fangruppen, die Entwicklung der Fankultur und die kritische Auseinandersetzung mit sicherheitspolitischen Maßnahmen im Profifußball.
Ziel ist es, die Arbeit der Fanprojekte mit den verschiedenen Instanzen und Fans zu verdeutlichen, verschiedene Fantypen zu charakterisieren und die aktuelle Sicherheitsproblematik im Fußball kritisch zu hinterfragen.
Der Autor stützt sich auf eine Analyse von Fachliteratur, offiziellen Konzepten (wie dem NKSS) und ergänzt diese durch Expertenmeinungen und qualitative Interviews, etwa mit Fanprojektmitarbeitern.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Fanprojekt-Strukturen, die soziologische Klassifizierung von Fans, eine detaillierte Betrachtung der Ultra-Bewegung und eine kritische Diskussion zum DFL-Sicherheitspapier.
Wichtige Begriffe sind Sozialarbeit, Fanprojekte, Ultras, Stadionverbote, Gewaltprävention und Kommerzialisierung.
Der Autor bewertet das Sicherheitspapier kritisch, sieht jedoch durch die Einbindung der Fans eine deutliche Entschärfung im Vergleich zum ursprünglichen Entwurf.
Die Ultras sehen im "Verkauf der Tradition" an den Meistbietenden ein zentrales Problem und lehnen eine übermäßige Kommerzialisierung im Sinne des Slogans "No al calcio moderno" entschieden ab.
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